Am Sonntag, den 4. März, wählt Italien ein neues Parlament

Parlamentswahl: Italien vor der Wende?

Am 4. März sind Wahlen in Italien. Das Land steht vor einem großen Umbruch. Schulden, Jugendarbeitslosigkeit und Migrationskrise belasten das Land. Die Stimmung ist aufgeheizt. Wenn es einen Rechtsruck in Italien gibt, ist Merkel in Europa isoliert.

Foto: Pixabay
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Das wird spannend. Am Sonntag wird in Italien das neue Parlament gewählt. Die Parteien im konservativen und rechten Spektrum schneiden bei Umfragen besonders gut ab. Wenn es zu einem rechts-konservativem Koalitionsbündnis kommen sollte, würde dies eine Abkehr von der bisherigen Politik in Italien bedeuten. Italien würde dann zu einem zweiten Ungarn werden.


Für Angela Merkel wäre ein solches Ergebnis katastrophal. Denn dann wäre sie isoliert in Europa. Nur noch Emmanuel Macron wäre an ihrer Seite – und das auch nur wankelmütig und halbherzig.


Wer tritt alles an?


Für die konservative Partei »Forza Italia« tritt ein alter Bekannter an: Silvio Berlusconi will es noch einmal wissen. Seine bisherigen Amtszeiten als Premierminister waren von Skandalen und Affären geprägt. Doch Berlusconi ist immer noch sehr populär. Er spricht offen an, was die Bevölkerung denkt. Das kommt an. So hat er sich jüngst äußerst kritisch zur Massenmigration nach Europa geäußert.


Für die rechtskonservative Partei »Lega Nord« tritt Matteo Salvini an. Er sympathisiert offen mit der AfD in Deutschland, mit Victor Orban in Ungarn, mit Donald Trump in den USA und mit Marine Le Pen in Frankreich. Für die Linken ist er deshalb ein rotes Tuch. Doch bei der übrigen Bevölkerung ist er sehr populär. Auch er will der Massenmigration von Muslimen und Afrikanern nach Europa Einhalt gebieten. In Anlehnung an Trumps Motto »America first!« lautet sein Statement: »Italien zuerst!«.


Für die »Fünfsterne-Partei« tritt Luigi di Maio an. Auch diese Partei ist Euro-kritisch, EU-kritisch, und wehrt sich gegen die Masseneinwanderung aus Afrika und dem Mittleren Osten. Die Partei könnte nach jüngsten Umfragen auf 24 bis 28 Prozent kommen.


Gegen dieses Kandidaten treten die italienischen Sozialisten an, die man hierzulande als Sozialdemokraten bezeichnen würde. Ihre Anführer sind Matteo Renzi und Paolo Gentiloni. Sie sind Politiker nach dem Geschmack von Merkel: EU-freundlich, Banken-freundlich, pro Massenmigration, Fans von der Politik Barack Obamas und Hillary Clintons. Linksliberale eben: Links in ihrer Rhetorik und Multikulti-Ideologie, und liberal für die Banken, denen sie gerne helfen.

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Italien vor der Wende?“

Ich bin mir sicher, dass es – egal von wem Italien regiert wird - schon deshalb keinesfalls zu keiner wesentlichen „Wende“ kommen kann, weil die Mafia grundsätzlich mitregiert!!!
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_82922610/italien-der-ewige-einfluss-der-mafia.html

Da aber auch unser deutsches Englisch-Phänomen https://www.tz.de/welt/oettinger-kennt-mafia-verdaechtigen-man-duzte-sich-sogar-zr-9514874.html scheinbar rege Kontakte zu „Italiens gefährlichster Mafia“ pflegt https://www.nzz.ch/italiens_gefaehrlichste_mafia-1.6606226:

Wie wird sich die Zukunft der EU nach der Parlamentswahl - und einer etwa weiteren Bundesregierung unter dieser Merkel etwa als
Göttin(?) - gestalten???

Gravatar: Heinold Perkmann

"Die Italiener zu regieren ist nicht unmöglich, es ist nur sinnlos" (B.Mussolini)

Gravatar: Janyn Meyer

Es ist so schade um dieses wunderschöne Land und seine Bürger!!! Italien könnte eines der reichsten Länder Europa´s sein....ein fruchtbares Land....ein Land mit gutem Tourismus....ein Land mit grosser Kultur - man könnte noch Vieles zu diesem Thema erwähnen !!! Der "Filz" dieses Landes, bestens integriert in den obersten Reihen der Politik verhindert eine positive WENDE in diesem Land !!! Ein Grossteil der Gelder- ob Steuergelder oder EU Zuschüsse - landet in dunklen Kanälen!!! Und wie die Grossen, so auch die Kleinen!!! Bsp.: Die Provinz einer kleinen Region in Norditalien erhielt eine Million zur Verbesserung der zum Teil lebensgefährlichen Strassen zu den Dörfern ins Hinterland.......es wurde eine kleine Strasse in ein einziges Dorf " ausgebessert" !!! Kostenpunkt maximal 50.000 EURO....wo bleibt der Rest von 950.000 EURO !!! Hier ist aber auch die EU gefragt...warum wird nicht kontrolliert was mit diesen Geldern geschieht??? Zm Schluss wünsche ich allen Italienern, den Rentnern, der arbeitenden Bevölkerung und der Jugend ein BESSERES ITALIEN !!!

Gravatar: Karl Napp

Nur eine Regierung, die die von verantwortungslosen, rücksichtlosen, dummen Kommunisten gelenkten Gewerkschaften nach Art von M. Thatcher in die Schranken weist, kann dieses fleißige, freundliche, kluge, begabte, kunstliebende, zivilisierte Volk wieder zum wirtschaftlichen Erfolg führen.

Gravatar: Beierklein

In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war. Franklin D. Roosevelt (1882-1945)

Was will uns dieser Ausspruch eines ehemaligen US-Präsidenten sagen?
Es bedeutet, daß das Drehbuch der Weltpolitik längst geschrieben ist und nur noch durch die Politdarsteller aller Länder auf Anweisung der Regisseure minutiös abgearbeitet wird.
Das Ergebnis der morgigen Wahlen in Italien steht heute bereits fest und wird durch den eigentlichen Urnengang der Wähler nicht beeinflusst.Die Wähler sollen lediglich davon überzeugt sein, durch ihre Stimmabgabe auf demokratischem Wege, etwas beeinflussen zu können.
Italien wird als armes hoch verschuldetes Land in der EU dargestellt, beheimatet jedoch die reichste "Firma" der Erde, mit Sitz in Rom.
Wenn diese das Geld herausrücken würde, welches sie weltweit aus den geknechteten Einwohnern aller Länder herauszieht könnten wir alle in Saus und Braus leben

Gravatar: Frank

ich bin davon überzeugt, wenn das Geld in Brüssel alle ist, dann geht nicht nur Italien aus der EU sondern die Anderen Staaten wie HU CS Pl usw. auch aus dem Euro.
Ich kann es gar nicht erwarten.
Dann könnte der Spuk mit der Euro-Gemeinschaft zu ende sein. Die Drohgebärden von grünen Fischer wegen dem Chinesischen Handelskrieg ist nur Angstmache. Man kann Handelskriege gewinnen. Aber bis dahin werden die links- versifften Medien heiß laufen.

Gravatar: Karl Brenner

Italien ist ein typisches Beispiel für das Scheitern einer immer vertiefenderen EU

Das Land hatte und hat immer noch gute Produkte aus kleinen Familienbetrieben, welche sich bei höheren Stückzahlen nicht nach China auslagern lassen.

Durch die EU-Weiten Vorgaben/Standards/Normen haben die kleinen Betriebe und kulturell bedingt anders aufgebauten Produkte immer schlechtere Chancen oder höheren Aufwand für diese Kleinbetriebe.

Eine Vertiefung der EU-Einheits-Sauce macht die kleinen Länder kaputt, und verdeckt in den vormals leistungsfähigen Ländern (Deutschland) die wirtschaftlichen Effizienz-Probleme durch Luxusvorgaben (Umwelt, Arbeitsstandards, etc)

Gravatar: Manni

Wie gesagt der Euro ist und war von Anfang an eine Pleitewährung, der Währungsausgleich eine Mogelpackung, hier war von Anfang an die Frage gestellt wie jene Staaten die nicht im Sinne einer BRD oder Frankreich erwirtschaften, jene Kriterien erreichen können. Hier wurde belogen und betrogen.Griechenland das beste Beispiel, Lug und Trug ,angeblich hat diese Nation alle Bedingungen der EU erfüllt. Kann mir mal einer erzählen wo die Fakten stehen? Nicht nur Italien, auch Portugal, Spanien nuckeln am EU Hungertuch. Mit Verlaub,es gab da einmal eine EG und diese hat mit den jeweiligen Währungen funktioniert, aber nein das funtioniert zu gut. Eine EU unter der Herrschaft dieser musste her,unter der Fittiche Deutschlands und Frankreichs.Das Ergebnis sehen wir jetzt. Die Staaten Europas sind überfordert, die EU zerfällt, die Politik Frankreichs und Deutschlands als EU Strategen werden in die Versenkung eingehen. Ein Abenteuer mit Finanziellen Konsequenzen. Unsere Kinder werden es diesen Strategen über Generationen nachsagen, wetten?

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