Für tausende Euro falsche Flucht­geschichte für Asylverfahren trainiert

Schleuserbande schulte Asylbewerber

In Hannover wurde ein Schleuser-Netzwerk festgenommen, die Asylbewerber in der Schilderung falscher Fluchtgeschichten schulten - sowie darin, sich als konvertierte Christen auszugeben. Dafür kassierten sie in bar vier- bis fünfstellige Beträge.

Foto: Marco / flickr.com / CC BY 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Hannover, Bundespolizei, Justiz, Schleuser, Iran, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF, Asylverfahren, Christentum
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Die Bundespolizei deckte in Hannover ein auf das Einschleusen von Iranern spezialisiertes Netzwerk auf und verhaftete dabei zwei 37 und 54 Jahre alte Männer. Diese haben als Schleuser Iraner gezielt für ihr Anhörungsgespräch als Asylbewerber trainiert und sie auf die Schilderung falscher Fluchtgeschichten. Dafür verlangten sie vier- bis fünfstellige Beträge.

Im Rahmen einer bundesweiten Razzia wurden im Vorfeld 22 Durchsuchungen in mehreren Bundesländern durchgeführt. Dabei wurde den Beschuldigten die Einschleusung von zehn Iranern vorgeworfen. Diese Zahl könne sich noch im Laufe der Ermittlungen erheblich erhöhen, teilte der zuständige Staatsanwalt mit.

Man habe für die Vorbereitung auf die Anhörungsgespräche im Zuge des Asylverfahrens beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine sofortige Barzahlung verlangt und diese gezielt zur Schilderung legendierter Flucht- und Verfolgungsgeschichten angeleitet.

Die sich illegal in der Bundesrepublik aufhältigen Personen wurden ferner intensiv geschult, sich gegenüber dem BAMF - entgegen ihrer tatsächlichen Glaubensrichtung - als konvertierte Christen auszugeben und dass ihnen bei einer Abschiebung in den Heimatstaat Verfolgung drohen würde. Zu diesem Zweck ließen sich diese Personen u.a. den Besuch deutscher Gottesdienste bestätigen und lernten biblische Gleichnisse auswendig.

Es wird jetzt von der Staatsanwaltschaft wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie die gewerbsmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung ermittelt.

Mehr dazu unter presseportal.de

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: HDM

Ich müßte mir eigentlich auch mal so ein Seminar reinziehen. Einfach untertauchen und mich danach als konvertierter Iraner bei den Behörden melden. So ganz langsam wachsen mir hier nämlich so einige Kosten über den Kopf: 'IGEL'-Leistungen beim Arzt, Zuzahlung Krankenhaus oder Zahnarzt, Brille, Miete, Gebühren für Personalausweis/Reisepaß/Führerschein, GEZ, öffentliche Verkehrsmittel, Schulbücher für's Kind, KiTa/Hortgebühren etc. pp. Nach meinem 'Neuanfang' in Deutschland entfällt das dann alles auf einen Schlag! Gebrochenes Deutsch sollte ich hinkriegen und im Fall der Fälle: "Nix verstehen". Supi!

Gravatar: Wolf Köbele

Das ist nur ein winziger Bruchteil derer, die den Eindringlingen beibringen, wie man die Deutschen betrügt und ausnimmt. Es wird leider nicht besser dadurch, daß es die Mehrzahl freiwillig und unentgeltlich tut, um das schöne Gefühl zu genießen, ein Bessermensch zu sein.

Gravatar: Jomenk

In der Buntenrepublik Doofland scheint alles möglich zu sein. Eine nette Story und schon ist man im vermeintlichen Paradies. Wahrscheinlich besitzt niemand einen Pass. Die Dinger gehen aber auch sowas von schnell verloren. Wirklich ärgerlich, sowas. Aber was soll´s. In Doofland brauchten man den eben nicht. Hier erzählt man was vom Storch und schon klapp´s mit dem Asyl.

Vielleicht sollte man der Staatsanwaltschaft mal einen kleinen Tipp geben. Wir alle wissen doch, wo sich der Kopf der Schleuserbanden aufhält. Wer es ist und wo sein Haus wohnt, darf sich jeder selbst beantworten. Ich schreibe es lieber nicht. Ich habe einfach Angst, dass ich dann Besuch von Herrn Maas bekommen. Das wäre peinlich. Ich habe gerade keinen Kuchen im Haus.

Gravatar: HDM

@Jomenk: Als ob Sie Kuchen da hätten, wenn der Vorwerk-Vertreter klingelt. Den will man auch bloß nicht zu Besuch kriegen. ;-)

Gravatar: Jochen Reimar

Der Titel ist etwas irreführend: Was sind denn "deutsche Asylbewerber"? Haben Landsleute aus Bayern oder Brandenburg in Hannover um Asyl ersucht, oder waren es doch wohl eher paßlose Araber und Afrikaner?


[Anm. d. Redaktion: Danke für den Hinweis. Wir haben es korrigiert. MfG]

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

Geschah das etwa auch mit Hilfe dieses Schäuble im Einverständnis der Merkel im Auftrag Gottes, nur um die Deutschen vor Inzucht und Degeneration zu schützen???

Doch werden dabei – selbstlos wie unsere Regierenden sind – nicht sogar alle die EU-Staaten bewohnenden Völker mit einbezogen, um sie mit dieser Aktion etwa vor noch Schlimmeren/m(?) aus der Politik zu bewahren??? https://www.berlinjournal.biz/schaeuble-migration-inzucht/

Gravatar: Freigeist

Die Zeiten-Wende, d.h. neue Völkerwanderungs-Zeit, ist von den Politikern schon verstanden worden, so blöd sind die nicht. Aber, Sie wollen nicht handeln und die Grenzen schließen. Paradox.

Gravatar: Alfred

Ein unverkennbares Zeichen, dass die Deutschen bzw. die Politiker immer dümmer werden.
Wir sollte uns auch 14 Identitäten zulegen und abkassieren.

Gravatar: H.M.

Besonders perfide ist es, durch Pseudokonversion zum Christentum einen Grund für den Asylantrag vorzutäuschen. Dies bedeutet, dass bei der deutschen Bevölkerung und bei unseren Behörden das Misstrauen wächst, sei es nun gegenüber echten oder vorgetäuschten Konvertiten. Wem soll man denn in Zukunft trauen und die herzzerreißende Flucht- und Martyriumsgeschichte abkaufen? Den Flüchtlingen und (christlichen) NGOs? Oder soll man grundsätzlich kritisch und zynisch sein?

Ich kenne jemanden, der in den 1990ern mit seiner Familie aus einem Land im Orient nach Deutschland kam, die ganze Familie trat zum Christentum über und erhielt Asyl. Mein Bekannter ist der einzige, der dabei geblieben ist, die übrige Familie hat danach das Christentum wieder verlassen und ein Mitglied ist sogar Salafist geworden. Mein Bekannter (der beim Christentum dabeiblieb) war aber kein NGO-Vorzeige-Konvertit, der es auf die Titelseite einer christlichen Zeitschrift schafft, sondern hatte mit diversen Problemen zu kämpfen: Identitätsprobleme wegen zwei Heimaten, Sprachprobleme, mangelhafte Bildung und Berufsaussicht, Depression und Psychose, Fanatismus, Kleinkriminalität, Streitigkeiten, Undankbarkeit gegenüber unserem Staat und Unverständnis für unsere Kultur, Arbeitslosigkeit und Arbeit im Niedriglohnbereich, Zweifel am Christentum, Verständnis für den Islam und Christenverfolgung; der Wahn, der einzig wahre Gläubige zu sein.
Kurzum: Dieses Land (das sich selbst seiner Identität nicht sicher ist) ist nicht seine Heimat, wird es wohl nie sei und er ist ein Mensch zwischen den Welten. Er besucht mittlerweile eine Gemeinde für seine Subkultur, ist also auch nicht in der deutschen christlichen Gemeindewelt angekommen. Nicht alle Konvertiten sind sozusagen Hochglanzmagazinmodelle, sondern es gibt auch solche Fälle.

Niemand wird wohl bestreiten, dass es tatsächliche christliche Flüchtlinge gibt und tatsächliche Konversionen von Flüchtlingen im Aufnahmeland. Aber woher soll man dann wissen, was echt und was vorgetäuscht ist? Unterm Strich bedeutet dies einen Verlust für unser Land (Finanzen, Sicherheit, politische Situation), weil wir Leute aufnehmen, die uns in verschiedener Hinsicht schaden und echte Flüchtlinge unter Generalverdacht kommen können.

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