Altparteien haushoch abgestraft

Macron hat die Wahl in Frankreich gewonnen - na und?

Macrons Partei »La République en Marche« hat zukünftig 350 der insgesamt 577 Sitze der Nationalversammlung inne. Das hat die zweite Runde der Parlamentswahl ergeben. Doch es stellt sich die Frage, welche Aussagekraft ein Wahlergebnis hat, das sich aus einer Beteiligung von nur 45 Prozent der Wähler ergibt.

Quelle: assemblee-nationale.fr/
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Der von den deutsche Politikern der Altparteien hofierte und als vermeintlicher Heilsbringer der Demokratie hochstilisierte Emmanuel Macron und seine quasi aus dem Nichts aus dem Boden gestampfte Partei »La République en Marche« haben die französische Parlamentswahl gewonnen. Sei stellen zukünftig 350 der 577 Abgeordneten und verfügen somit über die absolute Mehrheit. Die etablierten französischen Parteien schmierten erbarmungslos ab und spielen zumindest in der kommenden Legislatur bestenfalls eine Nebenrolle. 

Doch eine Frage, die gestern bereits in fast allen Medienkanälen umfangreich diskutiert wurde, bleibt offen. Welche Aussagekraft steckt in einer Parlamentswahl, die mit einer Beteiligung von nur 45 Prozent kaum den Anschein eines legitimen Auftrags des Wählers an die Politiker zulässt? Daher wollte selbst bei Macron und seinen Mitstreitern keine wirkliche Begeisterung aufkommen. Zu umfangreich und groß sind die Probleme im Land, als dass man sich über das Ergebnis freuen könne.

Der künftige Regierungssprecher Christophe Castaner sagte dann auch deutlich, dass es im Grunde keinen Sieger gebe. »Einen wahren Sieg gibt es erst in fünf Jahren, wenn sich die Dinge wirklich geändert haben.« Doch ob dem Newcomer Macron das wirklich gelingen kann und wird, ist mehr als nur zweifelhaft. Sich allein darauf zu verlassen, dass die EU - und damit vor allem Deutschland - ihm zur Lösung aller Probleme Frankreichs etliche Milliarden Euro in das Land pumpt, könnte sich bei der derzeitigen Lage der EU insgesamt als verhängnisvoller Irrtum herausstellen. Aus eigener Kraft werden es die Franzosen auch nicht schaffen. Aber vielleicht finden sich ein paar großzügige, unbekannte Spender wie im November letzten Jahres, als die Macron-Partei innerhalb weniger Tage 2,6 Millionen Euro auf dem Parteikonto verbuchen konnte.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Doch es stellt sich die Frage, welche Aussagekraft ein Wahlergebnis hat, das sich aus einer Beteiligung von nur 45 Prozent der Wähler ergibt.“

Weil inzwischen längst das eintrat, was die Marine le Pen prophezeite?

„Frankreich wird auch jeden Fall von einer Frau geführt werden. Das werde entweder ich sein oder Frau Merkel“!!!

Wenn ich richtig informiert bin, dann unterlag sie der deutschen Göttin des jetzigen Präsidenten Frankreichs!!!

Wird sich das mit der absoluten Mehrheit der AfD bei der Bundestagswahl am 24. September relativieren? Oder: Muss die derzeitige Bundesregierung das Kanzleramt schon viel früher für eine endlich „demokratisch-rechtsstaatliche“ Partei räumen???

Gravatar: Gipfler

Wahlen sind eine Farce, ob mit hoher oder niedriger Wählerbeteiligung. „Wählen bedeutet die Illusion des Einflusses im Austausch gegen den Verlust der Freiheit.“

Auch in der heutigen Demokratie wird das Leben der Menschen weitgehend von außen durch Gesetze reglementiert, die von einer privilegierten Politikerkaste beschlossen werden, nur dass diese ihre Stellung nicht der Geburt, sondern den Wahlen des Volkes verdankt. Mit der Wahl aber, die stets als großes demokratisches Ritual gefeiert wird, beschränkt sich die Mitwirkung des Bürgers an der politischen Willensbildung darauf, seine Stimme im doppelten Wortsinn abzugeben und anschließend ohnmächtig zu verfolgen, was die Parteien und Politiker daraus machen.

Fast alle gesellschaftlichen Themen werden, mit zunehmender Tendenz, zu kollektiven Problemen gemacht und per Gesetz zentral organisiert. Von Freiheit und Selbstbestimmung kann da keine Rede sein. Das ist prinzipiell ebenso eine Fremdbestimmung des Menschen wie in einer vormundschaftlichen Diktatur, nur dass in der „Demokratie“ die Menschen ihre Vormünder alle paar Jahre unter mehreren Bewerbern selbst auswählen dürfen.

Der Name „Volksherrschaft“ täuscht etwas vor, was nicht vorhanden ist. Nicht der Wille des Volkes, sondern der Wille weniger, die vorgeben, das Volk zu vertreten, hat das Sagen. So rief ein holländischer Komiker einmal aus: „Demokratie ist der Wille des Volkes. Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung, was ich will.“ Wir haben in Wahrheit eine Oligarchie, in der „die herrschenden Gesetze die Gesetze der Herrschenden“ (B. Brecht) sind. Es herrscht in den Gesetzen vielfach nicht das von allen als gerecht empfundene Recht, sondern im Kostüm des Rechts herrschen die Interessen der Wenigen.
Vgl.:
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/05/17/fassade-demokratie/

Gravatar: Karin Weber

Hier in Deutschland fabuliert die politische Klasse von einem überzeugenden Wahlsieg. Man beglückwünscht sich gegenseitig .... aber die tatsächlichen Probleme wird diese Macron auch nicht lösen. Die politische Klasse weiß, dass sie die EU-Kiste vor die Wand gefahren hat und man ist nur noch damit beschäftigt, für das vertretene Klientel den Schaden zu minimieren und zum größtmöglichen Teil dem entmündigten Bürger aufzubürden. Wir, das Volk, sind doch für diese Leute nur Dreck.

Gravatar: WALT MAISTA

Ich kann den Namen Macrone nicht mehr hören und die Person nicht mehr sehen!

Es fällt überdeutlich auf, das die gleichgeschalteten Mainstreammedien DDR1 u. DDR2 dem genervten Zuschauer unverhältnismäßig viel Macron in allen Nachrichtensendungen aufnötigen.

Das legt den Verdacht der massenhaften Gehirnwäsche nahe. Das Steuern zahlende Wahlvolk soll unbedingt auf eine dominante EU-Führungsperson aus Frankreich eingestimmt werden, die -Macron- es den Deutschen schon zeigen wird. Deutschlands Beiträge in die EU-Kassen werden steigen und auch sonst wird Merkel dem gallischen Jüngling freiwillig einen Teil ihres EU-Einflusses abtreten. Das hat sie bereits. Die unendlichen Vorschußlorbeeeren, die vielen Sympathieattacken in Richtung Macron sind ja nur noch zum Fremdschämen, weil peinlich.

Es kommt einiges unangenehmes aus Frankreich auf die Deutschen zu in der nächsten Zeit. Und dafür soll bei der Deutschen Couchkartoffel ein alternativloses Verständnis installiert werden. Deshalb servieren die Staatsmedien diesen Macron bis zum Erbrechen auf allen Medienkanälen.

Gravatar: blubby

Was ist an Demokratie denn so toll?
Wenn ich etwas Anderes will als alle Anderen und ständig
überstimmt werde, muß ich am Ende immer das tun was die Anderen wollen.
Als Mensch will ich in Freiheit, selbstbestimmt leben und nicht fremdgesteuert.

Gravatar: Anton 2

Die Franzosen haben diesen Banker und Profiabzocker Macron vor Allem deshalb gewählt, weil er die in Geldsachen unerfahrenen Deutschen am Besten abzocken kann.(so wie sie den depperten Landwirt Theo Waigel bei der Euroeinführung um unvorstellbare Milliardenbeträge zum Schaden des deutschen Volkes abgezockt haben. (Die DM wurde völlig unterbewertet und der kaputte France viel zu hoch bewertet. )Für Deutschland war es eine Währungsreform 2:1. Unsere Freunde in Frankreich, schon immer in Geldnöten bis heute, hatten die Abschaffung der DM-Mark zur Bedingung gemacht für die Wiedervereinigung, die Kohl um jeden Preis haben wollte. Wenn Du solche Freunde hast, brauchst Du keine Feinde mehr.
Seine politische Strategie, mit Charme ältere Damen zu umgarnen hat er schon bewiesen in jungen Jahren. Dazu gehört auch entsetzliche alte Weiber wie die Merkel abzubusseln und auf den Eurobus aufzuspringen. (Augen zu und durch für die Grande Nation) Das Problem ist nur dass wir dies Alles bezahlen müssen als Fortsetzung des Versailler Vertrages, wie es in vielen französischen Köpfen bis heute spuckt. Zudem besitzt Deutschland die Frechheit hochwertige konkurrenzlose Produkte zu fertigen, gegen die französische Produkte keinerlei Changen haben. Sie werden zum Beispiel niemals einen Mercedes, Porsche der Audi bauen können auch wenn sie noch so viel abkupfern von unseren Autos. (Über zu hohe Importe französischer Autos in die USA hat Trump sich noch nie beklagt) So wie Kohl in die Geschichte unter allen Umständen als Wiedervereinigungskanzler eingehen wollte, so will die graue Maus Merkel als Eurokanzlerin und als mächtigste Frau der Welt in die Geschichte eingehen. Für diese Visionen nebst sinnloser deutscher Klimawende müssen die Bürger zahlen ohne Ende. (Hitler hatte auch viele Visionen und ungeheueren Schaden damit angerichtet)
Wenn jemand Visionen hat, soll er damit zu einem Facharzt gehen. Da sind mir die Visionen von Frau von Storch schon sympatischer, darum wähle ich AfD damit wir künftig im Alter von unseren Renten ein anständiges Leben führen können. (Ohne die Wahnvorstellungen von Frau Merkel könnte die Mindestrente bei uns auf 1500€/Monat angehoben werden.
Anton

Gravatar: Anton

Macrons Wahl ist eigentlich ungesetzlich, denn nach
demokratischem Recht und Auffassung dürfte eine Wahl-
Beteiligung unter 51% ungültig sein!!!
Bei einer Wahlbeteiligung um die 45% ist die Regierung
eine "Minderheitsregierung"!
Egal welche "Kräfte" 2,6 Millionen Euro dem Wahlbüro
Macrons zur Verfügung gestellt haben, vielleicht sind es
jene, die seinerzeit dem YUKOS-Präsidenten Michael Chodorkowski die 360 Millionen(!) US-Dollar für den
Totalbesitz YUKOS zur Verfügung gestellt haben, um das
Unternehmen dann an die USA verkaufen zu können!?
Sei es wie es ist!
Im Falle Yukon hat es nicht funktioniert; soll es jetzt im
Falle Frankreich, ohne jedwede Kontrolle dahindümpelnd
funktionieren? Mit Merkels Hilfe für die totale Herrschaft
Europas!?
Wir werden es sehen,, nach Sprüchen mit hervorragender
Rhetorik müßen jetzt Fakten gesetzt werden, wir blicken
Mit Interesse entgegen!!!

Gravatar: KritischeStimme

Macron bekam die Unterstuetzung der EU weil er versprochen hat nicht aus dem Euro zu treten. Jetzt muss er also im Stil von Herrn Schaeuble/Griechenland versuchen die franzoesiche Wirtschaft mit Einsparungen zu retten,was unmoeglich ist. Deshalb wird er sein Ziel verpassen. Fuer Deutschland bedeutet dies das man ein paar Jahre Zeitgewinn hat bevor die Eurozone auseinander fliegt und Deutschland aufwerten muss. Dann wird das deutsche Exportmaerchen zu Ende sein

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