Rundfunkbeitrag bringt ARD, ZDF und Deutschlandradio satte Überschüsse

Öffentlich-Rechtliche meldeten 753 Millionen Euro zu viel an

Vor wenigen Wochen forderte noch Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue eine Erhöhung des Rundfunkbetrags, die Öffentlich-Rechtlichen erwarteten bis Ende 2020 ein Minus von über 200 Millionen Euro. Nun ergab eine Prüfung stattdessen dort ein Plus von fast 550 Millionen Euro.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: ARD, ZDF, Deutschlandradio, Rundfunkbeitrag, Öffentlich-Rechtliche, KEF
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ARD, ZDF und Deutschlandradio errechneten sich dieses Jahr für ihre Etats bis Ende 2020 ein Minus von knapp 204 Millionen Euro. Damit wurde zugleich die Forderung nach einer Erhöhung des monatlichen Rundfunkbeitrags verbunden. Jetzt kommt alles ganz anders rund um die Haushalts-Zwangsabgabe.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine umfangreiche Prüfung vorgenommen und kam dabei zur Auffassung, dass die öffentlich-rechtlichen Sender in der laufenden Beitragsperiode mit weniger Geld auskommen, als sie angemeldet haben.

Die Expertenkommission errechnete ein Plus von fast 550 Millionen Euro bis Ende 2020. Zudem befindet sich eine weitere halbe Milliarde Euro in der öffentlich-rechtlichen Rücklage, da 2017 der Monatsbeitrag nicht, wie von der KEF vorgeschlagen, von 17,50 auf 17,20 Euro gesenkt wurde.

Die Ministerpräsidenten der Länder, die über die Beiträge entscheiden, wollten jedoch den Beitrag bei 17,50 Euro zu belassen, um Rücklagen anzulegen. Das gesparte Geld sollte für eine »langfristige Beitragsstabilität« sorgen.

Entsprechend der aktuellen Zahlenlage soll nun der Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Sender, den sie alle zwei Jahre bei der KEF anzumelden haben, um 753 Millionen Euro gekürzt werden. Alle vier Jahre gibt nämlich die Kommission bei den Ländern einen Vorschlag über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags ab.

In dem Berichtsentwurf der KEF heißt es nun, die Kommission sehe »keine Notwendigkeit, den Landesregierungen eine Änderung des Rundfunkbeitrags zu empfehlen«. Der nächste reguläre Bericht wird seitens der KEF im Frühjahr 2020 vorgelegt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner

Da weiß man nicht mehr was man sagen soll. Dass die Politik und die öffentlich rechtlichen Sender mafiöse Strukturen aufweisen, ist damit mehr als bewiesen.
Warum nimmt sich die Staatsanwaltschaft nicht solchen Verbrechen an und bringt solche Politiker und Chefredakteure hinter Gitter.

Gravatar: Magnus

Klartext! Jetzt gibt es Feuer um A....

Rede im Bundestag von Fr. Beatrix von Storch
Mit einem Wort: Klasse! - außergewöhnlich diese Frau!

Leute, seht und hört Euch das an!
https://www.youtube.com/watch?v=kByWgIwe8rg

Gravatar: Hand Meier

Die Vollkosten-Kalkulation dieser Medienanstalten, die nicht genügend transparent aufgegliedert wird, ist der eine berechtigte Kritikpunkt, denn ein großer Teil Sendezeit wird ja hinzugekauft, der zumeist von Produktions-Firmen erstellt wird, deren Inhaber eine Funktion in den Sende-Anstalten bekleiden, was eine ständigen Übervorteilung, bei der zu Zwangszahlungen verdonnerten Bevölkerung führt.
Damit beginnt die Selbstbedienung die vom Intendanten abwärts bis zum Pförtner reicht, denn es ist keine Gebühr, die von den Haushalten aufgebracht wird, weil diese eine Leistung in Anspruch genommen haben.
Es ist eine Steuer die mit Gesetzen flankiert, pro Haushalt berechnet ist und dann wird die Gesamt-Summe verpulvert.
Im Unterschied zu den Privat-Sendern, wo die Werbe-Einahmen die Betriebs-Kosten und einen Gewinn zu decken haben, fehlt diese Kalkulation im Staatsmedium, wo ein Etat verbraten werden kann, weil man nicht wirtschaften muss, man hat ja Ex-Politiker mit an Bord und am Trog.
Bestes Beispiel sind die Summen, vor denen die Privaten-TV-Sender zurückschrecken, bei Fussball Übertragungs-Rechten zu Preisen, die erkennbar ohne Bezug zur wirtschaftlichen Realität stehen, weil auf beiden Seiten Unterhändler sitzen, die nach Vertragsabschluss Multimillionäre geworden sind, so ganz nebenbei.
In einer digitalen Zeit muss diese Mediensteuer verschwinden und durch eine Abrechnung nach Nutzung ersetzt werden.
Auch die unglaubliche Qualitätslosigkeit von komplett ungebildeten Mannequins, die öffentlich auftreten wie freche Hanswurste würde sich regulieren, wenn per Einschaltquote so manche Flasche den Laufpass bekäme, dann wäre so etwas nicht normal https://www.publicomag.com/2017/12/zdf-erklaert-jerusalem-zur-israelfreien-stadt/

Gravatar: Donald Ganter

Keine Sorge. Diese lächerlichen 753 Millionen sind ratz fatz anderweitig untergebracht. Abgesehen davon, dass man dringend noch Finanzierungen für neue Projekte gegen Räächtz und pro Migration benötigt, ist auch, wie schon zuvor bei einem Großteil unserer Abgeordneten im Parlament, vor allen beim Führungspersonal und sonstiger Prominenz in den öffentlich rechtlichen Bedürfnisanstalten festgestellt worden, dass man seit langem ebenso am Hungertuch nagt. Da werden solche Kleinbeträge wirklich nur für das Nötigste reichen und auf Dauer gesehen nicht auskömmlich sein.

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