Kalter Krieg: Höchste Zeit für außenpolitische Wende

Russland stationiert neue Raketen im ehemaligen Ostpreußen

Auf die zahlreichen NATO-Aufstockungen und Manöver in Osteuropa hat Russland nun mit der Stationierung von Iskander-M-Raktenen in Kaliningrad reagiert. Westliche Medien reagieren mit Panikmache.

Foto: Der Rat der Europäischen Union
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Kaliningrad, Litauen, Polen, Russland, USA, Wladimir Putin
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Für Unruhe in Polen und Litauern sorgen neue Ankündigungen der Russischen Föderation. Wie n-tv, Reuters und Euronews berichteten, werden neue ballistische Iskander-M-Raketen und Raketenabwehr-Systeme des Typs S-400 in der russischen Enklave Kaliningrad stationiert. Die neuen Iskander-M-Raketen sind keine Atom-Raketen, könnten aber theoretisch auch mit Nuklear-Srengköpfen versehen werden.

Russland reagiert mit dieser Aktion auf die zahlreichen NATO-Manöver und Truppenaufstockungen in den östlichen NATO-Mitgliedsländern. Die gesamte Ostseeregion ist ein heikles Gebiet, neben der Ukraine ein geo-strategischer Dreh- und Angelpunkt zwischen der NATO und der Russischen Föderation.

Donald Trump und Wladimir Putin hatten sich nach der US-Präsidentenwahl per Telefon kurzgeschlossen und waren sich einig, dass die derzeitigen Beziehungen höchst unzufriedenstellend seien. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich die angebahnte Annäherung auszahlt und es wieder zu einer Entspannung zwischen dem Westen und Russland kommt. Das hängt auch davon ab, wie sehr sich Trump gegen die Falken in Washington stemmen kann.

Jedenfalls ist zu hoffen, dass russische Truppenbewegungen auf eigenem Territorium nicht von der NATO als Paniknachricht missbraucht werden, um Maßnahmen umzusetzen, die man noch vor der Vereidigung von Donald Trump zum US-Präsidenten durchziehen will.

 

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans

Ja, da haben die Alliierten damals einen großen Fehler gemacht, als sie Ostpreußen den Russen überlassen haben. Das rächt sich jetzt bitter. Fehlende Weitsicht und Deutschfeindlichkeit waren wohl entscheidende Faktoren für diese strategische Fehlentscheidung.

Gravatar: Hans

Übrigens würde ich in der Überschrift nicht "ehemaliges Ostpreußen" sondern Ostpreußen schreiben.

Gravatar: heiner philip

Putin operiert sehr vorsichtig, doch strategisch richtig. Gleichgewicht herstellen ist das Haupt-Thema zwischen zwei Atom-Mächten. Russia verfolgt keine geopolitischen Eroberungen- im Gegensatz zu den USA. Hoffentlich belässt es Trump bei der geopolitischen Grosswetterlage- und fährt ein Stück weit zurück- im Einvernehmen mit Russia. Die wahre Grösse der USA entstünde nicht durch ihre Militärbasen und die Kriege, sondern im Gegenteil durch ihr neues Verständnis für die Interessen einzelner Staaten und Nationen.

Gravatar: H.Roth

Nun, die Natoländer fühlten sich bisher sicher vor dem Zwerg an der Ostsee, der kleinen russischen Enklave mit dem Ostseehafen. Man hat es geschafft, dieses Fleckchen Land, mittels erschwerter Durchreisebedingungen durch Litauen, von Russland irgendwie zu isolieren. Man hat nicht mit der Bärin gerechnet, die ihr Junges verteidigen will, notfalls eben auch mit scharfen Zähnen. "Don't poke the Russian bear!" kann man da nur sagen.

Gravatar: Erbschuldiger

Ja, wenn die westlichen " Befreier " damals nicht in Komplizenschaft mit Stalins " Betreiern " der deutschen Bevölkerung ihre ostpreußische Heimat genommen hätten, könnten heute amerikanische Atomraketen an Memel und Pregel stehen. Dillinger und Al Capone haben sich vor ca. 70 Jahren über die Beute geeinigt; heute wird die Zustimmung der " Demokraten " zur brutalen Vertreibungs-und Annektionspolitik Stalins von selbigen wohl als grober Fehler gewertet werden müssen. Der Machtbereich des Merkel-Regimes endet an der Oder, es entfällt damit auch die Möglichkeit, die von den Deutschen befreiten Ostgebiete des real nicht mehr existierenden Deutschen Reichs der Merkelschen Katastrophenpolitik zu unterwerfen. So ein Pech aber auch - besonders für die Polen; müssen sie doch auf Grund ihrer nationalorientierten und religiös resistenten Regierung auf all die " bereichernden Geschenke " der ungebremsten Massenzuwanderung muslimischer Fachkräfte verzichten. Fast eine Gotteslästerung im strenggläubigen Polen - wurde Merkel doch vom ""Herrgott " beauftragt !

Gravatar: Thorben Hendrik

Das habt Ihr nun davon, Sch****- NATO!
Bei andauerndem Provozieren muß ja schließlich irgendwann einmal eine bemerkenswerte Reaktion folgen.

Taktisch sehr schlau hat er sich gleich ganz nahe an die Baltenrepubliken gestzt, damit er in einem Rundumschlag den Nordosten Polens auf der einen Seite und die Baltenrepubliken auf der anderen Seite einnehmen kann. Und Störfeuer Richtung Ukraine zur Ablenkung.
Nein, das wäre sicher Selbstmord. Denn gerade dort überall ist die NATO geradezu überrepräsentiert.

HOFFENTLICH bringt Trump Ruhe mit in diese Situation.

Wenn doch bloß die Merkel nicht wäre. Die macht alles nur noch schlimmer.

Abwarten. Wir haben den geringsten Einfluß, außer, wenn Merkel wieder einmal gegen Putin wettert. Dann verschlechtert sich auch für Deutschland die Grundsituation.

Kann die nicht endlich mal vom Blitz getroffen werden?

Gravatar: ANTON  AMAN

Ich verstehe die Aufregung um Kaliningrad nicht, zumal
Russland keine Anzeichen einer kriegerischen Haltung
einnimmt im Gegensatz zu den ewigen Provokationen der
NATO und ständiger Kritik der Frau Merkel! Hat sie vergessen, daß der deutsche Angriff auf Russland trotz
eines gegenseitigen NICHTANGRIFF-PAKTES erfolgt ist
und bei dem Versuch Stalingrad zu erobern mindestens
27 Millionen russische Soldaten gefallen sind!!!
Das mal nebenbei; die Wiedervereinigung wäre ohne
russischem "good will"nicht vor sich gegangen, die Russen
zogen von der Alt-DDR auch ab, im Gegensatz sind die
Amerikaner geblieben. NACHDENKEN IST GEFRAGT!!!

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