500 neue Arbeitsplätze in Essen

Zensur der sozialen Netzwerke auf Expansionskurs

Die Masche mit der Beitragslöschung in den sozialen Netzwerken scheint für Menschen mit geringen beruflichen Aussichten eine neue Perspektive zu bieten. So wie ehemalige effektive IM des SED-Staates schon einen Unterschlupf in der Zensur-Branche gefunden haben, so eröffnen sich nun für »Flüchtlinge« neue Horizonte.

Quelle: pi.net
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Das soziale Netzwerk Facebook hat in Berlin ein Zentrum zur Löschung unliebsamer Beiträge aufgebaut. Rund 700 Mitarbeiter sind dort bei der Bertelsmann-Tochter Arvato beschäftigt, um all das, was sanktionswürdig erscheint, zu sanktionieren. Welche Richtlinien genau angelegt werden, ist ein gut gehütetes Geheimnis in den Häusern Facebook und Arvato. Martin Ott, Facebook-Chef Deutschland, schwadroniert in diesem Zusammenhang gerne von »Verantwortung«, der man sich bewusst sei und davon, dass man seine »Anstrengungen im Kampf gegen illegale Inhalte weiter intensivieren« werde. Doch was genau aus seiner Sicht oder der Facebook-Perspektive illegal ist, lässt er weiterhin offen.

Und jetzt wird die Reinkarnation des MfS ausgebaut. In Essen, der einstigen Hochburg des Kohlebergbaus und der Stahlkocher, will Facebook ein neues »Löschzentrum« errichten. Weitere 500 Zensoren sollen dort auf ihren Einsatz gegen die Meinungsfreiheit zunächst geschult und dann auch eingesetzt werden. Auch die Zielgruppe der künftigen hauptberuflichen Mitarbeiter ist klar definiert: sie sollen fließend Persisch, Türkisch, Kurdisch oder Arabisch sprechen.

Das vom UN-Hochkommissar für Menschenrechte als nicht im Einklang mit grundlegenden Menschenrechten stehende Zensurgesetz von Heiko Maas, offiziell Netzwerkdurchsetzungsgesetz (kurz NetzDG), war Ende Juni von der Merkel-Regierung durchgewunken worden. Seitdem steht die Maassche Drohung im Raum, dass Netzwerkbetreiber, die gemeldete Beiträge nicht innerhalb von 24 Stunden löschen, mit einem Bußgeld von bis zu 50 Millionen Euro belangt werden.

Für diese Aufgabe, die durchaus justiziablen Charakter hat, werden also demnächst »Flüchtlinge« eingesetzt. Also Personen, deren Bildungsniveau in der Regel, so haben Studien längst bewiesen, in etwa eines Sechstklässlers entspricht. Über die Sinnhaftigkeit solcher Aktionen darf mit Recht gezweifelt werden.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: karlheinz gampe

Wer als Antidemokrat versucht die bürgerlichen Freiheiten zu beschneiden, gehört in den Knast. Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit. Stellt Maas, der in den Reihen der Antifa mitmarschierte und Merkel vor Gericht. Rede und Meinungsfreiheit sind seit altersher der Grundstein der Demokratie !

Gravatar: Armin Helm

Was das Fratzenbuch betrifft frage ich mich, ob sich das alles lohnt oder ob die nicht letztlich draufzahlen. Wenn die Herrschaften wirtschaftlich denken, sollten sie in Deutschland schließen.

Erniedrigend und zugleich eine neue Dimension des Wahnsinns: Zukünftig entscheiden "Flüchtlinge" darüber, was Deutsche sagen dürfen und was nicht.
Wäre es nicht angebracht vor dem "Löschzentrum" in Essen zu demonstrieren und Mahnwachen abzuhalten?

Gravatar: ropow

Das Erstaunlichste daran ist doch, dass es Menschen gibt, die unbedingt in einem Netzwerk bleiben wollen, dass sie durch willkürliche Sperrungen und Löschungen, Zensur und Gesinnungsterror fundamentaler Freiheiten beraubt, anstatt einfach zu Alternativen zu wechseln, die sich der Wahrung der Meinungsfreiheit und der Verweigerung von Paralleljustiz verschrieben haben:

https://philosophia-perennis.com/2017/04/16/prikk-statt-facebook/

Das müssen dieselben Menschen sein, die aus Sehnsucht nach Kontinuität immer wieder Merkel wählen und nicht bemerken (wollen), dass sie sich damit nur der verhängnisvollsten und erbarmungslosesten Umgestaltung ihres Lebens ausliefern.

Gravatar: Ulli P.

Der nächste Schritt im Staate DDR 3.0: Die noch verbliebenen Gastwirte werden mit sechsstelligen Strafen belegt, weil sie den Stammtisch oder den Tresen zur Verfügung stellen, an welchen regierungskritische Meinungsäußerungen getätigt werden.

Spaß beiseite!

Wer immer noch in Facebook usw. "Mitglied" ist, hat selber Schuld...

Gravatar: Catilina

@Uli P.: nicht nötig. Da kommen ganz schnell "die Guten" von der AntiFa und nehmen den Laden auseinander.

Gravatar: cap

Soweit bekannt ist, war der Bundestag zum Zeitpunkt der Abstimmung nicht beschlussfähig, d. h. regelkonform zu mindestens 50% besetzt. Insofern selbst die Opposition dies nicht festgestellt und gerügt hat, müssten wohl andere Instanzen wie der Bundespräsident oder das Bundesverfassungsgericht die Notbremse ziehen und das Gesetz für nichtig erklären, was es anderen Gründen sowieso ist. D. h. die Rechtsakte die daraus abgeleitet werden sind wirkungslos. Deutschland macht sich lächerlich. Erinnert an das Ermächtigungsgesetz der Nazis, soweit sind wir wieder mit diesem Laden.

Gravatar: Hans

So lassen sich wahrscheinlich viele arbeitslose Parteigenossen in Lohn und Brot bringen. Doch sie produzieren weder Lebensmittel noch Produkte - sondern Nichts! Oder doch? Sie säen Hass und Zwietracht in einer einst soliden, sicheren Bevölkerung.

Gravatar: bekennender Preuße

Alle Kommentare von gampe bis Hans sind wertvoll.
Facebook erst gar nicht belegen, und wenn leider
geschehen, sofort raus. Ebenso Twitter. Wir müssen
dankbar sein, dass es Freie Welt und IDEA (noch) gibt!
Früher hatte man Rückhalt in der evangelischen
Kirche. Diese ist meiner Meinung nach mittlerweile so grün-rot, dass man eher von einer Quasi-Partei als von Kirche sprechen sollte. Ich finde, dass die meisten Bischöfe kaum noch von Gewerschaftsffunktionären
zu unterscheiden sind. Einen wesentlichen Unterschied
gibt es allerdings: Die Bischöfe bekommen ihre exorbitanten Gehälter vom Staat, was die wenigsten
Kirchensteuerzahler wissen.

Gravatar: Duffy

@bekennender Preuße: die evangelische Kirche existiert nicht mehr, sie hat ihre Grundsätze längst über Bord geworfen. Die Aussage Jesu: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, es kommt keiner zum Vater denn durch mich" gilt bei der EKD nicht mehr.
Es ist denen aber egal, wieviele Mitglieder aus Protest austreten, denn man ist schließlich nicht auf uns angewiesen.
http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=1493

Gravatar: schliemanns

@cap: leider liegen sie falsch. Der Bundestag ist nicht beschlussfähig, wenn das explizit in der jeweiligen Sitzung festgestellt und geregelt wird. Das ist nicht geschehen, somit war das Parlament (laut geltendem "Recht") beschlussfähig. Im Übrigen war der Bundestag unmittelbar vor der Sitzung zum Netzwerkdurchsuchungsgesetz brechend voll (Homoehe). Unsere werten Politiker hatten es dann auffällig eilig aus dem Saal zu verschwinden. Hat doch jeder einzelne, der für so ein Grundgesetzwiedriges Gesetz stimmt persönliche Verantwortung... ziemlich schäbig!
Und wahrlich:es ist krass, dass jetzt unsere neuen Mitbürger entscheiden was die Deutschen schreiben und lesen dürfen und was nicht. Deutschkenntnisse werden ja selbstverständlich nicht vorausgesetzt. Völlig verrückt. Ich kann mich nur den vorherigen Stimmen anschließen die sagen dass die Menschen selber schuld sind wenn sie beim Fratzenbuch bleiben. ABER: DAS IST ERST DER ANFANG! ES wird nicht bei Facebook bleiben. So viel ist sicher.

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