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24.05.2013
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     Steffen Hentrich
Email:   steffen.hentrich@freiheit.org
Blog:  www.freiheit.org

Steffen Hentrich (Jahrgang 1968) hat Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin studiert und war danach mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) tätig. Schwerpunkte der Forschungsarbeit und umweltpolitischen Beratung waren die Umwelt- und Ressourcenökonomik sowie Themen der Umwelt- und Energiepolitik, vom Klimaschutz über umweltverträgliche Verkehrspolitik bis hin zur nachhaltigen Fischereipolitik.

Seit Dezember 2008 ist er Referent für Grundsatzfragen im Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

 
RSS Blogeinträge von Steffen Hentrich

 
Leben mit Piraten
0  Kommentare | Posted 22.05.2013 10:37

Ein rechtliches Vorgehen gegen diese Praxis ist wenig erfolgsversprechend, auch vom Grundsatz her wird intensiv diskutiert, ob das Urheberrecht überhaupt das geeignete Instrument für eine angemessene Entlohnung von Autoren ist. Das bemerken inzwischen auch die Autoren selbst, wie ein Kommentar des amerikanischen Science-Fiction-Autor David Derrico über einen Artikel über Buchpiraterie beim eBook-Portal TeleRead zeigt:

Ich persönlich erleide wegen der Buchpiraterie keine schlaflosen Nächte – nicht nachdem ich meine Bücher ohne DRM (Anm. d. Ü.: Kopierschutz) zu niedrigen Preisen in möglichst vielen Formaten in allen möglichen weltweiten Vertriebskanälen anbiete (um es den Lesern so einfach wie möglich zu machen meine Bücher legal und ohne großen Aufwand zu erwerben). Heißt das ich mag die Piraterie? Nein. Aber ich halte es für sinnlos das Internet nach Torrent-Portalen zu durchforsten oder Zeit damit zu vergeuden sich über diese zu ärgern – es ist für Autoren wesentlich produktiver stattdessen an einem neuen Buch zu arbeiten.


Der Beitrag erschien auch auf liberalesinstitut.wordpress.com

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Puppentheater Berlin
0  Kommentare | Posted 21.05.2013 13:00

Puppentheater kenne ich nur noch aus meinen Kindertagen, die aufgewühlte Schar von Gestalten, die sich auf der Bühne oft über Nichtigkeiten zankte. Diese Erinnerung blitzt angesichts des Theaters über das Barbie Dreamhouse wieder auf: Die Puppe ist Stein des Anstoßes des feministischen Zeitgeistes und Gegenstand von Demonstrationen linker, grüner und feministischer Aktivisten geworden. Auch in den Medien darf Barbie nicht das harmlose Kinderspielzeug sein, was es ist, nein, sie wird zum Politikum. Das unglaublich naive Menschenbild, das die Gegner der blonden Puppe an den Tag legen, zeichnet Jennifer Nathalie Pyka in dem Beitrag Lasst die Barby im Dorf auf ihrem Weblog Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn mit treffender Ironie nach:

    Wer heute sein Kind ins Barbie-Haus schickt, stellt die Weichen und macht sich mitschuldig. Schon ein einziger Besuch führt unweigerlich ins Verderben. Kleine Mädchen können sich gar nicht wehren, bereits jetzt sind sie dazu verdammt, in ein paar Jahren als anorektische Hausfrau mit Schuhtick zu enden. Und alles nur wegen Barbie.

    Daraus folgt also, dass Mädchen schlicht zu doof sind, um zwischen Realität und Barbie-Haus zu unterscheiden. Sie sind auch nicht dazu fähig, zu erkennen, dass Barbie eine Puppe ist. Natürlich verfügen sie ebenso wenig über fürsorgliche Mütter, die ihnen vorleben und erklären, dass Frauen innerhalb der westlichen Welt studieren, arbeiten, heiraten, tun und lassen können, was und wen auch immer sie wollen. Und auch später, wenn sie mal größer sind und theoretisch zwischen einer Karriere als Ingenieurin oder Designerin wählen können, werden sie aufgrund frühkindlicher Prägung nicht vom Berufsziel Barbie ablassen. Nein, Mädchen sind im feministischen Weltbild a priori unterbemittelte Wesen, bei denen schon eine Barbie reicht, um sie vollends vom rechten Weg abzubringen – und das lebenslänglich. Einmal pinkifiziert, immer pinkifiziert.

    Insofern haben all die Mädels von der Spree noch mal Glück gehabt, dass es noch genug engagierte Berliner gibt, die sie stellvertretend vor der pinken Gefahr schützen und wissen, was gut für sie ist. Und Barbie selbst? Nun, wäre sie tatsächlich eine Frau, sie würde sich vermutlich doch recht schnell vom Acker machen.


Der Beitrag erschien auch bei liberalesinstitut.wordpress.com

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Beendigung einer offenen Debatte
0  Kommentare | Posted 21.05.2013 12:29

Beim Umweltbundesamt wird mit der Veröffentlichung der Broschüre "Und sie erwärmt sich doch – Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?" eine wissenschaftliche Diskussion für beendet erklärt, die beispielsweise nach Ansicht des CERN-Forschers und Chefs des CLOUD-Experiemnts Jasper Kirby, gerade in ihre heiße Phase tritt, weil man eben erst dabei ist alle Bestimmungsfaktoren des Klimas zu verstehen. Dort hatte man nämlich die These des dänischen Physikers Henrik Svensmark bestätigen können, dass die kosmische Strahlung einen Einfluss auf die Wolkenbildung und damit auch auf das globale Klima haben kann. Nur will er, anders als die Beamten vom Umweltbundesamt, noch nichts abschließendes sagen, weil er es als Wissenschaftler noch nicht weiß, ob der kühlende Effekt der Wolkenbildung durch kosmische Strahlung klein oder groß ist.

Beim UBA weiß man das auch nicht, doch darum geht es in der Broschüre auch nicht. Man gibt vor abschließende Antworten geben zu können, um eine Debatte zu beenden, die drastischen klimapolitischen Maßnahmen mit inzwischen allseits bekannten unangenehmen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft im Wege steht. Statt seine Aufgabe wahrzunehmen und die Bundesregierung wissenschaftlich zu beraten und die Bevölkerung über Umweltschutz zu informieren, maßt man sich Wissen an, um damit direkt Politik zu machen. Dabei schreckt das Amt auch nicht vor einer Diffamierung von sog. klimaskeptischen Journalisten zurück. Das Autorenteam Maxeiner und Miersch wird ebenso wie der Fernsehjournalist Günter Ederer dafür gebrandmarkt, die Bürger mit Beiträgen in die Irre zu führen, die Zweifel an der Orthodoxie der Klimawissenschaften wecken. Gleichermaßen wird das ebenso wenig originelle wie aussagekräftige Aufzählen von Finanzierungsquellen klimaskeptischer Institutionen als Kronzeuge für die Qualität von Argumenten bemüht. Dass die Steuerfinanzierung des UBA kein Garant für Objektivität ist und deshalb Argumente nicht nach dem Geldbeutel gewichtet werden können, kommt den Autoren der Broschüre offenbar nicht in den Sinn.

Dabei sind Zweifel an der These vom Menschen als Hauptursache von Klimaveränderungen überaus angebracht, hatte doch ein kürzlich veröffentlichte Studie, die eigentlich den Konsens von 97 Prozent der Veröffentlichungen über den menschengemachten Klimawandel belegen sollte, eigentlich gezeigt, dass mehr Veröffentlichungen die Bedeutung des Menschen im Klimageschehen der Erde als wenig bedeutsam ansehen als umgekehrt. In dieser Studie hatte man, wie der niederländische Blogger Marcel Crok ausführt,   klimawissenschaftliche Veröffentlichungen erst klassifiziert und dann nach ihrer Aussagen zur Verursachung des Klimawandels sortiert und aufsummiert. Alles, was sich explizit oder auch nur implizit für einen wichtigen Einfluss des Menschen auf das Klima aussprach, wurde in einen Topf geworfen und gezählt, ungeachtet der Tatsache, dass der weit überwiegende Teil der gezählten Veröffentlichungen eigentlich nur einen Zusammenhang vermutete, um diesen dann in abgeleiteter Form für das Forschungsergebnis zu verwerten. Ein Vergleich der expliziten Analysen hätte indes gezeigt, dass den 65 Studien oder 0,5 Prozent, die den Menschen als Hauptursache des Klimawandels qualifizieren, immerhin 78 Studien entgegenstehen, in denen dem Menschen keine besondere Rolle als Klimafrevler  zugeordnet wird.

 

Der Beitrag erschien auch auf liberalesinstitut.wordpress.com

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Objektiver Journalismus?
0  Kommentare | Posted 17.05.2013 10:24

Zwar schmückt man sich mit einer “Verpflichtung zu wahrheitsgetreuer und sachlicher Berichterstattung sowie zur sauberen Trennung von Nachrichten und Kommentaren”, doch dann bringt man beim NDR, dem für die Nachrichten zuständigen Teil der ARD, eine Berichterstattung über einen Schiffsbrand im Hamburger Hafen, der Hamburg angeblich knapp an einer Katastrophe vorbeischrammen ließ. Dabei geht es um den Brand in einem Schiff, dass das radioaktive Material Uranhexafluorid geladen hatte. Uranhexafluorid, so die Tagesschau, sei hochgiftig und ein damit kontaminiertes Gebiet sei für lange zeit unbewohnbar. Unklar ist allerdings, wo die Journalisten diese Weisheit herhaben. Auf der Webseite des Wirtschaftsverbandes Kernbrennstoff-Kreislauf und Kerntechnik e.V. erfährt man nämlich wesentlich genauere Aussagen zu der Substanz und ihrer Besonderheiten während ihres Transports und einer möglichen Havarie:

Uranhexafluorid ist nur schwach radioaktiv, nicht brennbar und kann in Unfallsituationen nicht explodieren. Es muss aber in den Behältern immer luftdicht verschlossen bleiben, da es sich bereits mit der Feuchtigkeit der Umgebungsluft zu festem Uranylfluorid und Flusssäure zersetzt. Bei einer Freisetzung von Uranhexafluorid würde somit in erster Linie eine chemische Gefahr durch die Flusssäure entstehen. Die Gefährdung durch die Radioaktivität ist geringer als durch die chemische Giftigkeit des Urans, die mit der Giftigkeit anderer Schwermetalle, wie z. B. Blei oder Cadmium, verglichen werden kann. Für Mensch und Tier stellt Uran erst dann eine Gefahr dar, wenn es in den Körper aufgenommen wird. Das bei einer Leckage entstehende feste Uranylfluorid schlägt sich jedoch wegen des hohen spezifischen Gewichtes nur unmittelbar an der Unfallstelle nieder.

Größere Freisetzungen von Uranhexafluorid sind daher nur bei einer Verkettung sehr unwahrscheinlicher Umstände denkbar. Ein derartiger Fall ist in all den Jahren, in denen weltweit jährlich viele tausend Tonnen Uranhexafluorid transportiert worden sind, nicht eingetreten. Die für externe Transporte vorgeschriebenen Schutzverpackungen stellen sicher, dass auch bei einem Treibstoffbrand mit 800 °C an der Behälteroberfläche ein Bersten des Behälters für mindestens 30 Minuten ausgeschlossen wird. Diese Zeit sollte ausreichen, um entweder den Brand zu löschen oder die Behälter aus der Gefahrenzone zu entfernen.

Aus dem oben gesagten kann man also entnehmen, dass nichts auf eine Katastrophe hindeutete, die ganz Hamburg in Mitleidenschaft gezogen hätte. Aber nur so wird aus einer Nichtigkeit eine Nachricht. Aber warum sollten die Journalisten sich die Mühe einer Recherche machen? Schließlich geht es um Einschaltquote und Gebühreneinnahmen, nicht um objektive Information.

Beitrag erschien zuerst auf: liberalesinstitut.wordpress.com

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ADS in der Politik
0  Kommentare | Posted 16.05.2013 09:41

Nein, die Story liberaler Interventionisten ist schlichtweg falsch. Externalitäten des Marktes bedeuten nicht, dass der Staat Probleme besser löst. Öffentliche Aufmerksamkeit verhindert wesentlich wirksamer als staatliche Überwachung, dass Geschäftsleute ihre Kunden vergiften. Effizienz ist nicht der größte Vorteil der Marktwirtschaft, sondern Innovation. Marktregeln haben sich die Händler lange vor dem Staat selbst gegeben und die Quaker hielten sich schon an Preisabsprachen als der man sie noch nicht dazu zwang.

Woher  ich weiß, dass meine Geschichte die Bessere ist? Die Erfahrungen des 20. Jahrhundert haben sie mich gelehrt. Im August 1914 hätte man die Weisheit von Friedrich Hayek oder Milton Friedman, eines Matt Ridley oder von Deirdre McClosky kaum haben können, bevor die Großexperimente des Staates in Gang gesetzt wurden. Doch jeder der nach dem Ablauf des 20. Jahrhunderts immer noch denkt, dass Sozialismus, Nationalismus, Imperialismus, Mobilisierung, zentrale Planwirtschaft, Regulierung, Raumplanung, Preiskontrollen, Steuerpolitik, Gewerkschaften, Unternehmenskartelle, Staatsausgaben, staatliche Überwachung, abenteuerliche Außenpolitik, der Glaube in Religion und Politik und die meisten der sonstigen Vorschläge, die man im 19. Jahrhunderts für den Staat machte, etwas Vernünftiges anhaftet, harmlose Ideen sind oder unser Leben verbessern, hat schlichtweg nicht aufgepasst.

Gibt es doch ein politisches Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom?

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Werden die Grünen jetzt ihre pädophile Vergangenheit aufarbeiten?

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Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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Spruch des Tages
"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muß man erst richtig anfangen!" - Konrad Adenauer

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