Kritik an autoritäre Strukturen, Demokratiedefizite und Personenkult bei »La République en Marche«

Macrons Bewegung verliert zahlreiche Mitstreiter

Innerhalb der Bewegung »La République en Marche« des französischen Präsidenten Macron macht sich immer größere Unzufriedenheit breit. Eine 100-köpfige Gruppe erklärte ihren Austritt. Sie beklagt fehlende innerparteiliche Demokratie und Personenkult.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Demokratie, Emmanuel Macron, Frankreich, La République en Marche, LREM
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Kurz vor dem ersten Parteitag von La République en Marche (LREM) laufen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron die Mitglieder davon. Hundert Mitstreiter gaben in einem am Dienstag veröffentlichten offenen Brief ihren Austritt bekannt.

In dem mit »100 Demokraten« betitelten Schreiben kritisieren die Unterzeichner mangelnde innerparteiliche Demokratie, autoritäre Strukturen und eine zu große Fokussierung auf Macron.

Sie beklagen, dass die Bewegung seit Macrons Amtsantritt im Mai ihre Ideale und Prinzipien verraten habe. Statt Basisdemokratie habe sich eine »Herrschaft der Eliten« durchgesetzt. Es gebe Drohungen und Einschüchterungsversuchen gegenüber engagierten Mitgliedern.

Kritik wird zugleich am Prozedere zur Wahl des neuen Parteivorsitzenden geäußert. Der Parteitag soll am Sonnabend den bisherigen Regierungssprecher und Macron-Vertrauten Christophe Castaner zum Parteichef wählen. Ein Gegenkandidat ist nicht vorgesehen.

Es wird bemängelt, dass keine Urwahl aller Mitglieder vorgesehen ist und dass Mitglieder ohne Amt nur per Zufallsprinzip ein Stimmrecht auf dem Parteitag bekommen. Die Mehrheit der Stimmberechtigten sind Parlamentarier und andere Mandatsträger.

Sie werfen vor, somit werde das »Prinzip demokratischer Wahlen negiert, das durch die französische Revolution 1789 und die Verfassung unseres Landes geheiligt« sei, heißt es weiter in dem Brief.

Man wolle die Arroganz, mit welcher der Intelligenz des Volkes begegnet werde, nicht weiter unterstützen. Bei den 100 Kritikern soll  es sich überwiegend um Basismitglieder, Kommunalpolitiker und lokale Parteiverantwortliche handeln.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Eine 100-köpfige Gruppe erklärte ihren Austritt. Sie beklagt fehlende innerparteiliche Demokratie und Personenkult.“ …

Ist das nicht ähnlich, wie bei den nun die Bundesregierung nur noch kommissarisch führenden Parteien etc.?

Könnte das auch daran liegen, dass immer mehr der bis jetzt noch im Bundestag vertretenen MdB merken, dass sie von „allen“ bisher im Amt gewesenen Bundesregierungen ebenso belogen wurden, wie das gesamte deutschen Volk? https://faszinationmensch.com/2015/02/25/haben-merkel-und-holland-den-auftrag-den-3-weltkrieg-anzuzetteln/

Gravatar: Ede Wachsam

Auch dieser Mann ist ein Freemason und damit ein Blender, der nicht nur die Interessen Frankreichs vor allem gegenüber Deutschland vertritt, sondern auch die Interessen der EU Diktatur und damit die der NWO.
Wer solche Leute hofiert hat keine blasse Ahnung von der Wirklichkeit, oder ist selbst in diese Machenschaften involviert wie z.B. IM Erika.

Gravatar: Karl

"Statt Basisdemokratie habe sich eine »Herrschaft der Eliten« durchgesetzt." Ha das Modell a`la Merkel haben die Franzosen durchschaut, Macrons Traum von der Nr1 in der EU wird wohl nicht fruchten, und die Arroganz, mit welcher der Intelligenz des Volkes begegnet werde, nicht weiter unterstützen. Na da sag ich mal, irgendwie scheinen die Franzosen cleverer zu sein als der deutsche Michel

Gravatar: Michel

Was wird das erst wenn er soziale Abstriche machen muss, um sich Deutschland sozial anzupassen?
Rente mit 67 usw.
Dann bekommt er Dresche von den Franzosen.

Gravatar: Germany First

Hätte nie gedacht, dass dieser Wicht so schnell entzaubert wird. Wie konnte er so schnell an die Macht kommen, er wurde deshalb gewählt, weil er als gerissenen Banker und Oma-f... die größte Voraussetzung mit brachte, an das große Geld der EU und den Hauptfinanzier Deutschland anzuzapfen. Das Einzige was die arbeitsscheuen und nicht konkurrenzfähigen Franzosen wollen, eine Art Versailler Vertrag wieder neu einzuführen. Als Hitler diesen Schand-Vertrag kündigte und die Zahlungen einstellte, war dies einer der Hauptgründe dass Frankreich unserem Land Deutschland den Krieg erklärte (sie hören gang richtig uns den Krieg erklärte) Nachdem er sie in kürzester Zeit besiegte und in Paris einmarschierte hat er leider die alte römische Strategie mit der Rom seine Weltherrschaft begründete „vae victis“ (Wehe den Besiegten) die nach ihren erfolgreichen Kriegen bei ihren Gegnern nie einen Stein auf den Anderen gelassen hatten, nicht angewendet. Der depperte Hitler hat sich statt dessen von seinen kranken Wahnvorstellungen , die Juden auszurotten, Russland zu besiegen und die Weltherrschaft zu erlangen, verleiten lassen.
Frankreich wird niemals unser Freund werden, die wollen nur an unser Geld, möglichst wenig arbeiten, früh in Rente und in der Weltpolitik als Grande Nation und Atommacht mit eigenen Flugzeugträgern imposant auftreten.(Sicher haben auch sie, verehrte Leser derartige Nachbarn, Alles Schau und auf Schulden gebaut) Dass sie seit Jahren systematisch die vertraglich vereinbarte Schuldengrenze überschreiten wir die Bezahlidioten für Frankreich sind, wird gewissenhaft verschwiegen. Jetzt da Macron die in langen Jahren erstreikten Zugeständnisse bei den Arbeitern einschränken muss um die Pleite abzuwenden, gehen diese zu Hunderttausenden demonstrierend auf die Strasse und es herrscht Krieg im schönen Frankreich.
Mit dem bisherigen frankophilen Finanzminister Schäuble hatten die Franzosen leichtes Spiel, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Macrons Ausspruch sagt Alles: Mit einem neuen Finzminister Lindner FDP, der es strikt ablehnt die Schulden der Franzosen zu übernehmen, bin ich tot. Flugs will Frau Merkel das Finanzministerium weitgehend dahin entmachten, dass niemand mehr mit Jamaika derartiges durchsetzen kann und Deutschland nicht weiterhin geschädigt werden kann. Nur ein Untersuchungsausschuß kann diese Schädigungen unseres Volkes aufdecken und die Schuldigen bestrafen. Frau v. Storch übernehmen sie.

Gravatar: Peter der Kleine

Die Menschen werden nicht klüger! Als Obama endlich als Wallstreet-Marionette entlarvt war, als alle seine "Yes, we can"-Appelle als Schwätzerei entlarvt waren, da hoffte ich in meinem jugendlichem Übermut, die Öggentlichkeit werde die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Weit gefehlt. Kaum war O. abgetaucht, kam in Krankreich Macron mit dem gleichen Geschwätz an die Macht. Jetzt ist's zu spät, du rettest den Freund nicht mehr... Macron treibt das Unwesen, das sein Geldgeber von unweit Paris ihm auftrug. Frau Merkel macht wie selbstverständlich mit.
Mir ist immer unbehaglich, wenn Regierende sich öffentlich küssen.

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