Nächste Klatsche für den einstigen Wundermann

Macrons Partei verliert Senatswahlen

Emmanuel Macron und seine Partei sind endgültig entzaubert. Bei den Wahlen zum französischen Senat gingen lediglich 23 der 171 zu vergebenden Sitze an die Truppe um den einstigen Hoffnungsträger. Damit ist Macron noch schneller entzaubert als es in Deutschland dem Schulz widerfuhr.

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Das französische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus, besser bekannt als Nationalversammlung; und dem Oberhaus, dem Senat. Dieser wird, anders als die Nationalversammlung, nicht unmittelbar von den Bürgern gewählt, sondern indirekt von den Vertretern der Städte, Gemeinde und Regionen. Bei diesen Wahlen sind also mitunter Politprofis gefragt; Menschen also, die sich mit der französischen Politik etwas auskennen, sich damit intensiver beschäftigen. 

Bei diesem Personenkreis zumindest ist Macron komplett entzaubert. Aktuell wurden 171 der insgesamt 348 Sitze neu vergeben. Macron und seine Partei konnten lediglich 23 dieser vakanten Sitze gewinnen, sind aktuell nur viertstärkste Fraktion im Senat. Damit setzt sich eine rasante Talfahrt Macrons fort, die schon seit einigen Wochen anhält. Längst ist der einstige Wundermann entzaubert, mehr und mehr wird die Kritik an ihm und seinem Politikstil lauter.

Neben innerparteilichen Streitigkeiten und Turbulenzen, die Macron das Leben schwer machen, gilt er persönlich in der Zwischenzeit als abgehoben, arrogant und eitel. Zudem mache er eine Elitenpolitik, von der lediglich ein paar weniger Auserwählte profitieren. Doch dies stehe im direkten Gegensatz zu der von ihm propagandierten Reformpolitik aus seinem Wahlprogramm.

Nicht zuletzt aber ist Macron selbst für seinen Niedergang verantwortlich. Gerüchte um Affären, horrende Ausgaben für Kosmetik und etliche andere Nebengeräusche sorgen dafür, dass Macron in den Umfragen rasant verloren hat. 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerd Müller

Wem wundert es ?
Seine einzige Strategie, Frankreich vor dem totalen Ruin zu bewahren, ist die Flucht in mehr EU.
Dort erhofft er dann mit Vergemeinschaftung von Steuergeldern (gemeinsamer Finanzminister) und Vergemeinschaftung von Sozialabgaben (gemeinsames Rentensystem) genügend Finanzen für sein Land abzuschöpfen.....

Zahlen werden daß zum überwiegenden Teil wir Deutschen, mit unserer noch funktionierenden Wirtschaft.

Geldbernichter Schäuble, die Altparteien und ihre Anhänger bejubeln ihn sogar noch als großen Europäer.

Bei mir ist so etwas Nationalismus pur !!

Gravatar: fishman

Es setzt sich der Trend fort, daß die Eliten noch großes, ihrem Interesse nützliches in Gang setzen können wie zuletzt der Globalisierungswahn oder die EU in ihrer heutigen Form sowie die größte Währungsmanipulation seit Menschengedenken mit dem Euro. Daß aber ein immer besser informiertes Volk sich nicht mehr länger oder immer zu an der Nase herumführen läßt. Die Tricks der Massenpsychologie funktionieren natürlich weiterhin. Ganz besonders vor diversen Wahlen oder Kriegen verrichten sie nützliche Dienste für die Eliten. Jedoch deren Halbwertzeit wird immer kürzer. Solide, demokratische, vertrauenswürde und transparente Politik ist notwendig, um das Vertrauen der Völker wieder zurück zu gewinnen.

Gravatar: Max

Die Franzmänner haben ein Problem mit Marseille und mit den Banlieues von Paris bis nach Bordeaux. Ihre unsägliche Kolonialpolitik hat eben nicht den humanitären Schub gebracht, den man sich durch die Öffnung Frankreichs erhoffte.
Wie überall. Schulversagen, soziale Hängematte, Kriminalität und Parallelgesellschaft der eingeschleusten Moslems. Frankreich möchte das Problem europäisch lösen, was ja ein Totalversagen von Macron bedeutet.
Sie wollen an das heiße Eisen der moslemische Zuwanderung nicht ran und verzögern und vertagen notwendige Entscheidungen, bis es nichts mehr zu entscheiden gibt. Das macht Europa lahm und vor allen Dingen auch alt. Die Franzosen haben einen jungen Präsi gewählt um noch ein biss`l Utopie zu bekommen, stattdessen ein eitler Pfau, der sich gerne schminkt. Was für eine Niederlage für unseren nächsten Nachbarn. Adieu France

Gravatar: Clara West

Macron hat 6 Sitze verloren, ist also von 29 auf 23 Sitze gekommen. Der Front National, der vorher 2 Sitze hatte, ist vollständig aus dem Senat herausgefallen.

Die größten Blöcke im französischen Senat waren von jeher die Konservativen und die Sozialisten. Alles andere sind kleinere Parteien und wenn man sich mal die Vorwahl zur Präsidentschaftswahl ansieht, dann hatten alle Parteien irgendwas plus/minus 20 Prozent. Marine Le Pen hatte auch nur deshalb Glück, in die Stichwahl zu kommen, weil Fillon passend vor der Wahl einen Skandal zu bewältigen hatte, was ihn auf 19 % herunterdrückte.

Kurzum, in Frankreich ist es normal, einer kleineren Partei anzugehören und somit in Koalition arbeiten zu müssen.

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