Monti nimmt Klientelismus ins Visier

03. August 2012, 10:33 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: David Hecker/ddp
Redaktion

Italiens Ministerpräsident Mario Monti will, wie es aussieht, die Schuldenkrise dazu nutzen, dem im Süden des Landes weit verbreiteten Klientelismus und der Korruption das Wasser abzugraben. Hilfszahlungen an überschuldete, bankrotte Regionen wie Sizilien soll es nur geben, wenn Maßnahmen ergriffen werden, mit denen das Übel eingedämmt werden kann.

Ob Monti dieses ehrenwerte Ziel erreichen kann, dürfte allerdings zu bezweifeln sein. Zu lange schon ist es verbreitet – und wo Geld fließt, findet die gar nicht so ehrenwerte Gesellschaft einen Weg, es abzuzweigen. Infiziert von dem Übel sind linke wie rechte Politiker, Arme wie Reiche: Alle betrachteten den Staat als Melkkuh, an der man sich nur bedienen musste. Eine Forstverwaltung wie die sizilianische, die 27.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist nur ein Beispiel unter (vermutlich) Dutzenden, die zeigen, wie schwierig das Problem zu lösen sein wird. Wenn überhaupt.

 

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(oe)

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