Selbsterkenntnis, die Wiege der Philosophie. Der Erkennende konstruiert das Erkannte, sagt Kant.
In dem Maße, wie sich der Mensch selbst erkennt, formt er seine Persönlichkeit und wie er sich schließlich selbst versteht, so sieht und interpretiert er auch die Welt, in der er lebt.
Die Worte wurden auf einer Säule der Vorhalle des Apollon-Tempels zu Delphi in Stein gemeißelt.
Das Wort kennen wir aus dem Englischen: ‚to affirm’ heißt bejahen, vergewissern, und ‚affirmation’ heißt Bejahung, Bekräftigung, Zustimmung.
Aber worauf genau bezieht sich diese Zustimmung? Wessen vergewissern wir uns, wenn wir positiv denken und eine entsprechende Affirmation nutzen, um unsere Gedanken zielgerichtet zu unserer eigenen Unterstützung anzuwenden?
In der gegenwärtigen Diskussion um Affirmationen begegnet mir immer wieder die Auffassung, man müsse sich lediglich etwas wünschen, es als Affirmation formulieren und es häufig und intensiv genug denken oder aussprechen, dann erfülle sich der Wunsch, werde der Gedanke materialisiert.