Michael Brand: Palliativmedizin stärken!

30. Januar 2013, 10:14 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde
Redaktion (oe)

Auf die begrifflichen Unschärfen bei der aktuellen Debatte um den Regierungsentwurf zum § 217 StGB hat der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) in der Fuldaer Zeitung aufmerksam gemacht. Nicht um Hilfe gehe es da, wie das Wort »Sterbehilfe« nahelege, sondern »mehr um die Frage, ob der Mensch den Mensch töten darf, ob hier ein Dammbruch erfolgt.«

Brand plädiert stattdessen dafür, den Ausdruck »Töten auf Verlangen« zu verwenden. Doch noch viel wichtiger sei es, den Blick verstärkt auf die Möglichkeiten der modernen Medizin zu richten: Linderung von Leid durch Schmerztherapie ist möglich, Krankheit muss deshalb nicht zu Todessehnsucht führen.

»Der Mensch hat nicht das Recht auf Töten, auch nicht auf Töten auf Verlangen«, schreibt Brand. »Leidende Menschen haben vielmehr das Recht auf helfende Begleitung und Linderung.« Daraus folgert er: »Es ist der dem Menschen würdige Ansatz« – nämlich leben und auch krank sein in Würde –, »der Palliativbegleitung und Hospizbewegung zur wirklichen Alternative macht. Diesen zu stärken ist der Gesetzgeber in der Pflicht, für die Betroffenen und für die Gesellschaft insgesamt.«

 

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