Stell Dir vor es ist Wahl und keiner geht hin

Wahl zur Nationalversammlung: Macron gewinnt, die Demokratie verliert

In Frankreich war gestern der erste Wahlgang zur Nationalversammlung. Gewonnen hat die neu gegründete »La République en Marche« von Emmanuel Macron. Aber eine Wahlbeteiligung von etwa 50 Prozent zeigt, wie es um die Demokratie in Frankreich bestellt ist.

Quelle: assemblee-nationale.fr/
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Frankreich, erster Durchgang, Wahl, Nationalversammlung, Wahlbeteiligung, Minimalwert
von

Emmanuel Macron, der neue Strahlemann auf der Politbühne Frankreichs, und seine neu geschaffene Partei »La République en Marche« sind die Sieger des gestern absolvierten ersten Durchgangs der Wahl zur französischen Nationalversammlung. In den deutschen Qualitätsmedien und bei den Vertretern der Altparteien reist man sich derart um Everybodys Darling, dass der Anschein erweckt werden könnte, es gebe keine wichtigere Meldung auf diesem Erdball und als sei er die letzte Hoffnung aller selbst ernannten Demokraten. Doch genau hier liegt, wie es so schön heißt, der Hase im Pfeffer.

Gestern wurde nicht über die unwichtige Besetzung eines Regionalparlamentes in einem überseeischen Departement entschieden; es war der erste Durchgang der Wahl zur französischen Nationalversammlung. Das ist das entsprechende Gegenstück zum Deutschen Bundestag. Es ist auf nationaler Ebene die wichtigste Wahl in unserem westlichen Nachbarland. Doch gerade einmal jeder zweite Wahlberechtigte hat die Mühe auf sch genommen, sein Votum abzugeben.

Die meisten Franzosen sind desillusioniert, bekommt man zur Antwort - wenn man dann einmal nachfragt. Sie sind von der Politik und den Parteien in ihrem Land enttäuscht. Der Wähler kehrt seinen politischen Repräsentanten den Rücken. Das ist bedenklich. Denn wenn der Bürger nicht mehr darauf vertraut, dass er durch seine Wahlteilnahme etwas bewirken kann, kann es mit der Demokratie in diesem Land nicht sehr weit her sein. Das ist die eigentliche Nachricht an dieser Wahl. Allerdings nicht für die deutschen Qualitätsmedien. Die verstecken die Kernaussage in einem Nebensatz und bejubeln lieber Macron. 

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Bloß nicht Marine Le Pen: Diesen Wunsch äußern viele europäische Politiker vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Auch Bundeskanzlerin Merkel hat einen klaren Favoriten.“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-vor-der-stichwahl-merkel-wuenscht-sich-macron-als-praesident-a-1145413.html

Ist es möglich, dass Merkels Know How in Sachen Wahlbetrug – das sich scheinbar schon 2013 perfekt bewährte - etwa nach Frankreich exportiert wurde, auch weil sich Macron, aus einer nichtreligiösen Familie stammend, auf eigenen Wunsch taufen ließ?

Nun; schon „Thomas Müntzer hatte die Forderung nach einer Befreiung aus der Leibeigenschaft theologisch begründet. Luther trat ihm genau deshalb entgegen - er rechtfertigte jede Form der Unterdrückung mit der Bibel.“ http://www.gruenes-blatt.de/index.php/2016-02:Luthers_Segen_f%C3%BCr_alle_Formen_der_Herrschaft_%C3%BCber_Menschen

Wird er auch deshalb in diesem Jahr so gefeiert, weil Petrus dies bzgl. ebenfalls entsprechend wichtige Hinweise gab?

„Er hatte keine Zweifel über das, was Gott von Christen in ihrer Verantwortung gegenüber den Zivil Regierungen erwartet. Er schrieb: "Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des herrn willen, es sei dem König, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als die von ihm gesandt sind zur Rache über die Übeltäter und zu Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopft die Unwissenheit der törichten Menschen,…Tut Ehre jedermann, habt die Brüder lieb; fürchtet Gott, ehret den König" (I Pe 2:13-15,17)! https://rcg.org/de/artikel/scstga-de.html

Mir ist damit klar, warum das Merkel ihr Volk dazu auffordert, wieder öfter in die Kirche zu gehen!!!

Vergleicht sie nun - als bis zum Herbst anno 89 noch absolut regierungstreue Unterwürfige der Deutschen Demokratischen Republik https://www.youtube.com/watch?v=qpSDELFNPYM - kriminelle Migranten mit DDR Bürgern http://unser-mitteleuropa.com/2017/01/26/merkel-vergleicht-kriminelle-migranten-mit-ddr-buergern/ etwa aus der Angst heraus, sie könnte in nach ihr erscheinenden Geschichtsbüchern nicht „ihrem Willen entsprechend“ dargestellt werden???

Gravatar: Stephan Achner

Eine Wahlbeteiligung von ca. 50% in Frankreich bedeutet wahrscheinlich, dass die grundlegenden politischen Konflikte in Frankreich in den kommenden Monaten und Jahren wieder "auf der Straße" und weniger im Nationalparlament ausgetragen werden. Das haben die stolzen Franzosen in ihrer Geschichte schon immer sehr gerne gemacht, wenn die herrschenden Eliten die Interessen der einzelnen Franzosen ignorieren und die Eliten sich untereinander arrangiert haben. So wird es wohl auch bei Macron und seiner neuen Partei sein, der sicherlich eine von langer Hand organisierte "Kunstgeburt" der globalen Strippenzieher ist.

Sobald Macron anfängt, die ersten einschneidenden politischen Entscheidungen zu treffen, wird es auf den französischen Straßen wohl losgehen.

Gravatar: Alfred

Keine Wahlbeteiligung bedeutet die Anerkennung des Wahlergebnisses. In diesem Falle stimmen 50% mehr für das Ergebnis.

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang