1933
Welche Assoziationen löst diese Jahreszahl aus?
Zuerst jene über die Folgen des „Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich“, also des „Ermächtigungsgesetzes“, das mit einer Zweidrittelmehrheit wie für eine Verfassungsänderung vom Parlament beschlossen wurde und das der nationalsozialistischen Regierung außergewöhnliche Vollmachten übertrug. Das Parlament hatte die verheerenden Folgen der Aufweichung des bürgerlichen Rechts falsch beurteilt.
Otto Braun, von 1921 bis 1932 mit nur einer kurzen Unterbrechung sozialdemokratischer Ministerpräsident des Freistaates Preußen, antwortete später auf die Frage, was zu Hitler geführt habe, stets nur einsilbig: „Versailles und Moskau“. In der Tat, kürzer lässt es sich nicht auf den Punkt bringen.
Heute macht man es sich zu leicht, die nationalnarzisstische Form des Sozialismus selbstgerecht aus der Perspektive der geschichtlichen Erfahrung zu verurteilen. Die Menschen der Jahre nach der demokratischen Wahl der Nationalsozialisten und der Ernennung Adolf Hitlers durch den auch durch die Sozialdemokraten gestützten Reichspräsidenten Hindenburg konnten das in den ersten Jahren nach 1933 noch nicht übersehen. Denn dem über die gesamte Weimarer Epoche andauernden Bürgerkrieg zwischen Rot- und Braunsozialisten setzte die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein Ende. Es wurde erst einmal friedlicher im Lande.
Das Elend der im Zuge dessen Ausgegrenzten hielten die opportunistischen Massen für die unvermeidbaren Späne, die vorübergehend beim Erhobeln einer neuen Ordnung herunterfallen würden. Administrative Maßnahmen der Nationalsozialisten leiteten eine in Europa singuläre, kreditfinanzierte Sonderkonjunktur ein, die Aufkündigung des Versailler Diktats sorgte für die Wiederherstellung der nationalen Selbstachtung, die Gesellschaft wurde nationalsozialistisch umerzogen und mit roten Fahnen geschmückt. Die Stimmung der zahlreich zum NS-Hauptstrom übergelaufenen proletarischen Massen war lange Zeit euphorisch, die Erfolge Hitlers beeindruckten die Welt und fanden zahlreiche Bewunderer auch bei den späteren Kriegsgegnern.
Nur integere und gebildete Charaktere waren fähig abzusehen, welche Folgen diese Politik haben könnte. Die schleichende Aushöhlung des bürgerlichen Rechts bemerkten zuerst jene, die sich in der Rolle der Parias wiederfanden und die Rechtsgelehrten, die diese zu verteidigen hatten, wovon Sebastian Haffner in seinem Tagebuch „Geschichte eines Deutschen“ ein beeindruckendes Zeugnis ablegt, indem er seine Gewissensqualen als Rechtsassessor und die Resignation seines Vaters beschreibt. Wache Menschen gerieten über die gesamten 30er Jahre hinweg in eine immer quälender werdende Minderheitenposition, wenn sie sich gegen den selbstherrlichen Zeitgeist stellten. Hier bietet auch Joachim Fest in seinem letzten Buch „Ich nicht!“ mit der Darstellung der Isolierung seines Vaters durch die Macht der Schweigespirale eine Beschreibung, die vielen Nicht-Sozialisten heute wieder sehr vertraut ist:
Je zentralistischer die Bürokratie, je durchgreifender und einschüchternder die Macht über die ihr ausgesetzten Menschen, je aggressiver und räuberischer die Umverteilung, je willkürlicher das Recht, desto sozialistischer, also linker der Staat.
Und umgekehrt:
Je subsidiärer das Gemeinwesen, je höher die Verantwortung des Einzelnen für sich selbst und seinen Nächsten, je verlässlicher das Recht, je freiwilliger die Solidarität, je selbstloser die Barmherzigkeit der Gesellschaft, desto gerechter der Staat.
Die Selbstdefinition „National-Sozialist“ ist kein Etikettenschwindel. Das Links-rechts-Schema ist eine innerlinke Abgrenzungspolemik gegen die Konkurrenz der sozialistischen Brigaden untereinander. Da jedes Ding zwei Seiten hat, hat auch das sozialistische Lager eine linke und eine rechte. Nationalsozialisten im eigenen Milieu rechts einzuordnen, ist daher legitim. Diese Einteilung jedoch darüber hinaus auszudehnen und zu behaupten, rechts der nationalen Sozialisten könne oder dürfe es nur noch Verbrecher geben, illustriert deutlich die Beschränktheit und Intoleranz der Sozialisten in den sozialdemokratischen Blockparteien des deutschen Bundestages.
Wenn es rechts und links nur Sozialisten gäbe, was wäre dann in der Mitte? Gemäßigte Sozialisten? Aber Sozialisten in jedem Falle?
Die infame Absicht dahinter ist offenkundig: Der „Kampf gegen rechts“ soll jeden kriminalisieren, der nicht linksideologisch angepasst ist – und zwar über das eigene sozialistische Lager hinaus. Hier sind sich die Demokraten im Reichstag einig, da sind sie Traditionalisten. Es kann jedoch keinen Zweifel geben, dass Nichtlinke wie Konservative, Religiöse wie Libertäre rechts der Sozialisten stehen, natürlich auch rechts der nationalen Sozialisten. Rechts der durch die Wächter der „Political Correctness“ ideologisch gleichgeschalteten Massen ist überhaupt erst Freiraum für Freiheitliche, dort beginnt die Welt des selbstverantwortlichen Menschen. Links der Linken kommt tatsächlich nur noch die Wand, vor der schon Marxisten, Leninisten, Stalinisten, Hitleristen und Maoisten stehen und ihre Gegner beseitigen.
Alle Linken gemeinsam haben sich für die systematischen Massenmorde und Pogrome des 20. Jahrhunderts zu rechtfertigen, denn diese Verbrechen entspringen der Hybris, die alle Sozialisten eint: das Streben nach der uneingeschränkten Macht im homogenen Volks- beziehungsweise Bevölkerungsstaat.
Dieses Streben bedient sich heute des Brecheisens der umgekehrten Rassenpolitik: „Multikulti“ als Lügenwort für Massen-„Kultur“ hat die Aufgabe, durch gegenseitigen Anpassungsdruck die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen. Das Ergebnis ist das gleiche wie bei den Nazis: Ein gleichgeschalteter Bevölkerungsbrei, den nichts mehr verbindet als die Abhängigkeit vom vormundschaftlich-diktatorischen Regime. Aus Nationalsozialisten sind Supranationalsozialisten geworden, mit einem Maoisten namens Barroso als Führer in Brüssel.
An der europäischen Brutstätte des Jakobinismus werden heute wieder totalstaatliche Ziele durch demokratische Politiker gegen den Willen der Bevölkerung durchgedrückt. Damit befinden sich die Blockparteien des Parlamentarismus bereits wieder im Vorhof des universalen Menschheitsverbrechens. Parteiendemokratie war immer die Vorstufe des Sozialismus. Sozialismus ist in der Form der Demokratie stets ein Selbstläufer, der seinen Weg über die Erosion des Rechts geht.
Die „modernen“ Zeitgeistverfechter sollten sich hüten, mit dem Finger auf Nazis zu zeigen. Denn dieser Finger spiegelt sich in der Geschichte und zeigt auf sie zurück. Sozialisten haben immer Grenzen niedergerissen, zuerst Ländergrenzen, dann Währungsgrenzen – mit ihnen kulturelle, religiöse und ethische. Und heute gehen sie in ihrem Gleichheitswahn so weit, jede Schamgrenze niederzureißen, etwa durch Gender Mainstreaming.
Sozialisten hatten noch nie Hemmungen, das menschliche Selbstverständnis zu erschüttern und die Massen so lange an ihrer Eigenwahrnehmung zweifeln zu lassen, bis ihre Kultur unter dem Anpassungsdruck des Kollektivismus zusammengebrochen ist.
Gemeinsam sind allen Spielarten des Sozialismus ein aggressiver Atheismus und ein Totenkult, den die zeitgeistkonformen Teile der Bevölkerung auf der Kleidung oder auf die Haut tätowiert zur Schau tragen – den Totenkopf. Um einer Kultur des Todes Platz zu machen, erfolgt der Angriff auf das Leben entweder direkt, mittels organisierter Gewalt, oder indirekt, durch die organisierte Demontage lebensbejahender Strukturen wie der Familie und der Religion.
Die heutige „Antifa“ ist nichts als eine Spiegelung des Gegners innerhalb des eigenen Wirkungskreises. Den dahinterstehenden Charakteren bietet das Regime die Möglichkeit der eigenen moralischen Aufwertung durch das risikolose Ausleben von Ressentiments gegen die vom demokratischen Staat definierten Parias. Irgendeine Gruppe ist im Sozialismus, auch in der noch sozialdemokratischen Version, immer der „Staatsfeind“. Dabei spielt es keine Rolle, ob die angegriffenen Personen je geltendes Recht gebrochen haben – die Zugehörigkeit zur falschen Seite genügt.
2012
Welches Erschrecken wird diese Jahreszahl zukünftig auslösen? Wieder Assoziationen an ein Ermächtigungsgesetz?
Schlimmer noch. Diesmal ging es auch ohne parlamentarische Zustimmung, nämlich durch glatten Rechtsbruch. Alle Weichen zu einer supranational-sozialistischen Diktatur sind im Schicksalsjahr 2012 gelegt worden. 2012 ermächtigten sich nicht gewählte Kommissare und Gouvernanten der EUdSSR zu uneingeschränkter Macht, stellten sich durch Immunität außerhalb des Rechts, brachen geschriebene Gesetze und das Selbstbestimmungsrecht der Völker, zerstörten die Nationalwährungen und betrieben eine unbegrenzte Geldmengenausweitung, trieben Gemeinwesen in Resignation und Verbitterung, und zwar ohne die Zweidrittelmehrheit, die ein Adolf Hitler mit seiner sozialistischen Arbeiterpartei noch nötig hatte. Der Zweck heiligt indes wieder die Mittel, das Volk wird ignoriert und kurz gehalten, und das Fiat-Money-Kartell finanziert abermals die Geschichte. Die Notenbanken der westlichen Sozialdemokratien narkotisieren heute die Völker mit der beliebig vermehrbaren Droge Papiergeld, die Geschäftsbanken betätigen sich als Gelddrogendealer und korrupte Politiker sichern damit ihre Macht und Versorgung.
Alles zusammen zerrüttet die religiös, kulturell und demographisch ausgebluteten, westlichen Sozialdemokratien und zerstört das Subsidiaritätsprinzip, indem es den Menschen die Solidarität oder Nächstenliebe sozialstaatlich abkauft. Die in Brüsseler Gesetze gegossene Anmaßung von Wissen zerstört die Prognosekraft des Marktes und führt zu planwirtschaftlichen Fehlverteilungen, die dann wieder durch die Einschränkungen der bürgerlichen Freiheit korrigiert werden.
Macht konzentrieren, die Wirtschaft ideologisch zuschneiden, das Naturrecht verspotten, Grenzen einreißen, Identitäten zerstören, Tabus brechen, Religionen verhöhnen, Menschen vermassen: Das ist bis heute der Kern sozialistischer Allmachtsphantasien, die auch das deutsche Parlament wieder beherrschen.
Auf einem Plattenbau im Zentrum Dresdens prangte früher in großen Lettern das Statement: „Der Sozialismus siegt.“ Und die Dresdner sächselten weise: „Dr Sozialismus siecht.“ Es ist an der Zeit, ihn zu überwinden. Am Ende ist es eine Frage der Selbstachtung - und des Überlebens.
Dieser Artikel erschien in der Mai-Ausgabe 132 des ef-magazins
Dazu hat er in bewährter NS-Tradition 500 Blechschilder mit dem Aufdruck: „KEIN ORT FÜR NEONAZIS" an allen öffentlichen Gebäuden anbringen lassen. Die Schilder zeigen schwarze Symbolik auf gelbem Grund. Fehlt dem Mann jeder Instinkt? Oder erleben wir hier nur Kontinuität: Jeder Generation ihre sozialistische Säuberung von „Staatsfeinden"?
„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus." schrieb Ignazio Silone (1900-1978).
Wann kommen nun die Schilder mit der Aufschrift „NUR FÜR DEMOKRATEN" an die Parkbänke? „NAZIS RAUS"-Graffitti haben sich ja schon eingebürgert. Die Kampagne „DEMOKRATEN, WEHRT EUCH, KAUFT NICHT BEIM NAZI" wird mit diensteifriger Schützenhilfe der Staatsmedien bei Thor-Steinar-Läden und Nicht-Linken-Lokalen praktiziert. Die üblichen Denunzianten, die sich der Macht anbiedern und wichtig machen, kommen für ihren „Protest" gegen die Steinar-Läden in die Medien und werden als „couragierte Bürger" von der Bundeskanzlerin empfangen, wie gerade geschehen.
Es wird in erprobter, rotbrauner Sozialisten-Manier ein Staatsfeind mit Steuermitteln und Führung durch den „Sicherheitsdienst" als Propagandamittel und Sündenbock gepflegt. Der Schleswig-Holsteinische Innenminister Schlie hat gerade verkündet, die NPD in Schleswig-Holstein hätte ca. 200 Mitglieder. Rechnen wir die lupenreinen Demokraten in der Parteiführung und den Ortsverbänden ab, die von Herrn Schlies Innenministerium das Gehalt beziehen, dann kommen auf einen NPDler in SH drei politisch korrekte Schilder - aber nur in Kiel. Die NPD beherbergt sicher eine handvoll Hardcore-Nazis, die verteilen sich aber über das ganze Bundesland und sind selten in Kiel. Den Kieler National-Sozialisten dürfte so wohl mit 100 Schildern pro Mann die Ehre gegeben werden. Ich wohne in Kiel, Nazis sind hier so präsent wie der Wiedehopf. Nun sind auch nicht alle NPDler Kriminelle, es gibt dort auch rechtschaffende Steuerzahler. Sollen sie nun keine Ämter und Gerichte mehr aufsuchen dürfen, obwohl sie diese mit Steuermitteln finanzieren?
Selbst das Kieler Justizministerium empfängt nun mit dem gelb-schwarzen Ausgrenzungsschild. Sind Nicht-Linke bereits vogelfrei? Menschen aufgrund ihrer Gesinnung, Religion oder Volkszugehörigkeit auszugrenzen, staatlich zu schikanieren und zu kriminalisieren und das Recht zu verweigern, ist gängiger Bolschewisten- und Nazi-Stil. Die durchsichtige Schilderaktion gegen den "geführten Staatsfeind" dient wie üblich der Tarnung der kriminellen Machenschaften des politisch-finanziellen Komplexes bei der Enteignung des Volksvermögens zugunsten korrupter demokratischer Regime, der Errichtung einer Euro-Diktatur und der Enteignung der €-Germanen zur Finanzierung von Raubkriegen gegen die demokratieresistenten, religiös verfassten Völker. Gern bevorzugt, wenn sie auf Rohstoffen sitzen.
Auch die beiden einzigen relevanten Mitglieder einer deutschen „terroristischen Untergrundbewegung" haben unter staatlicher Aufsicht gemordet. Sie wurden dann anschließend unter unglaubwürdigen Umständen tot aufgefunden, um im Anschluss all jene in die Nähe von Kriminellen und Mördern rücken zu können, die nicht mit dem herrschenden Regime konform sind. Die national denkenden Bürger Deutschlands und Europas sind so rechtschaffen wie andere auch, sie stehen lediglich dem Projekt der Zerstörung der Nationen und Religionen zur Errichtung der Weltherrschaft der Finanzoligarchie im Wege. Der bekennende Atheist und Sozialdemokrat Albig ist aktiver Teil dieses Systems.
Hier und heute läuft das ganz große Verbrechen. Der Terror geht vom parteidemokratischen Staat aus. Deshalb ist seine totale Niederlage auch nur noch eine Frage der Zeit. Dann ist hoffentlich endgültig KEIN ORT mehr FÜR SOZIALISTEN, welcher Spielart auch immer.
Würde ein „Nord-Euro“ die „Identität“ wieder herstellen, wie es sich Hans-Olaf Henkel vorstellt? Wer würde da seiner Meinung nach hineinpassen: Deutschland, Österreich, Holland, Flandern, Schweiz – vielleicht noch die Kronländer Österreichs: da wäre das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (HRR) beisammen. Plus Skandinavien? Das wäre eine germanische Union. Auf der anderen Seite macht er den „Süd-Euro“ im mediterranen Olivengürtel aus: Das Römische Reich. Hier offenbart sich eine 2.500 Jahre andauernde historische Kontinuität.
Es verdichtet sich die Gewissheit, dass das Euro-Experiment durch seine Widersprüche einen nie unterbrochenen geschichtlichen Fluss wieder sichtbar macht. Diesen kann man nun mit Gewalt unterdrücken wollen – was offensichtlich zum Scheitern verurteilt ist, oder man kann sich Gedanken machen, wie man den ideologischen und pekuniären Damm bricht, der das Wasser von unseren trockenen, aber nicht toten Wurzeln deutscher Geschichte fernhält. Die Wiederaufnahme der heiligen Reichsgeschichte würde auf Sezession hinauslaufen: Sezession und Reichsgründung sind kein Widerspruch. Sezession bedeutet in diesem Zusammenhang das, was andere unter dem Europa der Vaterländer verstehen – ohne Bundes- oder europäischen „Lastenausgleich“, vulgo sozialistische Umverteilung. Die „schottische Lösung“, die 2014 eine Abstimmung über die Unabhängigkeit von London vorsieht, markiert andernorts bereits den Weg. Sezession würde den Wettbewerb der Ideen wieder in Gang setzen, welche die EUdSSR-Bürokratie bereits erstickt hat: Wieso trafen sich Wieland, Schiller, Herder, Goethe und andere Geister in Weimar? Weil man im Deutschen Reich zu Fuß emigrieren konnte.
Die religiös und kulturell verbindende Reichsidee der Deutschen ist keine Romantik, sondern der Respekt vor dem Lauf der Geschichte. Sie setzt Identitäten frei und sorgt für kulturelle Vielfalt, erfüllt eigentlich alle Ansprüche, die jene linke Multikulti-Propaganda erhebt, welche doch nur Kultur einebnen und um des sozialistischen Gleichheitswahns willen zerstören will. Die Voraussetzung für die Wiederaufnahme der deutschen Geschichte wäre die Entmachtung der politischen Parteien, jedoch nicht durch Verbot, sondern einfach durch die Einstellung der Parteienfinanzierung. Nach dem anstehenden Systemkollaps wird sich der strukturell linke Parteienstaat ohnehin soweit diskreditiert haben, dass ihm der Weg in die Restauration durch Zwangsgebühren (Parteienfinanzierung) versperrt wird. Schlanke, effiziente Staatsverwaltung funktioniert besser ohne Parteien, wie es Preußen vorgeführt hat.
Nicht einmal das geltende Parteiengesetz sieht die Herrschaft der Parteien vor, sondern nur die Herrschaft einer gewählten Regierung. Der Parteienstaat ist ein auf Kredit gekauftes und von Dilettanten beherrschtes Raubsystem, dessen Existenzbedingung der Verbrauch von Zukunftsressourcen ist. Sind diese verzehrt, fällt die Gesellschaft in das Loch des Raubbaus, welches in der demokratischen Periode ausgehöhlt, jedoch nie rekultiviert wurde. Der Nihilismus und der dadurch bedingte demographische Verfall einer Demokratie bestimmen stets zuverlässig ihr natürliches, historisches Ende. Mit Kinderlosen, Größenwahnsinnigen, Opportunisten und Dilettanten ist auf Dauer kein Staat zu machen, denn durch sie regiert ein eitler Narzissmus, welcher sich in maßlosem Gestaltungswillen, in Inkompetenz und durch die Gier nach Bedeutung und Macht manifestiert. Die Spirale der Dekadenz treibt den Nihilismus an, jene autoaggressive Allergie einer durch das Leben nicht mehr geforderten Gesellschaft, die alle Lebensrisiken sozialisiert (Europa) oder anderen auferlegt hat (USA) und welche gezwungen ist, sich selbstzerstörerische Reize zu verschaffen, die ihr Lebendigkeit vermitteln sollen.
Parteiendemokratie im Endstadium wird den Reiz und die Erlösung im Krieg suchen. Die aktuellen Planungen für einen Raketenschutzschirm können als Kriegsvorbereitung für den anstehenden Waffengang im Nahen Osten interpretiert werden. Wenn das Angloimperium sich dort das Stalingrad geben will, dann gibt es danach ein Machtvakuum, in welches nur stoßen kann, der die Zeit davor genutzt hat, um sich vorzubereiten. Dazu braucht es aber Leute, welche sich um der Sache willen persönlich zurücknehmen, weswegen man in den „modernen“ Parteien vergebens nach ihnen sucht.
Kommunismuserfahrene haben erlebt, dass eine gewaltige, erdrückende, hochgerüstete, perfekt organisierte Macht des scheinbar Unabänderlichen aus der Perspektive des Ausgelieferten noch sehr viel Raum für couragierte Auswege lässt. Es ist der klassische Märchenstoff von den tumben Riesen und den gewitzten Zwergen, welche die Mächtigen mit ihren eigenen Mitteln manipulieren.
Doch es wird erst in der Not gehen. Not tut not und wie es aussieht, bekommen wir die demnächst. Diese Not nach dem Kollaps der Umverteilungsschuldsysteme wäre ganz ohne Zynismus ein Segen. Sie wird die Disziplin vor den Zehn Geboten befördern, welche auch ein Atheist ohne Not einhalten kann.
Für die Rückgabe der personalen Solidarität an die „Kleinen Kreise“ und die Durchsetzung des Subsidiaritätsprinzips braucht man nicht einmal eine Verfassungsänderung. Es geht nicht darum, Altes zu erneuern, sondern Neues zu „altern“, also das Neue gleich mit der Erfahrung des Alten abgeklärt zu errichten. Die Qualität des bevorstehenden Zusammenbruchs wird Zeit und Raum dafür schaffen. Man bedenke, wie lange es nach dem Zusammenbruch Roms am Ende der Antike dauerte, bis es über Chlodwig und Karl endlich zur ottonischen Ära kam. So ist es das vermutlich Einzige, was wir versuchen können, nach dem Zusammenbruch des heutigen „Rom“ gleich – weil gut vorbereitet – mit einer ottonischen Ära zu beginnen und so einige Jahrhunderte zu sparen.
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (962 bis 1806) ist das Ufer, von dem es nach dem Ende des demokratischen Eurojakobinertums eine Brücke in die Zukunft Deutschlands und Europas zu schlagen gilt. Man erwirbt sich nur Achtung durch kraftvolle, friedfertige Weisheit im Handeln und nicht durch die Erziehung anderer Nationen nach dem eigenen Bilde unter der Fuchtel von bolschewistischen „EU-Kommissaren“ („bolschoi“ (Russisch) bedeutet „groß“, im Sinne von Übermacht).
Der Wunsch nach einer zeitgemäßen Adaption der Geschichte, im Sinne einer Alternative zwischen englischem Wikingerstaat und deutschem Ordensstaat (siehe auch Oswald Spengler: „Preußentum und Sozialismus“) schlummert unauslöschlich im Unterbewusstsein der Deutschen. Die Ausdrücke „Reich“ und „Empire“ sind nicht ineinander zu übersetzen, denn sie spiegeln den gegensätzlichen deutschen Ordensgeist und den englischen Wikingergeist wider. Der mittelalterliche deutsche Reichsgedanke ist nicht imperialistisch, der des englischen Empire ist es ausschließlich. Das Deutsche Reich verkörperte Heimat und Schutz der deutschen Glaubens- und Seelenlandschaft, das Empire (nach der Translatio imperii das Angloimperium) die Weltherrschaft. Demnach hat es kein Drittes Reich gegeben, denn Hitlers Staat war imperialistisch. Nicht einmal das zweite Kaiserreich verdient diese Bezeichnung, nicht zuletzt wegen der Exklusion Österreichs sowie Bismarcks „Kulturkampf“. Ein Deutsches Reich im ursprünglichen Sinne käme dem „Europa der Regionen“ sehr nahe.
Der Kaiser hatte im Reich die Aufgabe, Recht und Landfrieden zu sichern, ohne die Selbstverantwortung der Fürsten zu beschneiden – der Verantwortung wegen erhielten sie ja das Lehen. Lief ein Fürst expansiv aus dem Ruder, konnte der Kaiser Truppen ausheben und dem Friedensbrecher das Lehen entziehen. Andererseits wählten die Kurfürsten den Kaiser. Das Gottesgnadentum, das heißt die Unterwerfung des Kaisers unter das Naturrecht, also die göttliche Ordnung, wurde durch die Kaiserkrönung sichergestellt. Nur der Papst konnte diese vornehmen.
Nach den Erfahrungen nach 1918 kann die Erkenntnis gelten, dass der nicht durch das monarchische Gottesgnadentum legitimierte „Beamtenstaat“, welcher heute wieder mit dem laizistischen EU-Sozialismus erzwungen werden soll, zuverlässig in den Totalitarismus führt.
„Wahres Gottesgnadentum ist die Erkenntnis, dass alle Macht von oben kommt, dass sie daher nicht unbeschränkt sein kann, weil sie sich stets auf die obersten sittlichen Grundsätze, auf das göttliche Naturrecht beziehen muss und diesem unterworfen ist. Gottesgnadentum ist daher nicht nur die Grundlage der legitimen Macht, es ist, noch mehr als dies, der sicherste Schutz jener, die der Macht unterworfen sind. Richtig verstandenes Gottesgnadentum ist die stärkste Garantie, die ein Staatsbürger haben kann“ (Otto von Habsburg). Deshalb war das Deutsche Reich bereits 1806 auf Eis gelegt, Napoleon kein Kaiser, wie auch folgende, die sich so nannten, keine waren.
Geschichte ist Heilsgeschichte, also Gottes Heilsplan folgend, so ungeheuerlich sie sich auch darstellen kann. Die 89er-Revolution hätte auch ganz, ganz anders ausgehen können, und dass die Friedensgebete den Frieden erhalten haben, steht außer Zweifel. Die 89er-Revolution kam aus den Kirchen, der Herr ließ das kommunistische Regime ohne Blutopfer mit sanfter Hand verschwinden, wir erlebten die Gnade eines liebenden Christengottes. Die Gewalt der anstehenden Revolution kommt aus den Tempeln des papiernen Mammons und symbolisiert den Gegensatz zwischen göttlichem Frieden und mephistophelischer Verführung. So laufen wir Gefahr, die Ungnade eines durch Alttestamentarier und Mohammedaner verehrten strafenden Gottes zu erleben.
Doch die Zeit, die wir noch haben, der Wiederholung des 1945er-Traumas zu entgehen und unserem durchgeistigten, kalten, rationalen System wieder organisches Leben – eine Seele – einzuhauchen, ist nicht abgelaufen. Eine zeitgerechte Annäherung an die mittelalterliche Reichsidee würde den Faden unserer Geschichte wieder aufnehmen und zu einer Renaissance durch die Regeneration eines befriedeten, durch seine Kulturlandschaft geprägten Individuums führen.
Wenn das Selbstbestimmungsrecht der Völker für arabische Palästinenser gilt, dann gilt es auch für deutsche Preußen, Schwaben, Thüringer, Franken, Friesen, Sachsen, Bayern, Alemannen. Was den Schweizern die Eidgenossenschaft, darf den Deutschen das heilige Friedensreich sein.
Der Kreisauer Kreis hat wesentliche Vorarbeit zur Zukunft des „Heiligen Deutschlands“ geleistet, und Stauffenberg hat es bei seiner Hinrichtung (21.07.1944) bereits ausgerufen, sehr wahrscheinlich lebt es also schon. Das konstituierende Wesen dieses Sterbeaktes eines menschlichen Samenkorns hat den Pflock eingerammt. Der 21. Juli ist der harrende deutsche Nationalfeiertag. Im Beschlusspapier der zweiten Kreisauer Tagung vom Oktober 1942 (Anmerkung: Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad am 31. Januar 1943) heißt es:
„Staatsaufbau: Das Reich ist die oberste Führungsmacht des deutschen Volkes. In seiner politischen Gestalt müssen sich echte Autorität und echte Mitarbeit und Mitverantwortung des Volkes verwirklichen. Sie steht auf der natürlichen Gliederung des Volkes: Familie, Gemeinde, Landschaft. Der Reichsaufbau folgt den Grundsätzen der Selbstverwaltung. In ihr vereinigen sich die sittlichen Werte der Freiheit und persönlichen Verantwortung mit den Erfordernissen von Ordnung und Führung. Dieser Aufbau will die Einheit und die zusammengefasste Führung des Reiches sichern und seine Eingliederung in die Lebensgemeinschaft der europäischen Völker ermöglichen. Die politische Willensbildung des Volkes vollzieht sich in Räumen, die für den Einzelnen überschaubar bleiben. Auf den natürlichen Gliederungen der Gemeinden und Kreise bauen sich landschaftlich, wirtschaftlich und kulturell zusammengehörige Länder auf. Um eine wirksame Selbstverwaltung zu ermöglichen, sollen die Länder die Zahl von drei bis fünf Millionen Einwohnern umfassen. Die Aufgabenverteilung erfolgt nach dem Grundsatz, dass jede Körperschaft für die selbständige Erledigung aller Aufgaben zuständig ist, die sie sinnvollerweise selbst durchführen kann.“
Es lebe das Heilige Deutschland!
07. Februar 2012
Beitrag erschien zuerst bei ef-magazin.de