Sterbehilfe wegen drohender Erblindung

15. Januar 2013, 10:41 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Redaktion (oe)

Wie kurz die »schiefe Bahn« ist, auf die man sich begibt, wenn Sterbehilfe erleichtert, und womöglich legalisiert wird, zeigt ein Fall aus Belgien. Dort ist die Beihilfe zum Suizid seit 2002 straffrei – und zwar nicht nur bei körperlichen Schmerzen, sondern auch bei psychischen Problemen. Ein taubes Zwillingspaar, das zu erblinden drohte, fiel dieser Regelung im Dezember zum Opfer.

Die beiden 45 Jahre alten Männer litten nicht unter Schmerzen, sondern hatten Angst davor, im Falle einer Erblindung nicht mehr miteinander kommunizieren zu können. Deshalb hatte ihnen ihr Arzt »unerträgliches psychisches Leiden« attestiert, was für Helfer notwendig ist, um straffrei aus der Aktion herauszukommen. Der Fall sei einzigartig in Belgien, meint der Sterbehelfer – ein Arzt –, doch vollkommen legal.

Dass Taubblindheit nicht zum Verlust der Kommunikationsfähigkeit führt, hat die amerikanische Schriftstellerin Helen Keller bewiesen. Sie wurde 88 Jahre alt.

 

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