Künftiger EZB-Boss keilt gegen Bundesbank

26. Oktober 2012, 07:42 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , , | von Redaktion
Foto: Uwe Zucchi/ddp
Redaktion

Der zukünftige EZB-Vorsitzende, Yves Mersch, hat bei einem Berlinbesuch am Donnerstag den Bundesbankchef Jens Weidmann scharf attackiert. Dessen ablehnende Haltung gegenüber dem geplanten ungebremsten Anleihenkäufen der EZB habe angeblich "in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung Unsicherheit und Verwirrung" hervorgerufen.

Den von Weidmann kritisierten EZB-Kurs bejubelte der Luxemburger Mersch als “ein gewaltiges Bollwerk gegen die die zerstörerischen Szenarien, die mitunter an den Finanzmärkten gespielt wurden”.

Gegen Ende seiner Rede anlässlich des Berliner Maschinenbau-Gipfel wurde allerdings auch Mersch nachdenklich: Völlig risikolos sei die EZB-Politik nicht, gab er zu. Wer handele, gehe Risiken ein: “Diese dürfen nicht verschwiegen oder wegdiskutiert werden, sondern müssen erkannt, benannt und gemeistert werden.”

Am Ende gab Mersch seinem Kritiker Weidmann nun also doch noch wenigstens ein Stück weit Recht.

 

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