Spanien will »virtuelle Kreditlinie«

17. Oktober 2012, 07:28 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Redaktion

Die Farce um den spanischen Hilfsantrag beim ESM ist um eine weitere Facette reicher. Wie aus Regierungskreisen an die Presse gestreut wurde, hätte das Land gerne eine »virtuelle Kreditlinie«. Das heißt: ESM – oder auch EZB, egal – stellen Geld bereit, das Spanien abrufen kann. Idealerweise würde aber bereits die Bereitstellung des Geldes zu der erhofften Wirkung führen.

Die Zinslast würde sinken, die Börse einen Sprung nach oben machen. Und Spanien müsste sich keinem fremden Schuldenregime unterwerfen, keine neuen Auflagen erfüllen.

Einen offiziellen Hilfsantrag will man vermeiden, um den Investoren keinen Anlass für weiteres Misstrauen zu bieten. Jetzt sieht man die europäischen Partner am Zug. Sie sollen sich auf diesen Deal einlassen. Wenn nicht, orakelte der nicht namentlich genannte spanische Regierungsvertreter, werde das das Aus für den Euro bedeuten.

Das Vertrauen der Anleger in spanische Staatsanleihen ist übrigens fast am Nullpunkt. Erst letzte Woche stufte die Ratingagentur Standard & Poor’s das Land ein weiteres Mal ab. Demnächst ist Ramschniveau erreicht.

 

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(oe)

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