Schattenseite der Ökopolitik

Windkraft wird zunehmend zum Massengrab beliebter Vogelarten

Die Umweltpolitik der Grünen erweist sich als ökonomisches und paradoxerweise auch als ökologisches Desaster

Foto: Pixabay
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Wirtschaft, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Greenpeace, Grüne, Fledermaus, Rotmilan, Storch, Windkraft
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Eine Partei, die in den 80er-Jahren angetreten war, um die Natur zu retten, wandelte sich zur Sachwalterin großflächiger Naturzerstörung“, heißt es zusammenfassend in einem Artikel von Fritz Vahrenholt, der in der 'Welt' unter dem Titel: „Bis kein Storch mehr fliegt“ erschienen ist.

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt war einst Umweltsenator in Hamburg und hatte mit ‚Seveso ist überall’ eines der wirkmächtigsten Bücher der damals neu aufkommenden Umweltbewegung geschrieben. Nun warnt er eindringlich vor einem massiven Vogelsterben durch einen weiteren Ausbau der Windenergie und berichtet von zunehmendem Widerstand.

Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft hatte schon 2013 festgestellt, dass in der Folge des „unüberlegten und übereilten Ausbaus erneuerbarer Energien“ aus Windkraft die Bestände von „fast 50 Prozent aller Vogelarten“ deutlich abgenommen hätten.

Die grüne Umweltpolitik, die ansonsten besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit legt, hat die Windenergie ohne Rücksicht auf schädliche Auswirkungen durchgesetzt und von Anfang an mit verlogener Propaganda begleitet. Die damalige Landwirtschaftsministerin Renate Künast hatte die Parole ausgegeben: „Bauern werden die Ölscheichs von morgen!“ Jürgen Trittin hatte als Umweltminister die fahrlässige Prognose verkündet, dass die Windkraftsubventionierung nur „eine Kugel Eis im Monat pro Haushalt“ kosten werde.

Selbst von ehemaligen Mitstreitern wird inzwischen harte Kritik geübt. Greenpeace-Gründer Patrick Moore beklagt, dass die „flächenfressende“ Wind-Industrie „genau das Gegenteil“ von dem erreiche, was die Umweltbewegung einst forderte.

Schlimm trifft es die Fledermäuse. Zwar werden die fliegenden Säugetiere nur selten von den Rotoren getroffen, dennoch fallen sie scharenweise tot vom Himmel. Ihre Lungen platzen durch den Druckabfall hinter den Rotoren. Das trifft circa 240.000 Fledermäuse pro Jahr. Die Dunkelziffer ist noch viel höher, weil die Tiere nicht in unmittelbarer Nähe der Windräder verenden und die Fälle nicht genau erfasst werden können.

„Greifvögel“, so wird Oliver Krüger von der Universität Bielefeld zitiert, „kollidieren überproportional häufig“. Der Rotmilan ist in seinem Bestand bedroht und ausgerechnet der Storch, der sich erfreulicherweise gerade erst wieder neu angesiedelt hatte. Als in der hessischen Vogelsbergregion 170 neue Windkraftanlagen errichtet wurden, verschwanden dort neun von 14 Schwarzstorchpaaren.

 

 

Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Dirk S

Schön, dass die das auch mal merken, aber das ist schon seit vielen Jahren bekannt. Nicht umsonst tragen die Stangenspargel den wenig ehrenvollen Beinamen "Vogelschredder". (Wobei, das mit den Fledermäusen und dem Druckabfall wusste ich noch nicht, danke für die Info.)
Hätten die "Fachleute" (ok, Ideologen) in der Politik mal auf die Bürger gehört, die wussten das nämlich zumeist vorher. Aber egal, erst mal was machen, ganz toll, ums Aufräumen (und Bezahlen) sollen sich andere kümmern. Und da wundern sich alle, dass so viele von der Politik die Nase gestichen voll haben?

Vogelfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: blubby

Hinzu kommt auch, daß der Wirkungsgrad abnimmt je weiter eine Windkraftanlage im Inland platziert ist.
Zusätzlich erzeugt so ein Ding Infraschall. Dessen Reichweite und negative Auswirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht.
Aber darüber wird man in den "Quallitätsmedien" auch nicht informiert. Bei uns wurde so'n Teil mitten im Wald errichtet. Was da alles umgehauen wurde nur damit die schweren Baumaschinen dort hingelangen konnten spottet jeder Beschreibung.
Die Feuerwehr läst im Falle eines Falles diese Dinger einfach abfackeln, mitten im Wald, weil deren Leitern nur 30 m hoch reichen. Es fehlen da noch ca 40 m um die Maschinengondel zu erreichen.
Bei richtig Wind stehen sie still.
Sollten sie nicht gerade dann Energie liefern?
Oh man, was ist das alles für ein Schwachsinn.
Nur mal so zum Nachdenken.

Gravatar: ropow

Was heißt da „paradoxerweise“?

Als die Grünen 1983 mit massenweise abgeschnittenen Köpfen von Sonnenblumen in den Bundestag einzogen, war jedem Naturliebhaber doch schon klar, dass Grüne die Natur nur als Vorwand für ihre persönliche Agenda mißbrauchen würden, auch wenn damals das Abschneiden von Köpfen unter Fundamentalisten noch nicht so verbreitet war wie heute.

Gravatar: Hand Meier

Die „Schattenseiten“ einer sehr dummen Politik, sind immer erstens Kostensteigerungen, zweitens negative Auswirkungen auf die Bevölkerung und auf die Flora und Fauna.
Die deutsche Energie-Wende verkörpert alle Übel, die eine grundsätzlich falsche, Wettbewerbs-widrige Politik unter einer DDR-sozialisierten Machtpolitikerin darstellen, die sich mit Heerscharen von Opportunisten umgeben hat, denen lediglich ihr persönlicher Profit wichtig ist.
Ob in den angeblichen Umwelt-Schutz betreibenden Vereinen oder in den Altparteien, es findet definitiv unter der „Tarn-Maske“ eines angeblichen Schutzes, exakt das völlige Gegenteil, aus Geld-Gier statt.
Infolge der unsinnigen Umlage-Kosten für den mit Kartell-Privilegien geförderten Zufalls-Strom aus Wind, Sonne und Gärgas werden 2017 cica 27 Milliarden an „Umlage-Kosten“ von den privaten Stromverbrauchern weg, und zu den Windbaronen und Solarfürsten hin verteilt.
Diese kassieren feste „Vergütungen“ für reinen Lobby-Blödsinn und „Betreuen die Parlamentarier“ die ihnen diesen Segen bescheren.

Technisch ist dieser Gesetzlich, für eine Lobby geschaffene Stromeintrag, ein kompletter Blödsinn, denn der Strombedarf muss immer augenblicklich durch fein steuerbaren Dampfturbinen in der Balance zur Einspeisung gehalten werden, sogar mit einer Wechsel-Strom-frequenz von exakt 50 Hertz, und das ist weder mit Wind, noch mit Sonne machbar.

Wirtschaftlich ist dieses Merkel-Experiment ein totalitäres Desaster, denn die örtlichen Stadtwerke betreiben eigene Kraftwerke zur Stromerzeugung und bieten die Abwärme der Dampfturbinen als Fernwärme an.
Diese Kommunal-Unternehmen sind Teil des Volksvermögens der Bürger und Stadtbewohner, die nun praktisch alle in den Ruin getrieben werden, weil „der Blödsinns-Strom“, muss per gesetzlichem Kartell-Privileg, von den örtlichen Stadtwerken zuerst, also „mit Vorrang (20 Jahre)“ angenommen werden, ganz gleich ober er nur stört, oder den Stadtwerken Deutschlands die Geschäfts-Grundlagen zerstört hat.
Das Aktienkapital der Stromversorger wurde entwertet, die Kommunen als Großaktionäre von RWE stehen vor Riesen-Abschreibungen, ein weiteres politisches Dilemma, verursacht unter Merkel und ihren Hejupeis.

Die eigentliche, faktische Destruktivität, die in der Merkel-Ära stattfindet, wird doch in ihrer Tragweite noch immer nicht erkannt, weil auch der GEZ-Betrieb von Merkels Wasserträgern infiziert ist.
Eine Dame, die sich schon in jüngeren Jahren dagegen entschied jemals Mutter zu werden und die Verantwortung mit der normalen Bevölkerung zu teilen, spezialisierte sich schon in der SED und DDR auf eine Partei-Karriere, und das ist ihr zweifellos gelungen, denn sie geht letztlich so unverantwortlich mit unserem Land und unserer Bevölkerung um, dass sich Opportunisten aus Geldgier nicht scheuen müssen, bei dem was sie in Deutschland, zum Schaden der Deutschen anstellen.

Gravatar: karlheinz gampe

Störche gibt es immer mehr ! Da stimme ich mit dem Autor nicht überein. In meiner Jugend sah man gar keinen Storch. Nun sieht man die oft auch zu mehreren, wenn z. Bsp. ein Bauer sein Feld pflügt. Die würgen sogar einen kleinen Hasen runter wie ich sehen konnte.

Gravatar: Dirk S

@ karlheinz gampe

Zitat:"Störche gibt es immer mehr !"

Ein Erfolg der Naturschutzmaßnahmen. In Niedersachsen z.B. hat in den 1990ern die Zahl der brütenden Storchenpaare zugenommen, gleichzeitig ist auch die Geburtenrate angestiegen. Welch ein Wunder ;-) .

Zitat:"Da stimme ich mit dem Autor nicht überein."

Na ja, auch wenn die mehr geworden sind, muss man die ja nicht wieder per Schredder reduzieren. Ich denke, da sind wir uns durchaus einig.

Zitat:"In meiner Jugend sah man gar keinen Storch."

Echt? In meiner trotz Dauermistwetter in Norddeutschland recht oft. Und das war noch vor den 1990ern. Scheint so, als wenn sich die Störche neue Gebiete erschlossen haben. Ist doch toll, was ordentlicher Naturschutz bewirken kann.

Zitat:"Die würgen sogar einen kleinen Hasen runter"

Oh, so arme kleine Häschen, wie gemein. Kein Wunder, dass die gefühlskontrollierten Grünen für die Störche Schredder aufstellen. Hätten die sich mal nicht an kleinen niedlichen Häschen vergriffen.

Jedenfalls sind die Störche bei uns in der Gegend Feinschmecker, die bevorzugen Froschschenkel. Sind bestimmt Franzosen ;-) .

Brütende Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Windkraftgegner

Wie lauten Ihre Alternativen, meine Herren?
There is no free lunch.
Atommüll, Braunkohle ,Öl aus allen Öfen und Rohren?

Immer diese Mär mit 50Hz aus Dampfturbinen,
Schnee von vor-vorgestern, Anachronismus pur.

Warum sind eigentlich Storch & Co. überhaupt aus Deutschland fast verschwunden?
Und warum sind sie langsam wieder zurück gekommen?

Hat sich umweltmässig auch was verbessert seit den 80ern ?

Die angesprochenen Themen müssen tabufrei von ALLEN Seiten beleuchtet werden, vor allem die sog. konventionellen Alternativen und deren Opferbilanz zu Boden, zu Luft und zu Wasser, kurz- und langfristig.

MfG, HPK

Gravatar: Duffy

@Karlheinz Gampe: wenn es in Ihrer Nachbarschaft wieder mehr Störche gibt, dann ist das kein Vergleich mit den Beständen von vor hundert Jahren, wo der Storch als Allerweltsvogel über die vielen Feuchtwiesen stakste und dort Frösche verspeiste, die damals noch massenweise herumhüpften.
Dann kamen Flußregulierungen, Flurbereinigung, Straßenbau und Flächenfraß durch extensive Bebauung. Wir gehören zu den am dichtesten besiedelten Länder überhaupt, da muß der Storch wohl oder übel schlucken, was er kriegen kann. (Glückwunsch: wenn bei Ihnen noch Feldhasen auftauchen, ist das Ökosystem noch halbwegs in Ordnung. In Süddeutschland gibt es fast kein Niederwild mehr).

Gravatar: die Vernunft

Warum stranden die Wale? Weil sie es vor lauter Lärm unter Wasser nicht mehr aushalten. Tiere haben Organe und "hören" Frequenzen, von denen wir Menschen keine Ahnung haben. Wir erzeugen sie beispielweise zu U- Boot Ortung oder Marderabwehr! Was wir dabei noch bewirken, wir wissen es nicht!

Es ist uns Menschen gegeben, jede technische Möglichkeit sofort großflächig ohne Umweltauswirkungstests zu verbreiten. Was wir in der Natur damit anrichten, wenn Vögel keinen Platz zum siedeln mehr finden? Wenn sie es in gewissen Gegenden nicht mehr aushalten oder einfach krank werden?

Jeder einzelne Mensch sollte seine Taten verantworten können! Macht macht korrupt, Politiker sind sehr korrupt! Daher müssen wir den Lobbyismus abschaffen und unter Strafe stellen. Auswirkungen auf die Natur sind vor der großflächigen Anwendung auf ihre Auswirkungen zu untersuchen!
(Das betrifft auch Medizinprodukte, wie künstliche Kniegelenke (Haltbarkeit, Unverträglichkeiten))

Gravatar: Karin Weber

Füchse und andere Raubtiere warten längst regelmäßig unter Windrädern auf die Beute von oben. Ein Schlaraffenland, denn bewegen müssen die Raubtiere sich nicht mehr um lecker Beute zu machen.

Was ist eigentlich aus dem Ozonloch geworden? Merkel klimakanzlerte doch auch deswegen recht medienwirksam.

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