Karl Blessing, Bundesbankpräsident in den sechziger Jahren, meinte ganz lapidar: „Es gibt keine harte Währung ohne harte Maßnahmen“. Die Frage ist nur: Für wen sind sie hart? Nur für die Steuerzahler, oder auch für die Politiker, oder gar für die Banken? In der Tat, es geht schon seit einiger Zeit nicht mehr nur um Griechenland.
Länder wie Frankreich, Großbritannien oder Italien haben ein eher instrumentelles, kühles Verhältnis zur Währung. Geld als Tauschmittel, nicht als „geprägte Freiheit“ (Dostojewski) oder als Symbol für neue Souveränität nach einem verlorenen Krieg.
Zwar spricht der SPD-Vorsitzende Gabriel von einem „Riesenerfolg“ aber angesichts der Wirklichkeit, dass Bremen noch nicht einmal ein Prozent der deutschen Bevölkerung ausmacht und von diesem Prozent gerade mal die Hälfte überhaupt zur Wahl gegangen ist, kommt der „Riesenerfolg“ doch recht bescheiden daher.
Jüngster Ausdruck dieser Annäherung: Am Mittwoch wird in Kairo ein Abkommen zwischen der Hamas und der Fatah ratifiziert, das zu einer Einheitsregierung und Wahlen in den Palästinensergebieten führen soll.
Da sind sich die Kommentatoren einig und nicken im Geiste gefällig, denn die Angst vor einem wirtschaftlich starken China geht um. Das Nicken müsste sich mit Blick auf die Zahlen in Deutschland in ein nachdenkliches Kopfschütteln wandeln.