NSU-Untersuchungsausschuss deckt skandalöse Zustände beim Thüringer Amt für Verfassungsschutz auf

11. Juli 2012, 10:24 | Kategorien: Politik | Schlagworte: | von Redaktion
Foto: Jens-Ulrich Koch/dapd
Redaktion

Der Untersuchungsausschuss, den der Thüringer Landtag eingesetzt hat, um die Umstände der Morde durch die Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund aufzuklären, bringt Details über das Landesamt für Verfassungsschutz zutage, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Insbesondere das Verhalten des ersten Präsidenten, Helmut Roewer, gibt Anlass zur Besorgnis und Belustigung. Wenn es nach den zeugen geht, dann war das Amt unter seiner Ägide, in den neunziger Jahren, ein durch und durch verrotteter Laden. Was augenscheinlich an Roewer selbst gelegen hat, der sich durch einen, gelinde gesagt, unkonventionellen Stil hervortat. Bei der Befragung indes fiel vor allem auf, dass viele der damals Beteiligten heute unter schweren Erinnerungslücken leiden und sich an nichts, jedenfalls nicht viel erinnern können.

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(oe)

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