Streit um stille Feiertage in Bremen

04. Februar 2013, 11:32 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
Redaktion (oe)

In Bremen wankt das Tanzverbot an so genannten stillen Feiertagen. Die rot-grüne Regierungsmehrheit plant, bereits den kommenden Karfreitag nur noch zwischen sechs und 21 Uhr zu schützen. Am Ewigkeitssonntag und am Volkstrauertag soll der Schutz nur noch bis 17 Uhr laufen. Ziel der Kulturkämpfer um Maurice Mäschig (SPD) ist die Abschaffung des Verbots bis 2018.

Allerdings kommt Kritik nicht nur aus der CDU, wo vor allem aus dem Evangelischen Arbeitskreis mahnende Stimmen laut werden, und der Bremischen Evangelischen Kirche, die in der Initiative einen Angriff auf den arbeitsfreien Sonntag sieht. Sondern auch die Gewerkschaft Verdi hat sich auf die Seite der Kritiker geschlagen. Ihr Vize-Geschäftsführer von Niedersachsen/Bremen, Gunnar Wegener, sagte der taz: »Auch als Kirchenkritiker stelle ich in dieser Frage klar an die Seite der Kirche. Auch diejenigen, die dann arbeiten, müssen irgendwann mal den Kopf frei kriegen. Nicht jeder Bereich der Gesellschaft muss solchen Verwertungsbedingungen unterworfen sein.«

 

Mehr dazu auf kath.net und taz.de

Schlagworte: , ,
Anzeige

1 Kommentar auf "Streit um stille Feiertage in Bremen"

Schreibe einen Kommentar

Anzeige