Denn es sagt, wie man sich „bei Hofe“ zu verhalten hatte. Und das Grimmsche Wörterbuch der deutschen Sprache konkretisiert: „fein, gesittet, artig“.
Wer einem anderen erklärt: „Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen“, der ist unbestreitbar nicht höflich.
Che Guevara über die Exekution von Eutimio Guerra am 17. Februar 1957
Es geschah auf einer dieser merkwürdigen Stehpartys, bei denen nur der Gastgeber alle – und sonst niemand irgendjemanden – kennt.
An dieses Fernsehformat fühlte ich mich am 10. und 11. April dieses Jahres wieder erinnert, als ich in meiner Lokalzeitung von neuen EU-Rechtsquellen las. Nachdem man dort „in Brüssel“ bekanntlich verfügt hatte, daß Kulturorchester künftig nur noch eingeschränkt Musik von Wagner, Bruckner und Mahler interpretieren dürfen, weil die einfach zu laut komponiert haben, traf der allerbrandneueste Gag der eurokratischen Legislatur jetzt die bundesdeutschen Mattscheiben: Das EU-Parlament habe, hieß es, die EU-Kommission aufgefordert, ein Gesetz auszuarbeiten, demzufolge ARD und ZDF nur noch unsynchronisierte Filme und Beiträge in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln senden dürften.
Am selben Tage berichtete meine Lokalzeitung darüber hinaus, ein CDU-Politiker namens Dieter-Lebrecht Koch, seines Zeichens EU-Parlamentarier und Mitglied des dortigen Verkehrsausschusses, wolle ein weiteres Projekt dringend vorantreiben: Werde der Airbag eines Autos unfallbedingt ausgelöst, setze ein Bordsystem sogleich einen Notruf ab.