Neues Kunstwerk von Norman Gebauer in Berliner Kirche

21. August 2012, 08:51 | Kategorien: Lebenswelt | Schlagworte: | von Redaktion
Foto: Norman Gebauer
Redaktion

Im Zuge der Restauration anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Zehlendorf wurde die aus Holz geschnitzte Mutter Gottes vom ihrem provisorischen Platz am Seitenaltar in eine Nische der rechten Kirchenseite gestellt. Obwohl sie nicht von Anfang an in der Kirche stand, ist die Gemeinde fest mit dieser Maria verbunden.

Wie viel wurde und wird hier gebetet, gesungen, gehofft…

So war es ein lang gehegter Wunsch, dass ihr neuer Platz in der Seitennische keinesfalls ein weiteres Provisorium sein sollte. Mit der Zeit ist die Nische immer weiter gestaltet worden: mit Licht, mit einer Kniebank und Kerzenleuchtern und nicht zuletzt einem Sandsteinsockel. Das einzige, was von vielen vermisst wurde, war die Möglichkeit, bei unserer lieben Mutter auch eine Kerze anzünden zu können.

Nach einer Ausschreibung bekam der Berliner Maler und Bildhauer Norman Gebauer den Auftrag, den Opferlichtständer auszuführen. In dem Entwurf strecken sich der Mutter Gottes die Kerzen wie Blumen entgegen. Diese Ornamentik ist den zahlreichen floralen Elementen der neogotischen Herz-Jesu Kirche entlehnt und entspricht gleichzeitig der christlichen Tradition, Maria die schönsten Blumen darzubringen.

Die Ausführung erfolgte in von Hand geschmiedeten Eisen; es ist ein Unikat, das den Stil der beiden bereits vorhandenen Kerzenständer aufnimmt, sich in die Kirche einpasst und trotzdem die besondere Verehrung Mariens hervorhebt.

Der neue Opferlichtständer wird nun in der Heiligen Messe zum Fest Maria Geburt am Sonntag, den 9. September, um 10.30 Uhr offiziell enthüllt.

Der Finanzierung erfolgte allein durch Spenden zur Ehre der Mutter Gottes, als Dank für ihren Schutz und Segen, der die Gemeinde Herz-Jesu noch lange begleiten möge.

Der Maler und Bildhauer Norman Gebauer wurde im westfälischen Wiedenbrück geboren. Nach einer Möbeltischler-, einer Steinmetz und Steinbildhauerlehre in Soest und dem Besuch der Fachoberschule für Gestaltung in Münster studierte er an den Kunstakademien in Florenz, Düsseldorf und Mailand. Gebauer bekam ein Erasmusstipendium von der Aldegrevergesellschaft in Münster, ein Grafikstipendium in Weimar und ein Arbeitsstipendium für Schloss Wallhausen. Internationale Auszeichnungen erhielt er vom MAES – Museum in Brasilien und von der internationalen Grafikausstellung in Bergamo. Seit 1995 lebt Gebauer als freischaffender Künstler in Berlin. Er ist mit der Architektin Désirée Planz verheiratet. Mit ihr arbeitet er zusammen und hat zwei Kinder.

 

Mehr zum Künstler unter norman-gebauer.de

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