Sinns Target-Buch trifft ins Schwarze

09. Oktober 2012, 06:21 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Lennart Preiss/dapd
Redaktion FreieWelt.net

Sinns Target-Buch schlägt ein. Target-Salden rücken ins Bewusstsein. Fast 700 Milliarden liegen im Feuer. Die Schulden sind so groß, dass die Schuldner gerettet werden müssen.

Das neu erschienen Buch des bekannten Ökonomen Hans Werner Sinn hat erwartungsgemäß ein breites Echo ausgelöst. Der Chef des ifo-Instituts erklärt in dem neu erschienen Werk  die Risiken der Target-Salden. Dabei handelt es sich um ein Ungleichgewicht im Verrechnungssystem der Zentralbanken des Eurosystems für Überweisungen zwischen Staaten, die den Euro- als Währung haben.

Durch den Mechanismus gelangen Staaten mit schwachen Exporten an Geld, für das sie nur äußerst niedrig bewertete Sicherheiten hinterlegen müssen und dessen Rückzahlung im Zweifel steht. Zur Zeit stehen andere Euro-Zentralbanken bei der Bundesbank nach Informationen der FAZ mit 695.000.000.000 (695 Milliarden) Euro in der Kreide. Sollte auch nur ein Teil dieser Forderungen ausfallen, würde Bundesbank-Bilanz in ein massives Ungleichgewicht, welches das Eigenkapital der Bundesbank in Höhe von 134 Milliarden Euro aufzehren könnte.

Um einen solchen Ausfall zu vermeiden sehen sich die starken Euro-Länder gezwungen, den Krisenstaaten immer mehr Zugeständnisse zu machen.  Aus dem jetzigen Dilemma könnte sich Deutschland nach Ansicht von Sinn nur durch Inflation befreien. Die würde zwar die nicht eintreibbaren Schulden der Krisenstaaten entwerten, aber auch die Sparvermögen der Bürger.

Dazu Hans-Werner Sinn in der FAZ

(go)

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