Katholische Christen sind demzufolge Mitglieder einer Kinderficker-Sekte.
Der Berliner Polizeipräsident bzw. die Staatsanwaltschaft (StA) hatte Anklage gegen Jörg Kantel, den Betreiber der Webseite “Schockwellenreiter”, erhoben, weil Kantel die kath. Kirche mit dieser Schmähkritik verleumdet hatte; dabei berief sich die StA auf § 166 StGB (siehe Anmerkung unten). Doch die Richterin verweigerte die Eröffnung eines Hauptverfahrens.
Das Gericht begründete seinen (allerdings noch nicht rechtskräftigen) De-facto-Freispruch damit, dieser sei “bedingt durch die in den letzten beiden Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von Mißbrauchshandlungen von katholischen Geistlichen und anderen Mitarbeitern der katholischen Kirche.”
Daher sei der Ausdruck “Kinderficker-Sekte” nicht geeignet, den “öffentlichen Frieden zu stören”, verkündete die Richterin – und insoweit gäbe es auch keinen Straftatbestand nach §166.
Die Staatsanwaltschaft kann noch bis Ende dieser Woche Einspruch erheben.
Der Betreiber der Webseite ‘Schockwellenreiter’ hatte unter dem Titel “Neues vom Ayatollah aus Köln” im Juni letzten Jahres folgendes veröffentlicht: „Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemeldet: Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als »täglichen Super-GAU« verurteilt.”
Vor der Anklage der Staatsanwaltschaft gab es einen Briefwechsel zwischen Kantel und dem Berliner Polizeipräsidenten, der ihn über den Vorwurf der StA, Religionsgemeinschaften beleidigt zu haben, informierte. Kantel veröffentlichte diesen Brief und schrieb sodann dreist, er habe keine Religionsgemeinschaft beleidigt, weil Religionen ohnehin “eine Beleidigung jeglichen gesunden Menschenverstandes” seien.
Es gibt allerdings auch unter “Gottlosen” und Kirchenfernen anständige Leute. Schon vor dem jetzigen Gerichtsbeschluß kritisierten glaubensfremde, atheistische Blogger, die auf gute Sitten, Toleranz und Fairneß aber durchaus Wert legen, diese massive Beleidigung der kath.Kirche, zB. der Betreiber des Weblogs “Rock´n Roll”, der bereits am 17.11.2011 unter dem Titel “Kinderficker-Sekte ist ein böses Wort” Folgendes klarstellte:
“Wie kann ein gebildeter Mensch sich solcher Stammtischparolen bedienen, alle Mitglieder der katholischen Kirche unter Generalverdacht stellen und so primitiv seine Abneigung gegenüber der katholischen Kirche zum Ausdruck bringen? (…) Er beruft sich auf Meinungs -und Pressefreiheit. Schön und gut – doch auch wenn ich meine Meinung frei vertrete, muss ich die Rechte der Anderen achten, die allgemein bekannten guten Sitten einhalten und darf nicht beleidigen. Und mit Pressefreiheit hat solch ein Ausdruck in meinen Augen nichts zu tun, höchstens mit schlechtem Benehmen. Ich selber halte von Glaubensgemeinschaften überhaupt nichts, schon gar nicht von den christlichen.”
Bei diesem skandalösen Gerichtsurteil handelt es sich offenbar um die juristischen Sumpfblüten jener hysterischen Medienkampagne, die sich nicht um Fakten und wissenschaftliche Studien kümmerte, sondern sensationsgierig und scheinheilig gegen die Kirche polemisierte, vor allem gegen die katholische Priesterschaft.
Gleichzeitig muß man enttäuscht feststellen, daß es leider nur sehr wenige Bischöfe gab, die sich diesem antikirchlichen Kesseltreiben widersetzt haben, darunter der Regensburger Bischof Gerhard L. Müller, der daraufhin von vielen Medien und sogar aus kirchlichen Kreisen scharf attackiert wurde.
http://charismatismus.wordpress.com
Umso erstaunlicher erscheinen ihre frommen Antworten, die – zumindest auf den ersten Blick – so gar nicht zum üblichen Bild einer führenden Sozialistin passen wollen.
Die SPD-Politikerin äußert sich darin zu Fragen über Gott und die Welt, das Leben und den Tod, ihre Liebe zur Natur und ihre Skepsis gegenüber „neuen Medien“.
Die linke Frontfrau, wie sie oft genannt wird, ist in der katholisch geprägten Eifel auf einem Bauernhof aufgewachsen. Im Pattloch-Verlag veröffentlichte sie bereits ein Buch mit dem bekenntnisfrohen Titel „Frau, gläubig, links – Was mir wichtig ist.“
Zurück zum Interview mit dem Magazin „Chrismon“, das eingangs die Frage stellte, in welchen Momenten sie sich „lebendig“ fühle.
Nahles erläutert, daß sie „kein Stadtmensch“ sei, sondern sich vor allem in der heimischen Natur erholt:
„Wenn ich durch den Wald reite, über Wiesen und Felder, das ist toll! Ich wohne ja eigentlich in der Eifel und habe einen Friesen. Solche Ausritte sind wie Reisen, die mich wegbringen von meinem Alltag und durch die ich zu mir selbst komme. Ich bin immer froh, wenn ich hinter meinem Haus in den Wald eintauche. Das hilft, den Blick zu erneuern auf alles, was danach kommt.“
Auf die Frage nach ihrem Gottesglauben sagte Nahles unter anderem:
„Ich bete, wenn es mir ein Herzensanliegen ist; und natürlich im Gottesdienst. Nach dem Tod eines Menschen empfinde ich es als sehr tröstlich, dreimal einen Rosenkranz zu beten. Das ist ja in der katholischen Kirche Sitte, und auf dem Dorf machen wir das auch noch. Dieses murmelnde Gebet bringt mich Gott näher; es ist eine Verbindung zwischen dem Einzelnen, der Gemeinschaft und Gott.“
Die Redaktion fragte zudem: „Was bedeutet Ihnen Zaudern und Zweifeln?“
Hierauf erklärt die SPD-Generalsekretärin: „Zu einer Entscheidung gehört es abzuwägen, auch zu zweifeln. Doch heute gibt es eine Rhetorik der Effizienz, der Leistung und des Funktionierens, die mittlerweile alles durchdringt.
Durch die neuen Medien und gerade durch E-Mail und SMS muss alles ganz schnell gehen, die Phasen des Nachdenkens oder Nachspürens werden immer kürzer oder gleich ganz abgeschafft. Das ist schlecht - und das führt nicht zu besseren Entscheidungen. Es ist auch für Reue kein Platz mehr. In vielen Lebensberatungsbüchern kriegt man inzwischen regelrecht eingeprügelt: Zieh deinen Stiefel durch, guck nicht nach rechts und nach links – und lass dich nicht erwischen. - Kein Lebensmodell, das ich für erstrebenswert erachte.“
„Muss man den Tod fürchten?“ will Chrismon von ihr wissen. - Nahles stimmt zu: „Wenn man so gerne lebt wie ich: ja. Ich fürchte den Tod. Nicht, weil ich glaube, dass es danach gar nichts mehr gibt, sondern weil ich zu wenig darüber weiß, was danach kommt – und das, was ich jetzt habe, gefällt mir.“
Auf die Frage, wie sie mit Schuldgefühlen umgeht, reagiert Nahles ebenfalls recht offenherzig:
„Mit Schuldgefühlen quäle ich mich häufig recht lange, ich werde sie nicht schnell los. Doch bin ich wenigstens in dem Glauben und in dem Gefühl aufgewachsen: Solange du dich bekennst, eingestehst, korrigierst, ist Absolution möglich. Dieses Gefühl ist eine Art Grundmelodie meiner Kindheit. Heute habe ich meinen Mann, mit dem ich über so etwas rede. Es ist ja doch katholisch, an diese Art der Absolution zu glauben. Anders ist es für mich undenkbar.“
Man muß die politischen Positionen der „linken Frontfrau“ gewiß nicht teilen, um sie als Persönlichkeit dort zu würdigen, wo sie Lob verdient, sei es für „fromme“ Ansichten, sei es für ihre Einstellung gegen Abtreibung, wobei sie sich während ihrer eigenen Schwangerschaft vorbildlich verhielt:
Andrea Nahles hatte im Sommer 2010 geheiratet und am 18. Januar 2011 ein Kind zur Welt gebracht: ein gesundes Mädchen.
Wie sie als Schwangere in Interviews berichtete, wurde sie wegen ihres relativ hohen Mutter-Alters von 40 Jahren und offenbar auch wegen kritischer Befunde von ärztlicher Seite gedrängt, eine vorgeburtliche Untersuchung ihres Kindes vornehmen zu lasse, um eine mögliche Behinderung festzustellen. Wegen eines Hüftleidens nach einem Autounfall ist Nahles selber zu 50% schwerbehindert.
Doch die SPD-Frau und ihr Mann lehnten dies eindeutig ab, denn – so Andrea Nahles – selbst wenn sich eine Behinderung des Babys herausstellen würde, komme eine Abtreibung ohnehin nicht in Frage; folglich erübrige sich eine solche – zudem für das ungeborene Kind unter Umständen schädliche – Untersuchung.
Positiv ist auch zu erwähnen, daß sie während der teils hysterischen Mißbrauchs-Debatte einseitige Attacken gegen die katholische Kirche kritisiert hat: „Kindesmißbrauch ist keineswegs auf die katholische Kirche beschränkt“, erklärte sie Ende März 2011. Gleichzeitig empfahl sie der mitunter kirchenfeindlich agierenden FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, „nicht so zu tun, als müsse nur in der katholischen Kirche nach Schuldigen gesucht werden; sie wird sonst bald von anderen Einsichten überholt.“
Wie man nicht allein durch die Skandale in der Odenwaldschule weiß, war dies auch schon bald der Fall – und die FDP-Justizministerin mußte mehrfach zurückrudern, auch als der „Runde Tisch“ im vorigen Jahr beschloß, keine Anzeigenpflicht einzuführen, weil die Opferverbände dies nicht wollten. – Einige Monate zuvor hatte sie die katholische Kirche scharf attackiert, weil diese nicht jeden Verdachtsfall angezeigt hatte, obwohl hierzu gesetzlich ohnehin keine Verpflichtung bestand (und bis heute nicht besteht).
charismatismus.wordpress.com
Die EU-Kommision läßt die Deutschen nunmehr wissen, daß diese staatliche Hilfe „Fehlanreize“ setze, indem sie die „Erwerbsbeteiligung“ von Frauen gefährde. – Also: Frauen ab in die Fabrik, ob sie wollen oder nicht, ob es schon Millionen Arbeitslose gibt oder nicht.
Damit werden Mütter - bei Licht betrachtet - letztlich zu Gebärmaschinen erniedrigt, die ihre Kinder zwar zur Welt bringen dürfen, aber möglichst nicht selber betreuen und erziehen sollen, sondern dies staatlichen Einrichtungen überlassen. Damit wird der Druck zur Fremderziehung erhöht. Die sonst gern so vielzitierte „Selbstbestimmung“ und „Wahlfreiheit“ der Frau spielt plötzlich keine Rolle mehr.
rn
Die Brüsseler Kritik am staatlichen Zuschuß für nicht-erwebstätige Mütter geht aus einem Bericht der Deutschen Vertretung in Brüssel hervor, wie FTD erläutert. Darin heißt es, die ab 2013 geplante Geldprämie von monatlich 150 Euro sei „kontraproduktiv für die Erwerbsbeteiligung von Frauen“.
Dabei ist diese Summe – oder sollte man Sümmchen sagen? – ohnehin nur ein sehr mageres Taschengeld, zumal angesichts der Tatsache, daß ein Kita-Platz den Staat jeweils rd. 1000 Euro Zuschuß kostet. Selbst bei „traumhaften“ 500 Euro Betreuungsgeld wäre auch dies nur die Hälfte dessen, was die Fremdbetreuung verschlingt, die überdies dem Wohl der Kinder nicht dienlich ist (dem der Mütter auch nicht, die sich mehrheitlich selber um ihren Nachwuchs kümmern wollen).
Kritisch sieht Brüssel aber offenbar auch die steuerliche „Bevorzugung“ von Ehepaaren durch das Ehegattensplitting. Damit will der Staat die Ehe begünstigen, wie es Geist und Buchstaben des Grundgesetzes entspricht, wonach nämlich „Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stehen“. (Art 6, Absatz 1).
Zu den Beschwerden der EU-Kommission schreibt „Financial Times Deutschland“ sehr treffend“:
Die Rüge aus Brüssel gibt einen Vorgeschmack auf die europäische Wirtschaftsregierung. Im Kampf gegen die Euro-Krise hatten sich die meisten EU-Staaten Ende 2011 darauf verständigt, ihre Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik enger abzustimmen und der EU-Kommission größere Kontrollbefugnisse zu geben.“
Das kann ja dann in Zukunft noch „heiter“ werden, so daß man sich fragt, ob Deutschland noch der Herr im eigenen Hause ist – oder ob deutsche Politik noch mehr als bisher von Brüssel bestimmt wird, dem hierfür jede demokratische Legitimation fehlt.
http://charismatismus.wordpress.com/2012/02/01/eu-kommission-kritisiert-deutsches-ehegatten-splitting-und-betreuungsgeld-fur-mutter/