Prof. Dr. Hans-Werner Sinn mahnt:

Kosten für Flüchtlinge liegen bei rund 450 Milliarden Euro

Prof. Hans-Werner Sinn rechnet in einem Interview mit »The European« mit der Merkel-Politik ab und warnt vor hohen Kosten der Massenmigration. Die kommende Jamaika-Koalition sieht er kritisch.

Foto: Jan Roeder / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
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In einem Interview mit »The European« zeigt Prof. Dr. Hans-Werner die Vielzahl der gravierenden Fehler der jetzt abgewählten Merkel-Regierung auf. Die deutschen Atomkraftwerke wurden ohne Not abgeschaltet, die Eurorettungspolitik habe nichts als Streit gebracht und in der Flüchtlingspolitik wurde das Recht nicht nur überdehnt, es wurde schlicht und ergreifend gebrochen. Die alte Regierung habe versagt, wofür die SPD nun die Quittung bekommt und in die Opposition geht. Eine weitere Regierungsbeteiligung, so Sinn, habe sie auch nicht verdient.

Doch auch die neue Regierung wird, trotz einer ungeahnt guten Ausgangsposition, nicht einfach haben. Zu weit liegen die Schwerpunkte der einzelnen potenziellen Koalitionäre auseinander. Die Grünen werden sich extrem schwer tun, bei der Energiepolitik Bewegung zu zeigen. Doch man müsse den Grünen ihre grüne Politik zugestehen, so Sinn, sonst wird es zu keinem Regierungsbündnis kommen. Ebenso muss man der FDP ihre eurokritische Politik zugestehen und der CSU ihre eigene Flüchtlingspolitik. Auf die CDU müsse keine Rücksicht genommen werden; denen geht der Machterhalt über alles, sodass sie sich fügen werde.

Die politische Zukunft werde sich von den vergangenen Jahren deutlich unterscheiden. Die AfD, sagt Sinn, werde den anderen Parteien ordentlich Dampf machen. Zwar sei sie aktuell noch nicht regierungsfähig; doch das war bei den Grünen in deren Anfangszeit auch nicht anders. Vor allem die Migrationspolitik, deren Kosten von Experten mit 450 Milliarden Euro bei einer Million »Flüchtlingen« geschätzt werden, wird ein enorm wichtiges Thema sein und bleiben.

Denn die zukünftige Migrationspolitik, so Sinn weiter, müsse sich an Recht und Gesetz orientieren. Das Grundgesetz, das Asylgesetz und die internationalen Abkommen seien nun einmal geschlossen worden. Da könne man sich nicht einfach nach Gutdünken und Beliebigkeit drüber hinweg setzen. Die Rechtslage sei eindeutig und stelle einen Imperativ dar, sagt Sinn.

Das gesamte Interview ist hier beim »The European« nachzulesen: PROFESSOR HANS-WERNER SINN WARNT EINDRINGLICH

Kommentare zum Artikel

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Gravatar: K Becker

Es gibt sie, trotz der Gutmenschen noch.
Die klaren Analytiker, die auch das Rückgrat haben, es zu sagen.
Sehr erfrischend.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Für den Giftschrank

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, einer der führenden Wirtschaftsweisen und Politiksachverständigen läßt im EUROPEAN ein Interview veröffentlichen, dass den führenden politikern nichts als Postenschacherei und Unvermögen attestiert, am besten gefällt mir: "Auf die CDU muss man keine Rücksicht nehmen, der geht Machterhalt über alles."

Ich könnte noch damit leben, wenn die Grünen einfach Umweltpolitik machen ( für die Umwelt ) und die FDP antieuropa-Politik ( für die Nationalstaaten und Volksabstimmungen ), und auch der CSU gönne ich ihre Einwanderungspolitik, wenn denn eine fest vereinbarte Obergrenze dabei herauskommt, weit unterhalb 500.000.

Trotzdem ist das ein elendes Schauspiel, was in Berlin vorgeführt wird, und ob sich am Ende der Postenschacherie noch jemand an deutsche Interessen erinnert, muss sich dann beweisen.

Trotz alledem ein dickes Lob an Prof. Sinn, dass er sich von der Politik nicht vereinnahmen läßt und mal ein klares Wort gesprochen hat, hoffentlich fällt es nicht der Zensur zum Opfer.

Gravatar: Gerd Müller

Ja,
Prof. Sinn hat so, wie jeder ehrliche und denkende Mensch hier im Land, seine Schwierigkeiten mit dem "Primat der Politik“ ....

Darauf berufen sich unsere Politdarsteller und lassen auch keinen Zweifel daran, daß dieses Primat quasi die Legitimierung ihres Handelns bildet.

Zu gut deutsch bedeutet dieses "Primat der Politik“, daß egal welche wissenschaftlichen Erkenntnisse, unbedingt notwendige Erfordernisse oder gesetzliche Notwendigkeiten vorliegen, immer nur das getan wird, was diese Politdarsteller selbst für richtig halten.

Auch dann, wenn dieses Handeln völlig blödsinnig, nicht gesetzeskonform und nicht nachvollziehbar ist.

Nun, was dabei herausgekommen ist, wird jetzt Tagtäglich sichtbarerer und hat schon begonnen uns alle nach unten zu ziehen !

Gravatar: Karin Weber

Solche Leute wie Prof. Sinn wären im Parlament gut aufgehoben gewesen. Stattdessen tummeln sich dort Experten wie Herr Özdemir, Herr Beck, Frau Roth und Frau Göring-Eckhardt. Um nur mal die Schneeflocken auf der Spitze des Eisberges zu benennen ...

Gravatar: Peter der Kleine

@Gerd Müller

Danke für die Erinnerung an den "Primat der Politik"!
Schon früh hatte ich vermutet, daß diese Politik von Primaten ausgeführt wird mit dem Ziel, die Anwendung von Intelligenz zu verhindern.
Unter diesem Gesichtspunkt wird das Handeln der Primaten verständlich. Herr Sinn bestätigt dies in seiner eigenen zurückhaltenden Sprache.

Gravatar: Ede Wachsam

Na ja dass die Kosten für die mit Absicht hierher gekarrten Invasoren um ein vielfaches höher ist, als man uns aufs Auge drücken will, wundert hoffentlich Niemand. Immer wenn Politiker und Beamte, welche fremdes Geld ausgeben irgend etwas planen oder machen, dann steigen die Kosten astronomisch, rapide im Gegensatz der freien Wirtschaft (gibt es die überhaupt noch?)an. Stichwort Airport BER und Elbphilharmonie in HH. Bei uns in der Nähe ist eine geschlossene Anstalt, da sind vielleicht noch Zimmer frei, denn normal sind diese Geldverschwender nicht mehr.

Gravatar: Gisela Glatz

Ich bin entsetzt über diese Summe. Uns wird ständig suggeriert, das für Steuersenkungen, Kinder-und Schülerbetreuung, Alten-und Krankenpflege kein Geld da ist und nun diese Summe. Warum haben die Deutschen die CDU/CSU gewählt, warum die Grünen und warum die FDP? So stellt sich die Frage nach der Realität, nach so vielen Lügen und dieser Korruption. Und jetzt eiern diese Parteien wieder mal rum und kommen nicht zum arbeiten, ist ja auch viel zu anstrengend. Da labern sie lieber den ganzen Tag nur blöden Mist. Sie sollten den einfachen Bürger fragen, der weiß am besten, wo der Schuh drückt. Nicht beim Retten des Klimas, dem Retten der Flüchtlinge, die nur unser Geld wollen und hier gut leben und kriminell werden, nein, es gibt hunderte von Baustellen in Deutschland, die mit unseren Steuergeldern repariert bzw, erneuert werden sollten. Aber nicht das Geld diesen Schmarotzern hinterherwerfen. Auch die Gerichts-und Anwaltskosten der klagenden und kriminellen Flüchtlinge könnten für uns Bürger verwandt werden. Jeder sollte endlich mal nachdenken und sich auf seine deutschen Werte besinnen.

Gravatar: Lorbas Habedank

450 Milliarden Euro und eine Schmerzgrenze ist nicht in Sicht.
Merkwürdig ist allerdings, dass niemand im Parlament oder aus sonstigen Reihen der Poltikdarsteller bisher die Frage nach der Gegenfinanzierung gestellt hat. Diese wurde bisher immer bei sämtlichen zusätzlichen Ausgaben als Killer-Instrument benutzt, um dahingehende Forderungen abzubügeln, wie z.B. bei Hartz IV - Anhebung, Kindergelderhöhung, der Rentenreform (u.a. Mütterrente) usw.
Wir werden doch alle bis zum geht nicht mehr verarscht!

Gravatar: Angela Maul - Affe

@ Gerd Müller

Nein, nicht 'Primat der Politik', sondern Politik der Primaten und Planet der Affen. Und Äffinnen.

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