Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseSchwere Vorwürfe gegen Israels Armee

Israelische Soldaten haben anonym Kriegsverbrechen offenbart. Sie gestanden ein, oberste Priorität sei die Vermeidung eigener Verluste gewesen, wobei zivile Opfer in Kauf genommen wurden. Die Öffentliche Unterstützung musste gewahrt werden, es galt in Zweifelsfällen zu schießen. Der dreiwöchige Krieg kostete rund 1400 Palästinenser das Leben. Die Mehrheit gehörte der Zivilbevölkerung an.
Die israelische Armee warnte die Zivilisten mittels Flugblättern und forderte auf bestimmte Gebiete zu verlassen. Stießen die Soldaten jedoch in den vermeintlich geräumten Gebieten auf Menschen, wurde geschossen, egal ob Feind oder Zivilist. Laut der Aussagen einiger Veteranen sollen Zivilisten gar als Schutzschilde missbraucht worden sein. Die als „Nachbar-Prozedere“ bekannte Methode ist in Israel strengsten verboten. Auch der verbotene weiße Phosphor, der schwerste verbrännungen verursacht, soll zum Einsatz gekommen sein. Die Aussagen der Soldaten wurden von der Organisation „Breaking the Silence“ in die Öffentlichkeit getragen. Insgesamt haben 54 Soldaten ihr Schweigen gebrochen.
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Foto: (Doron Keren/ddp)












