Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseKünftiger EZB-Boss keilt gegen Bundesbank

Der zukünftige EZB-Vorsitzende, Yves Mersch, hat bei einem Berlinbesuch am Donnerstag den Bundesbankchef Jens Weidmann scharf attackiert. Dessen ablehnende Haltung gegenüber dem geplanten ungebremsten Anleihenkäufen der EZB habe angeblich "in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung Unsicherheit und Verwirrung" hervorgerufen.
Den von Weidmann kritisierten EZB-Kurs bejubelte der Luxemburger Mersch als “ein gewaltiges Bollwerk gegen die die zerstörerischen Szenarien, die mitunter an den Finanzmärkten gespielt wurden”.
Gegen Ende seiner Rede anlässlich des Berliner Maschinenbau-Gipfel wurde allerdings auch Mersch nachdenklich: Völlig risikolos sei die EZB-Politik nicht, gab er zu. Wer handele, gehe Risiken ein: “Diese dürfen nicht verschwiegen oder wegdiskutiert werden, sondern müssen erkannt, benannt und gemeistert werden.”
Am Ende gab Mersch seinem Kritiker Weidmann nun also doch noch wenigstens ein Stück weit Recht.
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Warum darf eigentlich kein Deutscher EZB-Präsident werden? Hat man Angst, daß man dann zu Austerität zurückkehrt und eine solide Währungspolitik verfolgt?
Solange man das Ruder Bankrotteuren und Claqueuren in die Hand gibt wird alles nur noch schlimmer.
Deutschland ist schon wieder eingeknickt.