Betrachtet man die Ergebnisse der Schüler unter dem Blickwinkel der Mütterberufstätigkeit, bekommt man eine interessante Sicht: Kinder, deren Mütter Vollzeit berufstätig waren, zeigen im Schnitt schlechtere Schulleistungen als jene, deren Mütter weniger arbeiteten.
Der positive Einfluss, den aktives Elternengagement auf den Bildungserfolg der Kinder hat, wird politisch wieder außer Acht gelassen und genau gegenteilig verfahren: Die Kinder sollen möglichst früh in Fremdbetreuung (Krippenoffensive) und die Mütter, wegen angeblichen „Fachkräftemangels“, an die Arbeitsplätze. Tatsächlich, diese Politik schafft Arbeitsplätze: Für die Kleinstkindbetreuung. Für die Senioren, um die sich wegen der Überhetzung und Überfrachtung der Zeit in der Familie keiner mehr kümmern kann (und will – weil es gesellschaftlich nicht anerkannt ist), für das Putzen und (unpersönliche) Bekochen der Kinder, Arbeitenden und Senioren in ihren Einrichtungen und Arbeitsstellen.
Ruhe, selber Denken, eigenverantwortliches Handeln sind in dieser „Funktionsgesellschaft“ auf dem absteigenden Ast!
Bereits den Kleinstkindern soll ihre Schutzzone zur Entwicklung, die Mutter und das liebevolle Elternhaus genommen werden. Argument: „Bildung“. Dabei wird von der Politik völlig missachtet und die wissenschaftlichen Tatsachen verworfen, dass ein Menschlein zuerst seine eigene Persönlichkeit in Ruhe finden und darin gefestigt werden muss, bevor es sich für weiter weg Liegendes interessieren kann.
„Stimmt“ diese Basis nicht, wird das weitere Lernen problematisch. Ein Kind ruht nicht in sich selbst, sondern ist getrieben von äußeren Erwartungen und von der Hektik, in der es sich befindet. Das von der Mutter zum Zweck der Erwerbsarbeit weggegebene Kind bekommt außerdem tagtäglich das Signal: Du bist nicht so wichtig. Meine Arbeit, mein Chef ist wichtiger!
Woraus bezieht ein Mensch seinen Wert? Daraus, dass er / sie geliebt ist, so wie er / sie ist! Mit allen Ecken und Kanten, aber auch mit den positiven Fähigkeiten, die in jedem Menschen schlummern, die entdeckt, geweckt werden und zur Entfaltung kommen müssen. Das ist ein langer, sehr persönlicher Wachstums- und Entwicklungsvorgang; der – wie eine Blume nicht schneller wächst und dann genauso schön blüht, wie wenn man nicht an ihr gezogen hätte (die nicht artgerecht behandelte Blume wird GAR NICHT BLÜHEN, ihr Leben ist ZERSTÖRT!) – sehr störungsanfällig ist und passende Bedingungen braucht.
Jede Gruppenbehandlung (Kita, Schule) ist ein ständiger Kompromiss: Es kommt auf „Funktionieren, Einpassen in die Gruppe, nur nicht Auffallen“ an. Das hindert und tötet individuelle Kreativität und Entfaltung. Ständig ist man unter vielen Anderen. Allein bei der liebenden Mutter, bei den Geschwistern, bei den Verwandten zu Hause ist man etwas Besonderes, wird geachtet in der Einzigartigkeit, wird (unter guten Bedingungen) optimal unterstützt, sein eigenes Potential zu entdecken und zu entfalten.
Die Schule bekommen, durch die Schulpflicht, alle gesellschaftlichen Entwicklungen und Probleme voll mit. Die Kinder der hierher immigrierenden Ausländer müssen „reibungslos“ integriert – und „gebildet“ – werden. Zum Teil sind ihre Eltern nur wenige Jahre des Lebens überhaupt zur Schule gegangen, sie kommen zudem oft aus Gesellschaften mit völlig anderen Wertigkeiten.
Nach SPD-Grüner Manier sollen alle Kinder länger gemeinsam lernen. Und dann eben jetzt möglichst ihre ganzen Tage mit den anderen Kindern (Schulkameraden kann man sich nicht aussuchen) gemeinsam verbringen – es werde ihnen guttun.
Wer sind die Lehrer? Wie geht es ihnen? Ständig wird an Schule herumkritisiert, gezerrt, jeder Politikwechsel bringt neue Änderungen. Aktuelle Regierungen wollen selbstverständlich „alles besser machen“ als alle vorigen. Dabei braucht kaum eine Arbeit einen derart langen Atem wie Bildungs- und Erziehungsarbeit!
Die Lehrer (wie auch Erzieher und Pflegende) klagen über ständig neue Dokumentationspflichten zur „Qualitätssicherung“. Leider braucht dieses viel Zeit – die eigentlich für die gute Betreuung der Schüler, zur Vor- und Nacharbeit des Unterrichts, Kommunikation mit Eltern und innerhalb des Kollegiums nötig wäre. „Ausgefranste“ Schulzeiten (nachmittags immer länger) lassen die Zeiten für derartige (wichtige!) Kommunikation schwinden – denn auch Lehrer sind nur Menschen.
Die Politik misstraut den Familien. Aus einer (falsch verstandenen) „Emanzipation“ heraus erfährt die häusliche Erziehung des Nachwuchses, die seit alters her Domäne der Frauen war, keine gesellschaftliche Anerkennung mehr. Der „Staat“ will’s richten. Frauen, Mütter jedoch haben, wenn man sie denn lässt und auch „ausbildet“, besondere „Antennen“ (Intuition) für das, was lebens-wichtig ist: Gesunde Ernährung, sozialer Umgang, Fragen nach dem Sinnvollen, nach kulturellen Werten, nach Traditionen. Mütter, die in „Hetze“ von den Kindern weggetrieben werden, können diese Basisarbeit nicht oder nur sehr eingeschränkt leisten! Unsere Gesellschaft verliert dadurch letztendlich! Familien werden zerstört – denn unter Stress kann die Mutter die „Pufferfunktion“, die sie sonst auch ausfüllt (Schulstress abfangen, Geschwisterrivalitäten moderieren, den überarbeiteten Verdiener unterstützen, das Zuhause liebevoll gestalten, dort verlässlich „die Stellung halten“) nicht mehr leisten. Das bedeutet nicht, Mütter auf ewig an das Heim zu binden, aber diese Aufgaben, verantwortlich ausgeführt, sind durchaus anspruchsvoll. Und persönlichkeitsentwickelnd.
Die andere „Stellschraube“ zum Ganztag wäre und ist, endlich die Elternkompetenz und –verantwortung stärker anzuerkennen und zu fördern. Das jedoch widerspricht dem „Gender“- und „Gleichstellungs“-Ansatz, der der Gesellschaft von oben politisch aufdiktiert ist.
So wird man immer „weiterwursteln“ – und dabei viel (Steuer-) Geld ausgeben, ohne Verbesserung zu erzielen!
Almut Rosebrock, Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de
Ich muss mich nicht entschuldigen, dass ich Hausfrau bin und den Haushalt und alles drumherum für unsere 2 Kinder (11 und 13 Jahre), für meinen Mann und für mich verantwortlich "manage". Ich weiß, was ich da tue.
Entschuldigen sollten sich Politiker und die Gesellschaft für ihr ignorantes und ständig abwertendes, von Misstrauen geprägtes Verhalten und Reden gegenüber Frauen und Eltern, die verantwortlich und mit ihrer ganzen Kraft für ihre Kinder da sind.
Als "Rentenkassenfutter" werden unsere Kinder später gerne angenommen - wenn sie denn dann "funktionieren".
Durch den derzeitigen Verzicht auf meinen Beruf( Apothekerin) - und das habe ich, haben wir selbst so entschieden, was nur geht, wenn der Partner "mitzieht" - erhöhe ich, unter vollem Einsatz meiner Kraft, meiner Fähigkeiten und Kreativität, meines Wissens und Qualitätsverständnisses, die Wahrscheinlichkeit des "Funktionierens" der Kinder erheblich. Natürlich freut es mich auch, wenn es den Kindern jetzt und später gut geht. Ich liebe sie nämlich von ganzem Herzen. Mit allen ihren Eigenarten. Mutterliebe ist unbezahlbar - und unersetzlich!
Gedankt wird es den (vielen) Frauen, die so handeln, nicht! Mütter werden - und fühlen es auch so - in Richtung Berufstätigkeit unter Druck gesetzt. Selbstbestimmtes Leben ade! Die Betreuungsgelddebatte zeigt das ganz erbärmlich - und beschämend! Es wird Zeit für eine Emanzipation 2, die die besonderen Begabungen und den (selbst gewählten und selbstbewussten) Einsatz der Frauen im häuslichen und sozialen Bereich stärker achtet - und nicht abwertet.
Unsere Gesellschaft braucht Mütterlichkeit -und Verantwortlichkeit! Und das sogar ganz dringend.
Almut Rosebrock, Aktionsbündnis "Gerne leben mit Kindern", www.glmk.de
Die Kundgebung begann um 11 Uhr auf dem Markt von Karlsruhe, der auch "Platz der Verfassung" genannt wird. In jeweils 10-minütigen Redebeiträgen gab es eindrückliche und sehr ernsthafte Gedanken - Videomitschnitte finden sich hier. Ein Redner rief alle Richter des Bundesverfassungsgerichts namentlich und einzeln dazu auf, bitte die Zustimmung zu verweigern und die Verfassungsmäßigkeit des ESM nicht zu bestätigen.
Es gibt im Volk inzwischen Zweifel, ob das BVerG tatsächlich eine unabhängige Instanz ist - oder ob es bereits "unter der Fuchtel" von Merkel und Co. bzw. der Banken und ihrer Lobby stehe. Darum wird die Entscheidung aus Karlsruhe in großer Bewegung und Unruhe erwartet. Die Demo-Teilnehmer sind sich einig, dass ein NEIN, ein STOPP für den ESM dringend erforderlich sei - sonst sehen sie die Demokratie in Deutschland und in Europa in höchster Gefahr! Der ESM nimmt den nationalen Parlamenten zu einem großen Teil die Haushaltshoheit! Dabei sind seine ernannten "Verwalter", die "Gouverneure", die nicht demokratisch bestimmt werden, immun - und niemandem Rechenschaft schuldig, auch nicht den nationalen Parlamenten - über die vielen Milliarden, die die Euro-Staaten, und Deutschland an vorderster Stelle, für so zweifelhafte und "ungefähre" Ziele wie "Bankenrettung", "Rettung von ganzen Staaten" aus Steuergeldern "hinblättern" sollen. (Warum nicht Rettung bzw. Unterstützung unverschuldet pleitegehender Firmen hierzulande? - oder "Rettung" für immer mehr Familien und auch Rentner, die im "reichen"? Deutschland in sehr prekärer finanzieller Notlage leben müssen - oder ...? Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Was hier weg geht, fehlt zwangsläufig woanders!))
Wer (oder was?) setzt die Schwerpunkte in der aktuellen Politik? Es besteht der Eindruck, dass gewaltige Lobbies unsere führenden Politiker wie "Marionetten" in der Hand haben. So wurde auch geäußert, dass, bei Zurückweisung des ESM in seiner jetzigen Form, tiefgreifende Konsequenzen in der Politik zu ziehen sein werden! (Konkret wohl auch der Rücktritt von Angela Merkel, W. Schäuble, und anderen Verantwortlichen!)
Die Reden wurden vom Publikum mit frenetischem Beifall, Zustimmungs-, und, wo passend Buh-, Pfui-, "Zurücktreten-" und "Wir sind das Volk"-Rufen (zum Teil minutenlang!) verstärkt, untermalt und "kommentiert". Aufgelockert wurde die mehrstündige Kundgebung unter anderem durch Musik des Liedermachers Fantareis, der in pfiffigen Texten u.a. fordert, die Banker und die Regierung vor Gericht zu stellen. Frau Merkels "Alternativlosigkeit" in der Politik wurde in stärkstem Maße kritisiert.
Durch Originaleinspielungen von Redeausschnitten der Kanzlerin und von Herrn Schäuble wurde deutlich, wie stark der Widerspruch zwischen Reden und Tun ist !!!
In Madrid wurden aktuell auf Demonstrationen wieder Transparente gezeigt, die Angela Merkel mit Adolf Hitler vergleichen. Und das nicht zum ersten Mal! Kritische Mitbürger empfinden das und Ähnliches als eine sehr ernste Bedrohung für den FRIEDEN in Europa! Es kann, es darf so nicht weitergehen! Das war die einhellige Meinung der Demonstrationsteilnehmer. Manchen stand die Enttäuschung - und auch Verwunderung darüber ins Gesicht geschrieben, dass nicht noch mehr Demonstranten dabei waren. Es zeigt sich - und das wurde auch geäußert - dass es nicht einfach ist, Bekannte für dieses so wichtige Thema zu sensibilisieren und zum Protest zu aktivieren. Woran das liegt, darüber kann man nur mutmaßen.
Sind die Deutschen zu dumm?
Sind sie zu bequem?
Zu selbstzentriert?
Oder bereits so eingelullt durch "Schönredepolitik" bzw. Manipulation, dass sie nicht merken - es vielleicht auch gar nicht merken wollen - was aktuell passiert? Wir befinden uns an einem Wendepunkt für Europa!
Um 13:45 Uhr setzte sich der Demonstrationszug - angenehmerweise nur von wenigen Polizisten begleitet - in Bewegung in Richtung des Neubaus zum Bundesverfassungsgericht. Die zahlreichen Transparente, die bereits die Kundgebung begleiteten, wurden dabei mitgetragen. Die Rufe lauteten: "Jetzt oder nie - Demokratie" und dann, nach einer "Schweigeminute" vor dem Gerichtsgebäude, minutenlang "Wir sind das Volk!" (der Ruf der DDR-Bürger vor dem Mauerfall!).
Mit einem "Freien Podium", auf dem auch den Initiatoren großer Dank für die Organisation dieser Veranstaltung ausgesprochen wurde und noch ein wenig Musik erklang, endete die offizielle Veranstaltung gegen 15:30 Uhr wieder auf dem Marktplatz. Zum Ausklang traf man sich in einem griechischen Restaurant - und so konnte auch ich, die ich aus Bonn angereist war, noch weitere Aktive und Demo-Teilnehmern näher kennenlernen, Kontaktdaten und Gedanken austauschen. Die Eindrücke dieses 8.9.2012 in Karlsruhe werden noch lange in mir nachwirken.
Der Mensch strebt im Innern zutiefst nach Sinn, Beständigkeit und Liebe. Die am tiefsten sinngebende, charakterformende und anspruchsvolle menschliche Aufgabe, die Erziehung des Nachwuchses, soll nach Willen heutiger Politiker zunehmend „outgesourct“ und von Professionellen erledigt werden. Anerkennung für ihre Leistung erhalten selbst Erziehende heute nicht, das widerspricht der „Emanzipation“.
In der Shell-Jugendstudie betonen die befragten Jugendlichen dagegen vor allem den hohen Wert, den der erfahrene Rückhalt, die Liebe in der Familie für sie hat.
Die offizielle Politik „gönnt“ den Familien immer weniger gemeinsame Zeit! Vor allem Mütter, die arm sind, sollen durch Elterngeldstreichung möglichst sofort in irgendeine Erwerbsarbeit getrieben werden – aber auf welchen Arbeitsplätzen? Und was wird dann mit den Babies – wenn sie nicht schon vorher „abgetrieben“ wurden?
Das grundsätzliche Misstrauen der aktuellen Politik gegenüber Familien ist unübersehbar.