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Not welcome, Mr. Grass!

24. April 2012, 10:54 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , ,

Angesichts der Absicht der SPD-Fraktion im Landtag MV, Günter Grass als Laudator für die Verleihung des Johannes-Stelling-Preises im Juni dieses Jahres zu gewinnen, erklärt die Hochschulgruppe Rostock der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG):

„Alle Bestrebungen, die die antisemitischen Verleumdungen des einstigen SS-Angehörigen als Teil einer demokratischen Kultur hoffähig machen, sind Angriffe auf den Kernbestand des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Norbert Nieszery, der Grass dafür lobte, israel- und iranpolitisch “klar und deutlich Farbe bekannt” zu haben, stellt sich somit auf eine Stufe mit rechtsextremistischen und islamistischen Schönrednern des iranischen Folterregimes. Durch die völkerrechtswidrige  iranische  Politik der Unterstützung des Terrorismus von Hamas und Hisbollah wird der jüdische Staat existentiell bedroht. Grass und offenbar auch die SPD-Landtagsfraktion blenden bewusst diesen Umstand aus, um den Staat Israel als Bedrohung für den Weltfrieden diffamieren zu können.

Ausgerechnet im 20. Jahr nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen zieht die SPD-Landtagsfraktion auf diese Weise jedwedes wirkliche Engagement gegen den Neonazismus in den Schmutz, indem sie –  unter Berufung auf den Kampf gegen den Rechtsextremismus – auf perfide Weise der widerwärtigen Hetzkampagne brauner und anderer Extremisten gegen den jüdischen Staat eine „demokratische“ Aura verleiht.

Jedenfalls halten wir die Anwesenheit Günter Grass‘ in Schwerin oder Rostock für ebenso überflüssig wie in Jerusalem, Haifa oder Tel Aviv.“

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