Söders Grexit-Äußerungen in der Kritik

06. August 2012, 07:47 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: | von Redaktion
Foto: Lukas Barth/dapd
Redaktion

Die Äußerungen des bayerischen Finanzministers Markus Söder zur Zukunft Griechenlands in der Zeitung Bild am Sonntag sind auf breite Ablehnung gestoßen. Mit deftigen Formulierungen hatte Söder den Griechen den Austritt aus dem Euro nahegelegt. »Irgendwann muss jeder bei Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit,« wird er zitiert. Außerdem wies er auf die Sackgasse hin, in die Europa durch die Euro-»Rettung« geraten ist.

Söder plädierte dafür umzukehren und lieber ein Ende mit Schrecken in Kauf zu nehmen als einen Schrecken ohne Ende zu riskieren.

Von den üblichen Verdächtigen wurde Söder nach seinen Äußerungen als »dummdreist« (Manuel Sarrazin, Grüne) und als »gewissenloser Krawallmacher« (Joachim Poß, SPD) geziehen. Auch Michael Meister (CDU) rügte – im Ton moderater – den Bayern. Lediglich der bayerische Wirtschaftsminister Zeil (FDP) sprang Söder bei, indem er darauf hinwies, wie wichtig Vertragstreue ist.

 

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(oe)

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