Publizist erklärt Berliner Schulversagen

23. Oktober 2012, 07:12 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Paul Zinken/dapd
Redaktion

Warum schneiden Berliner Schüler bei Vergleichstest – zuletzt wieder den Grundschülern attestiert – regelmäßig so schlecht ab? Der Publizist Harald Martenstein hat für dieses Phänomen eine einleuchtende Erklärung: Es ist nicht die hohe Migrantenquote, es liegt nicht an der Armut und auch nicht an zu wenig Geld, sondern es ist der mangelnde Wille zur Leistung.

Im Tagesspiegel schreibt er über das hauptstädtische Bildungsdesaster: »Es liegt an der Berliner Schulpolitik, dies darf als erwiesen gelten, Entschuldigungen und Ausreden funktionieren nicht.«

In Berlin werden bereits Fünfjährige eingeschult, werden dann mit jahrgangsübergreifendem Lernen malträtiert und als Bildungsverlierer entlassen. »Jedes Jahr spucken die Berliner Schulen junge Menschen aus, die für viele Millionen Euro zu Analphabeten ausgebildet wurden, und von denen dann einige, perspektivlos, verroht und dumm, andere junge Menschen totschlagen.«

Für Berlin gibt es allerdings wohl keine Lösung für dieses Problem, denn, so Martenstein, das »Wort ›Leistung‹ gilt ja mancherorts geradezu als Verstoß gegen die Menschenrechte.«

Dabei ist der Weg eigentlich klar: »In Wirklichkeit ist zum Lernen manchmal ein wenig Druck erforderlich, in Maßen natürlich, Druck, der sehr menschenfreundlich ist, wenn er den Kindern ein späteres Leben als Analphabet und Dauerarbeitsloser erspart.«

Nur die Berliner haben das offensichtlich nicht verstanden.

 

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(oe)

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