Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseUngewöhnliche Personalbewegungen bei Morgan Stanley

Bei der US-Großbank Morgan Stanley deuten sich umfangreiche und ungewöhnliche Personalbewegungen an, die Anlass zu Spekulationen geben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet, haben gut informierte Kreise Kenntnis vom geplanten Abschied von knapp 50 Topmanagern der Bank – angeblich aus »technischen Gründen«. Was steckt hinter dieser Meldung?
Für den Branchenservice MMnews könnte sich hier eine Finanzkatastrophe anbahnen, die mit der Lehman-Pleite von 2008 vergleichbar ist. Die genannte Begründung sei »natürlich absolut lächerlich«, schreibt MMnews.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Topmanager ihren Abschied vorbereiten, um wie die Ratten das sinkende Schiff zu verlassen. Sie verwalten Vermögen in Milliardenhöhe und beklagen »trading delays and problems with foreign currency transactions to inaccurate account statements and bounced checks«.
Mehr dazu auf mmnews.de und reuters.com
(oe)














Ich schätze, das Auswechseln der Top-Manager hängt mit den Ermittlungen zum LIBOR-Skandal zusammen. Das ist auch mehr als überfällig. Leider wird die entsprechende Korruption, die auch in den jeweiligen Landesnotenbanken zu Hauf praktiziert wird, dort leider nicht zu personellem Wechsel führen. Das wird die Politik via Staatsanwaltschaft wohlfeil zu verhindern wissen, fürchte ich. Sonst würde ja u.a. Finanzminister Schäuble angeklagt werden und wer will das schon in der deutschen Merkel-Patin-Diktatur erleben, nicht wahr?
Ein zweites Lehmann-Debal wird nicht zugelassen werden. Die Zentralbank würde einspringen. Gefahren gehen eher von hedge funds aus, die sich mit Euro-Spekulationen verheben. Es muss ein Markt schon von Haus aus groß sein, dass man sich überhaupt verheben kann. Wie beispielsweise der Immobilienmarkt oder der Bond-Markt.