Weidmann: Ausweitung der Geldmenge bringt Inflation

19. September 2012, 07:52 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Philipp Guelland/dapd
Redaktion

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat in einer Rede den Plan der EZB zur Ausweitung der Geldmenge scharf kritisiert. Unter stillschweigendem Bezug auf die Draghi-Strategie fragte er: »Wenn Notenbanken potenziell unbegrenzt Geld quasi aus dem Nichts schaffen können, wie kann dann sichergestellt werden, dass Geld ausreichend knapp und somit werthaltig bleibt?«

Seine Antwort: Kann man nicht, denn die Geschichte hat gezeigt, dass Staaten immer wieder der Versuchung erliegen, ihren Finanzierungsbedarf über die Druckerpresse zu befriedigen – und das heißt Inflation.

Damit aber verspiele der Staat das Vertrauen seiner Bürger. Denn Geld sei letztlich nichts anderes als bedrucktes Papier, für das ein bestimmter Gegenwert versprochen werde. Die Notenbank sei deshalb aufgefordert, sich öffentlicher Kritik zu stellen. »Für das Vertrauen ist wichtig, dass sich Notenbanker, die ein öffentliches Gut verwalten – stabiles Geld – auch öffentlich rechtfertigen. Der beste Schutz gegen die Versuchungen in der Geldpolitik ist eine aufgeklärte und stabilitätsorientierte Gesellschaft.«

 

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(oe)

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