Linksruck in Tschechien

28. Januar 2013, 06:44 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Roland Magunia/ddp
Redaktion (oe)

Bei der Präsidentschaftswahl in der Tschechischen Republik ist der Sozialist Milos Zeman als Sieger hervorgegangen. Er siegte in der Stichwahl mit 55 zu 45 Prozent über seinen Konkurrenten, den Kandidaten des bürgerlichen Lagers Karel Schwarzenberg. Beobachter erwarten nun einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik, zum Beispiel eine Lockerung der Geldpolitik, die der Präsident durch Ernennung des Notenbankchefs beeinflussen kann.

Zeman ist ein ausdrücklicher Befürworter der EU-Politik und wird auch wieder die europäische Fahne auf seinem Amtssitz, der Prager Burg, hissen. Das hatte sein Vorgänger Vaclav Klaus unterlassen.
Der Wahlkampf war überschattet worden durch deutschfeindliche Töne. Zemans Konkurrent Schwarzenberg wurde vorgeworfen, kein echter Tscheche zu sein und sich nicht scharf genug gegen die nach dem Krieg vertriebenen Deutschen positioniert zu haben. Zeman wurde im Wahlkampf vom russischen Energiekonzern Lukoil unterstützt.

 

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