Schwellenländer im IWF begehren auf

04. Februar 2013, 08:38 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de
Redaktion (oe)

Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) bahnt sich ein Machtkampf zwischen Schwellenländern und den Mitgliedsstaaten aus Europa an. Die Schwellenländer befürchten, dass die Mittel des IWF, die auch von ihnen stammen, zur Lösung der Probleme der Europäer – der Euro-Schuldenkrise – verwendet wird. Sie wollen mehr Einfluss auf die Entscheidungen.

Was dem deutschen Publikum selten gesagt wird: Auch der IWF sitzt als Bestandteil der »Troika« bei der »Rettung« des Euro mit im Boot und hilft mit Milliardenbeträgen aus. Das wollen die Schwellenländer nicht mehr hinnehmen.

Moniert wird, dass die Europäer über ein Drittel der Stimmen im IWF verfügen, obwohl ihr Anteil an der Weltwirtschaft deutlich geringer ist. Die Verteilung der Stimmen unter den 188 IWF-Mitgliedern soll bis Januar 2014 neu verhandelt werden. Allerdings gelten die Verhandlungen über diese Frage als gescheitert. Exekutivdirektor Paulo Nogueira Batista aus Brasilien sagte: »Die Reform der Abstimmungsregeln ist noch nicht beendet. Der IWF steht vor einer, wie man sagen könnte, Glaubwürdigkeitsklippe.«

 

Mehr dazu auf deutsche-mittelstands-nachrichten.de und reuters.com

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