Amazonas-Synode: Verheiratete Priester am Horizont?

Zieht Papst Franziskus die Priesterweihe von verheirateten Männern in Betracht?

Verheiratete Priester im Amazonas-Gebiet: Diese Diskussion wurde seit einigen Wochen bei dem Vorbereitungstreffen der Amazonas-Synode thematisiert, die im Vatikan für Oktober 2019 angekündigt ist.

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Bischöfe aus aller Welt treffen sich im Vatikan zu »Synoden«, um unter Vorsitz von Papst Franziskus verschiedene kirchenrelevante Themen zu diskutieren

Der von Franziskus eingesetzte Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, eröffnete nunmehr offiziell die Diskussion darüber, ob verheiratete Männer im Amazonas-Gebiet zu Priestern geweiht werden sollten.

Das erinnert an die Familiensynode 2014/15, als Kardinal Baldisseri aus dem Hintergrund heraus manipulierte, um die Synodenväter in eine Richtung zu lenken, nämlich »wiederverheiratete Geschiedene« zur hl. Kommunion zuzulassen– der Kasper-Vorschlag, der nach dem Wunsch von Papst Franziskus durchgesetzt werden sollte.

Der »Amazonas-Vorschlag« geht gleichfalls auf einen Bischof aus dem deutschen Sprachraum zurück: Erwin Kräutler ist österreichischer Missionsbischof, der seit zwanzig Jahren zwar emeritiert ist, aber als Vorsitzender der REPAM (Panamozonisches Kirchennetzwerk) gemeinsam mit Kardinal Hummes im Amazonas großen Einfluss genießt. Das Netzwerk wurde 2014 im Hinblick auf die Synode gegründet und bereitet diese inhaltlich vor.

Kräutler verficht gemeinsam mit Kardinal Cláudio Hummes seit Jahrzehnten das Ziel, für die Missionsgebiete verheiratete Männer zu Priestern zu weihen, Priesterzölibat hin oder her.

Eine »Lockerung« für das Amazonas-Gebiet in Sachen Zölibat würde verheerende Auswirkungen für den Klerus im Rest der Welt haben: Als »Ausnahme« eingeführt, könnte es überall dort »zur Regel« werden – beispielsweise bald in Deutschland – wo angeblich Priestermangel herrscht.

Die Ursachen eines Priestermangels in Deutschland könnten dann außen vor bleiben, ebenso die Identität der katholischen Kirche überhaupt und deren Bild in der Öffentlichkeit.

Sehr fraglich ist überhaupt, ob die Weihe von viri probati eine Lösung der pastoralen Probleme im Amazonas-Gebiet darstellt. Sind verheiratete Männer willens, sich mit ihren Familien in entlegensten Orten unter schwersten Lebensbedingungen niederzulassen? Ist es erstrebenswert, dass ein Familienvater ständig in Trennung von seiner Familie lebt, weil er in den weit verstreuten Gemeinden, die tagelange Reisen erfordern, seinem Dienst nachkommen muss?   

Ein Lebensstil, den zahllose ehelos lebende Ordensleute und Priester selbstverständlich annehmen. Deswegen sollte man sich weiterhin auf deren Tätigkeit verlassen, die in der Vergangenheit großartige Erfolge erzielen konnte, allerdings heute mit stärkerem Schwerpunkt auf ihrer missionarischen Aufgabe. Die Berufung zum Missionspriester ist ein eigener Lebensweg und sollte mehr Anerkennung und Förderung in der Kirche erfahren.

Eine Ausnahme einzuführen, die dann de facto die Regel ändert, sieht nach einer wiederkehrenden Strategie von Papst Franziskus aus, wie man es in anderen Fällen bereits gesehen hat.
Der Schritt von einem »optionalen« Zölibat mancherorts zu einer flächendeckenden Aufgabe der uralten kirchlichen Disziplin ist schnell gemacht und scheint einer der Beweggründe der zukünftigen Synode überhaupt zu sein.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Franz Horste

Es ist mir eigentlich vollkommen egal, was "Pillen-Paule" und andere Seelen-Obervorsitzende vor und nach Franziskus von sich geben. Es kann uns als denkende Menschen nicht tangieren! Wir müssen uns beeilen zu erreichen, dass auch Muselmänner und -Frauen endlich ein gottloses Leben führen. Dann ist nämlich Feierabend mit Menschenopfern, Steinigungen und LKWs auf Weihnachtsmärkten und Straßenfesten. Wir müssen den Migranten Bildung ermöglichen. Religion ist Opium für die Dummen und Wissen ist Macht!
http://wort-woche.blogspot.de/2017/02/kirchen-sollen-sich-nicht-in.html

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Der von Franziskus eingesetzte Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, eröffnete nunmehr offiziell die Diskussion darüber, ob verheiratete Männer im Amazonas-Gebiet zu Priestern geweiht werden sollten.“ …

Mit dem Ziel, dass der Papst auch seine(?) Göttin(?) heiratet, die ihn dann – als Gegengewicht zur der lt. Scharia legalen Bigamie - als Zweitgatten ehelicht???

Wer aber wird dann wohin konvertieren? Oder ist das in diesem Moment ohnehin egal???

Gravatar: Thomas Waibel

Dem Mega-Modernisten und "christlichen" Marxisten Bergoglio ist das Zölibat schon lang ein Dorn im Auge.
Also wird er, Schritt für Schritt, diese - für ihn und sonstige Modernisten - Zumutung abschaffen.

Wenn das Zölibat abgeschafft ist, kann der Reinhard Marx seine Kampfgenossin Frau Käßmann heiraten. Die Tatsache, daß diese Dame geschiedenen ist, wird bald in der "Konzilskirche" kein Ehehindernis mehr sein.

Gravatar: Thomas Waibel

Ekkehardt Fritz Beyer 20.02.2018 - 14:53

Sollte Bergoglio Frau Merkel heiraten, braucht er nicht Protestant werden. Das ist er ja schon.

Gravatar: Norbert Arntz

Sehr geehrte Redaktion!
Ihr Artikel ist der beste Beweis für mangelhafte Recherche bzw. eklatantes Unwissen. Erwin Kräutler ist weder "seit zwanzig Jahren emeritiert" noch Vorsitzender von REPAM. Das ist vielmehr Kardinal Hummes. Und REPAM ist auch nicht im Hinblick auf die Synode 2019 "gegründet", sondern eine Folge der Versammlung von Aparecida 2007. Diese Hinweise genügen, um die "Manipulations"-Tendenz des gesamten Redaktionsartikels zu offenbaren.
Mit kritisch-distanziertem Gruß Norbert Arntz

Gravatar: Thomas Waibel

Norbert Arntz 21.02.2018 - 11:13

Mag sein, daß dem Autor des Artikels zwei Fehler unterlaufen sind.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß an höchsten Stellen der "Konzilskirche" über die Beseitigung des Zölibats stark nachgedacht wird.

Was auch logisch ist.

Warum sollte auch ein junger Mann, der Sozialarbeiter, Psychologe, Sozialpädagoge, linker "Freiheitskämpfer" in Lateinamerika oder sonst was ist, nur kein gottgeweihter Priester, der von der Kirche den Auftrag erhalten hat, das Kreuzopfer in persona Christi darzubringen, nicht heiraten?

Gravatar: Horatio Nelson

Warum schreibt man, "Papst Franziskus"? Was wird mit dem Begriff, "katholische Kirche" gemeint? Wir müssen diese unsinnigen Bezeichnungen zurechtrücken und ein erhebliches Mißverständnis umgehend aus der Welt schaffen. Erstens: Der Titel "Papst" trifft bei diesem Hochstapler in keinster Weise zu. Der Rufname dieses Knülches lautet "Bergoglio". Er ist kein Papst, kein Nachfolger Petri. Denn, nach Kirchenrecht ist er ein verräterischer Krimineller. Er hat Unseren Herrn wiederholt verraten. Hoffentlich hat Der Herr vor, ihn zu verdammen. Zweitens: Seit dem Umsturz mittels des 2. Vatikanums und der folglichen Machtergreifung im Vatikan, hat DAS was die Öffentlichkeit so nett als "katholisch" und "Kirche" bezeichnet, nichts, aber rein garnichts mehr mit der echten katholischen, einzigen Kirche Gottes auf Erden gemeinsam. DAS was die Öffentlichkeit meint sei "katholisch" ist, in der Tat, vorgetäuscht, ein völliger Schwindel und dadurch komplett frevlerisch. Grüße, Horatio Nelson.

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