Lebensschützer kritisieren Pläne zur Sterbehilfe

03. August 2012, 07:49 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , | von Redaktion
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Justizministerin Leutheusser-Schnarrenbergers Gesetzentwurf zur Sterbehilfe ist eine Mogelpackung, meint die Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr. Sie wirft der Ministerin vor, Euthanasie nach holländischem Vorbild zu privatisieren. Die »schleichende Einführung einer privatisierten und straffreien Euthanasie in Deutschland« nannte sie einen »rechtspolitischen Skandal«.

In dem Entwurf der Justizministerin, die zugleich engagiertes Mitglied der Humanistischen Union ist, werden Ärzte und Pflegekräfte, die dem Siechenden emotional näher gekommen sind, die Möglichkeit zur straffreien Beihilfe zum Suizid eingeräumt. Löhr befürchtet, dass Sterbehilfe damit veralltäglicht und der gewerbsmäßigen Ausübung – entgegen dem Wortlaut des Gesetzes und dem Geist der Verfassung – Vorschub geleistet wird. Unter Berufung auf wissenschaftliche Erkenntnisse sagte Löhr: »Die Mitwirkung an der Selbsttötung ist daher kein ehrenwerter Akt der Unterstützung einer autonomen Selbstverwirklichung des Betroffenen, sondern im Gegenteil oftmals Ausdruck unterlassener Hilfeleistung gegenüber einem psychisch extrem belasteten Menschen.«

 

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(oe)

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