Spanien sagt Gipfel wegen Obama ab

05. Februar 2010, 01:12 | Kategorien: Politik | Schlagworte: | von
Redaktion

Der Sprecher des Weißen Hauses teilte  mit, dass US-Präsident Barack Obama nicht an dem für Mai anberaumten EU-USA-Gipfel teilnehmen wird. Üblicherweise findet der Gipfel zweimal jährlich abwechselnd in den USA und in Europa statt. Diese Tradition besteht bereits seit etwa 20 Jahren. Einigen Europäern ist dies ein schwerer außenpolitischer Schlag.

Zwei Gründe werden für die Entscheidung des US-Präsidenten von Interpreten angegeben. Einerseits sei Obama über die “inhaltslosen” beiden Gipfel im vergangenen Jahr in Prag und in Washington unzufrieden gewesen. Andererseits fand innerhalb der EU keine Einigung statt, wo genau der Gipfel im Mai abgehalten werden soll. Ein Vertreter der US-Regierung erklärte, dass es nun drei Chefs der EU gebe, den Präsidenten des EU-Rats, den Präsidenten der EU-Kommission und den Präsidenten des turnusmäßigen EU-Vorsitzenden. Die Amerikaner wüßten aufgrunddessen nicht, mit wem sie verhandeln sollten.

Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Zapatero plant einen Besuch der USA um sich um die Realisierung des EU-USA-Gipfels im Mai zu bemühen. “Wenn Obama nicht kommt, gibt es keinen Gipfel”, sagte der Diplomat.

Mehr unter: Welt Online und Reuters Deutschland

Foto: Michael Gottschalk/ddp

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