US-Diplomaten müssen doch nicht Moskau verlassen

Putin und Trump lassen Obama auflaufen

Auf die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten aus den USA reagierte Putin mit einem diplomatischen Schachzug: Er ließ Lawrows Ankündigung von der Ausweisung der US-Diplomaten fallen und lud stattdessen die Diplomatenkinder zur Weihnachtsfeier ein.

Foto: KOREA.NET / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)
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Putin ist ein schlauer Fuchs. Außenminister Sergei Lawrow hatte als Reaktion auf die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten angekündigt, ebenfalls 35 US-Diplomaten ausweisen zu lassen. Diese Nachricht ging um die Welt. Doch der russische Präsident Wladimir Putin widerrief Lawrows Ankündigung und reagierte auf die US-Provokation mit einem schlauen Schachzug.

Er wolle auf die Provokationen der USA nicht eingehen, erklärte Putin. Die US-Diplomaten dürften bleiben. Die Kinder der Diplomaten wurden sogar zu einem Weihnachts- und Neujahrsfest in den Kreml eingeladen (in Russland wird Weihnachten später gefeiert).

Donald Trump feierte Putins kluge Reaktion. Es sei ein großartiger Schachzug gewesen, findet er. Er habe schon immer gewusst, dass Putin sehr klug sei.

Damit haben Putin und Trump den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama auflaufen lassen und dessen Aktionismus bloßgestellt.

 

 

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Hans Georg

Bei allem Verständnis, dass er das Folterlager auf Kuba nicht im Alleingang schließen konnte, hat er die Drohnenmorde absolut ausgeweitet, und sich damit zum Ankläger, Richter und Henker zugleich aufgespielt. Er hetzte gegen Russland, wo er konnte, er hetzte gegen Trump wo es nur ging. Und am Ende hat er noch schnell ein paar Fußtritte gegen Putin ausgeteilt. Aber den Friedensnobelpreis, den hat der Schwätzer bekommen.

Da ist einem Speiübel.

Gravatar: Tom

Ich könnte mir nun aber auch vorstellen daß man sich dann die Merkeln nach allen Regeln der Kunst vorknöpft. Und außerdem : Spätestens Anfang Februar sind alle ausgewiesenen Diplomaten wieder da und vielleicht auch noch ein paar mehr.

[Gekürzt. Die Red.]

Gravatar: mah

Formulierungsvorschlag für Qualitätsmedien:

Putin provoziert erneut den Westen!
Während 35 russische Diplomaten und ihre Familien dank einer Geste von Präsident Obama das Neujahrsfest zu Hause verbringen dürfen, weigert sich das Putin-Regime darauf einzugehen und weigert sich amerikanische Diplomaten auszuweisen. Das ohnehin belastete Verhältnis der Großmächte wird durch den einseitigen Schritt Rußlands weiter beschädigt.

Ende des Vorschlags.

Obama hat jetzt noch 20 Tage für weitere sinn- und intelligenzbefreite Maßnahmen.

Gravatar: H.Roth

Das paßt jetzt aber so gar nicht zu dem Bild, das uns das westliche Establishment von Putin immer vermittelt.
Ich sehe in Putin einen fähigen und klugen Staatsmann und hoffe, dass sich Trump und seine Regierung schon bald als ebenbürtiges Pendant dazu erweisen.

Danke an die Redaktion!
(Ich hab dieses Update in der Tat erst nach dem Absenden meines Kommentars wahrgenommen).
Wie ich finde, ein erfrischender Ausklang zum alten Jahr...und läßt uns gespannt auf die Weltpolitik anno 2017 hoffen, die zum nicht geringen Teil, doch von Trump und Putin geprägt werden wird! :-)

Gravatar: Ein unbequemer Geist

Ich selbst hätte ganz ähnlich reagiert, handelt es sich bei Obama sehr wahrscheinlich um eine bewusste Provokation, um die Beziehungen zwischen der USA und Russland weiterhin eintrüben zu können.

Obama wird jedoch bald nur noch Schall und Rauch sein, während sich die Beziehungen durch den baldigen Amtsantritt von Donald Trump sich spürbar entspannen werden.
Genau diese richtige Erwägung hat Putin zu seiner folgerichtigen Entscheidung kommen lassen.

Gravatar: Peter G.

Ob Russland versucht hat, den US-Wahlkampf zu sabotieren, kann ich nicht beurteilen. Es ist jedenfalls sicher, dass der US-Geheimdienst die deutsche Kanzlerin abgehört hat, und es ist ebenso sicher, dass es eine "Kanzlerakte" gibt.

Gravatar: Theo

Einmal mehr zeigt Obama, dass seine acht (in Zahlen: 8) Regierungsjahre acht - verlorene - Jahre in der Weltdiplomatie darstellen:

Die USA befinden sich seit Jahren in einem grässlichen Rassenkrieg, in dem weiße Polizisten grundlos Schwarze erschießen und im Gegenzug Schwarze Weiße ermorden. Der USA Kenner weiß, dass dies unter Bush Sen., Clinton und Bush Jun. so jedenfalls nicht der Fall war.

Die Rassisten-Bewegung "Black Life matters", die ähnlich ihrem deutschen Pendant ANTI-FA zu Gewaltakten tendieren und die Menschen in den USA und mittlerweile auch in Europa grundlos attackieren, sind ein Produkt dieser unsäglichen Obama-Jahre. Es handelt sich um perverse, dem Rassisten-Gedankengut entsprungenen Sonderlingen, die "eine" Rasse - was auch immer das sein soll, fördern und unterstützen wollen. Dass wollten im Übrigen die Nazis und der KKK auch, nur eben mit dem perversen weißen Überlegenheitsdenken.

Die USA ist tief gespalten.

Und mittlerweile ist auch die Kanzlerin Merkel zum Schreckgespenst U.S.-amerikanischer Demokraten avanciert: Man erinnert sich an ihre Wahlhilfe für Hillary Clinton mit Grausen.

Zwar hat Merkel auf Anraten ihrer dumpf-dummen USA-Berater/INNEN ihre misslungene Spitze gegen Trump fallen lassen, aber man erinnere sich an den Pausen- und Grusel-Clown Stegner, der Clinton wahrscheinlich ca. 200.000 Stimmen gekostet hat mit seinen unerbetenen Selbstdarstellungen als peinlicher Deutscher.

Was hat das mit Putin zu tun? Na wenigsten, seine Berater haben begriffen, was man tunlichst nicht tun sollte, um die Amerikaner politisch hochzuschaukeln.

Trump hat recht. Und: Trump ist offensichtlich auch in der Außenpolitik geschickter, als diese dumpfen Feministinnen in den USA.

Einmal mehr ein Grund dankbar zu sein, dass die überwiegende Mehrheit in den USA noch ein Gefühl für Freiheitsrechte und Politiker hat.

Und damit endet das Jahr 2016 schon einmal gut -

- und trotz der fortgesetzten Terrorakte in Europa, insbesondere Deutschland, wo nur noch unter einem massiven Polizeiaufgebot Menschen zum Feiern auf die Straße trauen dürfen: Berlin, Hamburg, Köln, München ...

Danke Herr Gauck.

Danke Frau Merkel!

Gravatar: Der nachdenkliche Bürger

Super Aktion. Putin ist halt ein kluger Schachspieler und denkt schon einige Schritte voraus, weil er es ab dem 20.01.2017 mit Trump zu tun hat. So hat er Obama schön blamiert - einfach nur ein lame duck.

Gravatar: Karl Brenner

Spätestens seit der Ausage Obamas, daß Rußland eine Regionalmacht sei, war jeden klar, daß bei den Amerikanern alles aus dem Ruder gelaufen war.
Die Demokraten (also die dazu gehörenden Wall Steet Leute) haben versagt.

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