Brexit ist aus der Sicht des transatlantischen Establishments "strategic vandalism"

The Telegraph: Die EU war schon immer ein CIA-Projekt

Washington hatte nach dem Zweiten Weltkrieg massiv die Hände im Spiel, als es um den europäischen Einigungsprozess ging. Ziel war es, ein einheitliches Bollwerk gegen die Sowjetunion zu schaffen. Auch heute ist die EU Teil einer größeren Strategie gegen Russland. Daher komme der massive Druck gegen den Brexit.

Truman, Donovan, Roosevelt. Fotos: Public Domain
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Die "Europäische Union" (EU) war von Anfang ein Projekt, dass massiv von Übersee aus gefördert wurde. Es war ein amerikanisches Projekt. Dies schrieb nun Ambrose Evans-Pritchard in der britschen Zeitung The Telegraph.


Unter den US-Präsidenten Truman, Eisenhower, Kennedy, Johnson und Nixon soll es verdeckte Finanzhilfen für diese Entwicklung gegeben haben, heißt es im Telegraph. Die EU sollte als Anker für die Festigung der NATO in Europa gedient haben. Eine angebliche "teile-und-herrsche"-Strategie soll es nie gegeben haben.


Der sogenannte "Schuman-Plan", der zur Kooperation der deutschen und französischen Industrie führen sollte, war der Anfang einer Entwicklung, die schließlich zur "Europäischen Gemeinschaft" (EG) hinführte. Das Projekt war vorbereitet vom US-Außenminister ("US Secretary of State") Dean Acheson. Selbst der Bürochef von Robert Schuman (dem Namensgeber des "Schuman-Plans") soll zugegeben haben, dass alles in Washington begonnen habe.


Dann habe vor allem die Truman-Administration darauf gedrängt, dass die Franzosen und Deutschen zusammenarbeiten. Es wurde sogar damit gedroht, die Hilfen nach dem US-Marshall-Plan zu kürzen, wenn die Franzosen sich weigern würden, mit den Deutschen zusammenzuarbeiten. Die Hauptmotivation war es, eine einheitliche europäische Position gegenüber Stalins UdSSR zu bekommen.


Einer der prominenten Fürsprecher und Vorkämpfer des europäischen Einigungsprozesses war Jean Monnet, der übrigens früher für Franklin Roosevelt wichtige Informationen aus Europa nach Amerika weiterleitete. Das ging sogar so weit, dass General Charles d Gaulle verärgert Monnet als "amerikanischen Agenten" bezeichnet habe.


The Telegraph verwies darauf, dass es mittlerweile zahlreiche Studien zu den Ursprüngen der EU geben würde, darunter auch de-klassifizierte Dokumente des "US State Departments", die belegen würden, wie die US-amerikanischen Geheimdienste auf verschlungenen Wegen den Prozess finanziell unterstützten. Die US-Geheimdienste sollen auch aggressiv darum bemüht gewesen sein, die Briten in das europäische Projekt zu drängen.


Bereits vom Juli 1950 gebe es ein Dokument, heißt es im Telegraph, dass Pläne zu Schaffung eines EU-Parlamentes enthielt. Es war von William J. Donovan unterschrieben, ehemals im Kriege Chef des "US-Office of Strategic Services", einem Zuarbeiter der "Central Intelligence Agency" (CIA). Hier wurde das "American Committee for a United Europe" (ACUE) geformt. Diese Organisation finanzierte beispielsweise im Jahre 1958 mehr als die Hälfte der Stiftung zur Förderung der europäischen Einigung.


Je mehr man in die de-klassifizierten Dokumente hineinschaut, desto mehr zeigt sich, dass hinter dem europäischen Einigungsprozess, der zur Gründung der EU führte, der amerikanische "Deep State" steht.


Wahr ist allerdings auch, so wird im Telegraph beschrieben, dass die US-amerikanischen Beziehungen zur EU oftmals aus dem Ruder liefen und Brüssel nicht so funktionierte, wie die Amerikaner sich das vorstellten. Doch am Grundprinzip der europäischen Einigung änderte dies nichts. Nach wie vor werde die EU als Ergänzung der NATO gegen Russland verstanden.


Aus diesen Gründen war der Brexit ein Schlag ins Gesicht des politischen Establishments der ganzen westlichen Welt, weil es ein grundlegendes strategisches Großkonzept unterlief. Das ist der Grund, weshalb das Establishment diesseits und jenseits des Atlantiks den Brexit als "strategic vandalism", als strategischen Vandalismus ansieht.


Mehr Infos hier und hier und hier.

 

Kommentare zum Artikel

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Gravatar: gast

Auch diese "deep State" Argumentation ist nicht die letzte Wahrheit, glaube ich.
Jesuiten haben die USA entscheidend mitgegründet und der Vatikan als luciferische und antichristliche Organisation hat seinen Hände im Spiel.

Gravatar: Hans Meier

Es ist doch selbstverständlich, dass die Geheimdienste Einfluss nehmen, wozu sind sie denn sonst gegründet und beauftragt worden?
Es ist doch geradezu grotesk wie in den USA eine Hysterie geschürt wird „Donald Trump habe mit Hilfe des russischen Geheimdienstes die Wahl gewonnen“.
Die Rolle des britischen Geheimdienstes im nahen Öl-Osten wird auch eher beschwiegen als veröffentlicht.

Fakt ist, unter Obama wurde ein Bürgerkrieg in der Ukraine angezettelt und die EU, samt Merkel sind darin verwickelt, sie haben sehr blutige Klauen und sind für tausende Tote schuldig.

Sogar der Mord an den Passagieren der MH17 über der Ukraine ist ein politischer Anschlag gewesen, zu dem der Spiegel sofort Putin für schuldig darstellte, um brav zu apportieren.
Bis heute wird verheimlicht, das ein Jet aufstieg, die Maschine mit der Bordkanone beschoss, weil man sie verwechselte, da Putins Maschine eleganter weise nördlicher flog.
Als der ukrainische Idiot seinen Irrtum bemerkte wurde er angewiesen den Flieger vom Himmel zu holen.
Alle ukrainischen Radar- und Flug-Protokolle zu MH 17 fehlen bis heute im Abschluss-Bericht, denn dafür haben sich die „Geheimdienste“ stark gemacht.
Was man den Angehörigen geboten hat, um auf Aufklärung zu verzichten, es ist nicht bekannt.
Aber der Eklat den man erzielte, um die Stimmung gegen Russland aufzustacheln, der ging kaltschnäuzig über unschuldige Leichen und das nehme ich krumm!
Um John Bidens Sohn in der Ukraine im Gasgeschäft zu positionieren und eine Isolation zur gewachsenen Nachbarschaft zu erzielen waren unter Obama CIA-Agenten sehr rege tätig.

Nun die Briten sind ja nicht völlig doof, sondern waren mal „roling the sea“ weltweit und sind wieder souverän und Mister Trump hat damit Null Probleme die düsteren Obama-Zeiten sind passee.

Gravatar: Candide

Verschwörungstheorien: http://bokertov.typepad.com/btb/2006/10/resolution_of_s.html
Leider keine deutsche Übersetzung gefunden. Originalprotokolle der Europäischen Resolution "Öl für Einwanderung" vom 7./8. Juni 1975 (Straßburg) sind nicht mehr aufzutreiben. Angeblich haben 200 Vertreter im europäischen Parlament unterzeichnet. Oriana Fallaci gelang es noch, eine französische Version aufzutreiben.
Auch in Deutschland scheint jemand in den Ministerien darauf zu sitzen.

Gravatar: Rotwurst

Das alles hat doch schon früher begonnen mit der Pan-Europa Bewegung nach dem ersten Weltkrieg.

http://de.paneuropa.org/index.php/pan/geschichte

Ihre Fürsprecher für die Pan-Europa-Idee waren damals schon Kreise aus den USA.

Nach 1945 hatte das Engagement der USA in Europa auch mit den Stalinnoten zuvor zu tun.

Auf russischer Seite wurde angeboten, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden und dafür die Einheit erhalten. Daran hatten die Globalisten und die USA allerdings schon damals kein Interesse. Das hätte die USA an den Rand gedrängt.

Die europäische Einigung sollte zudem nicht nur gegen den Osten gerichtet sein, sondern der `einen Weltordnung` dienen, indem im ersten Schritt die europäischen Staaten zu einer größeren Einheit zusammengefasst werden sollten. Osteuropa wollte man sich später holen. Nach dem Zusammenbruch Sowjetrusslands - zu den Bedingungen des Westens. Es gelang.

Nachdem sich die europäische Einigung jedoch als ein Konstrukt erweist, das vorrangig den Globalisten dient, erhöht sich der Widerstand dagegen, in Ost- wie in Westeuropa. Von neuem Nationalismus würde ich dennoch nicht sprechen. Es ist die Erkenntnis, dass die EU als etwas anderes dem einfachen Bürger in Schule, Uni und Politik verkauft wird: Die EU ist so ein Instrument der Täuschung. Sie dient jedoch vorrangig den Interessen von Konzernen und des Finanzkartells, die über den Rücken nationaler Regierungen hinweg durch die EU die Rechtsnormen nicht nur beeinflussen, sondern in vielen Fällen maßgeblich bestimmen. Eine Demokratisierung der EU verlangt übrigens keiner der Kreise, was ein Beleg der These ist.

Gravatar: MGR

„Eine angebliche "teile-und-herrsche"-Strategie soll es nie gegeben haben.“
Wer die strategischen Gedankengänge des Briten Halford Mackinder und deren Updates durch amerikanische Geostrategen wie z.B. Zbigniew Brzeziński nachvollzogen hat, der versteht dass es durchaus um das alte Spiel „divide et impera“ (spalte und herrsche) geht.
Es soll ein Europa (inkl. Russland!) bzw. ein Eurasien nicht zusammenwachsen. Aktuell rezitiert wird diese Haltung u.a. von G. Friedman (STRATFOR) 2015 in Chicago (siehe z.B. auf Youtube).
Auch die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine werden vor diesem Hintergrund nachvollziehbar.
Es ist Teil des großen Schachspiels der Imperien. Mich erinnert es gerne an das alte Geschicklichkeitsspiel „Whac-A-Mole“. Spielfeld ist die Welt und jeder der den Kopf zu weit hebt kriegt vorsorglich den Hammer drüber ohne Ansehen der Person.
„Whac-A-Mole“ wird von den Strategen auch gerne in der Welt der Großkonzerne gespielt, siehe Toyota, Siemens, VW, Samsung etc. (als Hammer fungieren hier US Großkanzleien).

Gravatar: Aspasia

" von Anfang an ein Nato-Projekt"...
Und das ist auch der Grund, warum Griechenland und die Osteuropäischen Staaten wie Rumänien und Bulgarien unbedingt in die EU sollten, nämlich aus strategischen Gründen.
Die Rechnung für diese Armenhäuser, die die EU wirtschaftlich herunterziehen, muß hauptsächlich Deutschland zahlen.
Dadurch ist ein territorialer Streifen für die Nato entstanden, der von der Ostsee, über das Schwarze Meer bis zum Mittelmeer reicht...

Gravatar: henry paul

Spät kommt sie , doch sie kommt .. mit den Fakten ganz langsam zu Potte.. Gratuliere.
Die Paneuropäer sind die Gründer, die Hochfinanz die Planer, die US INC die Durchsetzer und die Deutschen die Schafe, die alles als "Friedensunterwerfung" auf Aneisung getan haben, um den rest Europas zu verführen, bei dieser Hegemonie-Veranstaltumg mitzutun.
Der erste Weltkrieg und der Pan der US IONC, sich Europa einzuverleiben, ist genau nach PÜlan aufgegangen. Der letzte Teil dieses Plans ist die Entnationalisierung und Ent-Staatlichung des europäischen Kontinents- den erleben wir gerade jetzt. Wenn das erledigt ist, gehts nach Russia. Die Europäer dürfen dann ihre neu geschaffene EU-ARMEE gegen den Europäer Russia unter der Federführung D aufmarschieren lassen, damit es zum drittenmal wieder D ist und nun mit der Bestrafung nicht mehr sanktioniert werden kann, sondern nur noch durch Exekution!

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