Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseKirchen-Krimi im Fall Bischof Mixa

Im Rufmord-Fall des Augsburger Bischofs Mixa (siehe FreieWelt.net) und der Annahme seines Rücktrittsgesuchs durch Papst Benedikt XVI weist jetzt alles auf eine Intrige höchster deutscher Kirchenkreise hin, unter Beteiligung des Augsburger Weihbischofs Losinger, den Erzbischöfen Marx und Zollitsch sowie dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Der Verdacht steht im Raum, Papst Benedikt XVI sei von Bischof Mixas Amtsbrüdern durch die Vorbringung des Missbrauchsverdachts getäuscht worden um ihn zu einer schnellen Entscheidung gegen Mixa zu bewegen.
Die Welt am Sonntag zeichnet in ihrer gestrigen Ausgabe nach intensiven eigenen Recherchen die Vorgänge völlig neu nach, die zum Sturz Bischof Mixas geführt haben. Sie spricht von einem “Kirchen-Krimi” und sagt über die o.g. Bischöfe: “Sie beschädigten den Ruf ihres Amtsbruders, missachteten erprobte Verhaltensregeln der Kirche, nahmen die Verletzung der Privatsphäre eines jungen Mannes in Kauf und gaben brisante Informationen an die Presse.” Weiter bei Welt Online
Laut Exklusivinformationen von kath.net kämpft Bischof Mixa jetzt in Rom um die Rücknahme seiner Resignation. In einem ausführlichen Brief an den Präfekten der Bischofskongregation Kardinal Re habe er alle Vorfälle klargestellt. Mittlerweile sind bis auf die Prügelvorwürfe sämtliche schwerwiegenden Anschuldigungen gegen Bischof Mixa ausgeräumt, darunter auch die Vorwürfe der Veruntreuung von Geldern der Waisenhausstiftung Schrobenhausen (siehe Kath. Sonntagszeitung v. 22./23. Mai 10) im Abschlussbericht des Sonderermittlers Knott. In seinem Brief nach Rom betont Bischof Mixa, daß er „nach wie vor im Vollbesitz seiner seelischen und geistigen Kräfte“ sei und weist die Verleumdungen zurück, daß er ein Problem mit Alkohol habe. Unterdessen ist Bischof Mixa wieder nach Augsburg in seine bischöfliche Wohnung zurückgekehrt.
Ausführlicher Bericht bei: kath.net
Foto: Annette Zoepf/ ddp














Was für eine feine Gesellschaft!
Der Name Marx paßt.
Die waren bestimmt noch nie bei Kopfschüttels zum Kaffeekränzchen eingeladen.
Das Prügeln von Schutzbefohlenen ist ja auch nicht schlimm. Meiner Meinung nach war es auch vor 30 Jahren schon verboten und in meinen Augen ein ausreichender Rücktrittsgrund
Das hat etwas von einem Panikorchester.
Jetzt wurde in der Presse sogar noch ergänzt, Mixa hätte ein Alkoholproblem. Da soll er sich mal von G.W. Bush (jr) beraten lassen. Der hatte das bekanntlich auch.
Konnte er Gottes Zorn über seine schweren Verfehlungen nicht aushalten?