Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseSchuldenkrise befördert antideutsche Stimmung in Italien

Sobald sich in einem europäischen Land, das im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung gelitten hat, krisenhafte Zustände zuspitzen, wird von manchen Medien die Nazi-Karte gezückt. So geschehen in Polen, in Griechenland und jetzt auch in Italien. Angesichts des schwindenden Investorenvertrauens in die Schuldenrückzahlungsfähigkeit des Staates zeigen verschiedene Zeitungen auf Angela Merkel, die für die Krise verantwortlich gemacht wird.
»Quarto Reich« titelte jüngst Il Giornale; der Chefredakteur vergleicht jeden Versuch Merkels, Stabilität zu bewahren, als erneuten deutschen Angriff auf Italien, nur eben nicht mit Panzern, sondern mit der Euro-Waffe. Sogar die deutsche Kritik an Montis Angriff auf den Parlamentarismus wird in dieser Richtung diffamiert. Kurzum: Für alle wirtschaftlichen Probleme ist »Grande Germania« (Il Sole 24 Ore) schuld. So hat der Euro die Völker Europas also auseinandergebracht.
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(oe)


















Mein Sohn durfte im Kindergarten die Jungen-Hackordnung durch eine faire Prügelei nicht ausfechten, in der Grundschule nur mit Softbällen spielen und jetzt am Gymnasium beim Volleyball und Tischtennis keine Schmetterbälle machen, die ich ihm gerade beigebracht hatte. Wo sollen denn die Jungs, die nicht wie meiner genügend Freiraum zu Hause haben, ihre Kraft und später ihre Aggressionen loswerden? An Schulen unserer Region gibt es inzwischen eine Jungenförderung, die ist leider inzwischen nötig.