Rösler weiter in der Defensive

07. Januar 2013, 06:56 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Michael Gottschalk/dapd
Redaktion (oe)

Fast konnte man meinen, der Fraktionschef der FDP im Bundestag sei der neue Vorsitzende: Die Rede Rainer Brüderles beim Dreikönigstreffen der FDP im Stuttgarter Staatstheater wurde umjubelt wie keine andere. Problem: Der Chef heißt Philipp Rösler, und seine Rede war wenig mitreißend, das Publikum nicht begeistert. Doch er erhält Unterstützung – von unerwarteter Seite.

CSU-Chef Seehofer sagte gegenüber der SZ, dass er die Koalition mit der FDP im Bund fortsetzen wolle. Auch Wolfgang Bosbach (CDU) nahm Rösler in Schutz und forderte zu innerparteilicher Fairness auf.

Bosbach erinnerte die FDP daran, dass die Wähler Uneinigkeit nicht honorieren. Daraus ergibt sich eine notwendige Konsequenz: »Es gilt auch für die FDP das alte Prinzip: Entweder muss man einen Parteivorsitzenden stützen. Oder man muss ihn stürzen.«

Seehofer mahnte beim Koalitionspartner ebenfalls Geschlossenheit an: »Wenn man pausenlos über Strategien und Personal redet, kann sich der Erfolg nicht einstellen.« Er sieht »in Deutschland ein Potenzial für die FDP, das deutlich über fünf Prozent liegt«, so dass der Wiedereinzug der Liberalen in die Parlamente zumindest nicht unmöglich sei.

 

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