Streit um Staatsbeteiligung

17. Juni 2009, 04:13 | Kategorien: Wirtschaft | Schlagworte: | von
Redaktion

Opels US-Mutter General Motors (GM) steht mit dem Rücken zur Wand, braucht weitere Staatshilfen. Nun mehren sich in Deutschland die Stimmen, die eine Herauslösung von Opel aus dem GM-Konzern fordern. Doch dann müssten wohl die Bundesländer ins Unternehmen einsteigen. Ein Plan, der die Gemüter erregt.

Baden Württembergs Ministerpräsident Günter Oettinger (CDU) lobte in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zwar die Bemühungen seiner Kollegen in den Bundesländern mit Opel-Standorten, lehnte eine staatliche Beteiligung an Opel nach dem Muster von Volkswagen jedoch ab. Auch FDP-Vize Rainer Brüderle betonte gegenüber der Berliner Zeitung, es sei legitim, sich über die Arbeitsplätze im Automobilbau Gedanken zu machen, warnte jedoch zugleich vor einer VEB Autobau. Dagegen kommen aus den Fraktionen der SPD und der Grünen Forderungen nach einem Staatseinstieg bei den Rüsselsheimern. Zur Rettung des Traditionsunternehmens hat es bereits mehrer gespräche zwischen der Bundesregierung und den beteiligten Ländern gegeben. In Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen arbeiten etwa 26.000 Menschen für Opel. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will in den USA bei General Motors sondieren, welche Möglichkeiten bestehen.

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Foto: Norbert Millauer/ddp-News 

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