100 Prozent der Stimmen; das ist ja besser als Honecker!

Kein Programm, kein Konzept - Schulz zum Vorsitzenden gewählt

Bei der SPD geht man ungewöhnliche Wege. Statt Programmatik steht Populismus im Vordergrund.

Foto: Olaf Kosinsky / Skillshare.eu/CC BY-SA 3.0 DE
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Die SPD hat ihr Wahlprogramm für die kommenden Bundestagswahl vorgestellt. Es besteht aus einem einzigen Wort: Schulz! Statt Programmatik oder konkreten Vorschlägen zur Lösung der existierenden Probleme im Land versucht es die einstmals stolze deutsche Sozialdemokratie nach Vorbild weniger demokratischer Parteien. Ohne eine einzige stichhaltige Aussage zu seinem Wahlprogramm wurde beim Sonderparteitag der SPD Martin Schulz mit 100 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Das ist ein Ergebnis, wie man es nur aus Staaten wie Nordkorea kennt. Dort braucht der große Vorsitzende auch kein Programm vorzustellen und wird trotzdem gewählt. 

Bestach die SPD früher durch Themenpolitik, wie zum Beispiel die 35-Stundenwoche, so tritt sie jetzt mit einem beispiellosen auf einen einzigen Mann zugeschnittenen Wahlkampfthema an. Inhalte suchte man am vergangenen Sonntag vergeblich. Die einzige Aussage, zu der die Sozialdemokraten in der Lage waren, ist »Martin!«

In seiner Rede vor den Delegierten machte Schulz auch gar keinen Hehl daraus, dass er noch kein Programm vorlegen kann. Die Erstellung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dafür werden Andrea Nahles, Manuela Schwesig oder Olaf Scholz die Verantwortung übernehmen. Er, Schulz, sieht sich als eine Art Volkstribun; zumindest trat er in diesem Stil auf. Und die Delegierten huldigten ihm wie einem solchen. Schulz warf mehr Fragen auf, als der Antworten zu geben bereit oder fähig war. 

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Mittelradikal

Schulz ist eigentlich Merkel. Die Koalition steht doch bereits fest. Ich hoffe sehr, dass die Rentner in Nochdeutschland, außer Kaffee Klatsch mit Schulz und Merkel noch andere Dinge für wichtig empfinden. Was ich allerdings bezweifle. Man sollte eine Prüfung auf Wahltauglichkeit einführen. Mein Vorschlag: Bevor man zu einer Wahl zugelassen wird, müssen politische Fragen beantwortet werden.
Hinweis: Fragen wie, wann war der Kaffeeklatsch mit Schulz war, sollten natürlich nicht zugelassen werden.

Gravatar: cap

Hohle Phrasen in Serie, stellt sich schon in eine Reihe mit den historischen SPD-Granden, Brandt, Schmidt etc. Nur die Katze lässt er nicht aus dem Sack. Die AfD sei eine Schande für Deutschland, wer ist für die Zustände in Deutschland verantwortlich? Jetzt Wahlkampf gegen das eigene Regierungs-Versagen zu machen ist unlauter und unglaubwürdig. Eines hat er auch vergessen zu erwähnen, die alte SPD-Rechnung 0+2=3, haben die Bürger nicht vergessen! In der drohenden nächsten GroKo dürfte ihm das Propagandaministerium schon sicher sein.

Gravatar: Heinz

Ist doch ganz einfach.

Schulz übernimmt das Programm der AfD und alle sind zufrieden.

Gravatar: Karin Weber

Es lässt tiefe Einblicke in diese Partei zu. Denen muss das Wasser bis zum Halse stehen, wenn sie alles (100%) auf eine Karte setzen. Der niederländische Schock sitzt denen offenbar tief im Genick. Ich habe am Wochenende beim Zappen mit der Fernbedienung auch die staatlichen Propagandasender überstrichen und was ich da für gedroschene Phrase in diesen Sekunden gehört habe, hat mich an Reden von SED-Funktionären und der DDR-Volkskammer erinnert. Hoffentlich fallen die Menschen nicht wieder auf solche linkspopulistischen Rattenfänger herein. Reden können sie ja, aber im gleichen Atemzug ziehen solche Leute den Bürgern hintenrum das letzte Vermögen aus der Tasche. H4 = SPD! ... die Schikanen beim "Fördern & Fordern" = SPD! Die Toleranz des Linksextremismus = SPD! Das darf niemand vergessen.

Gravatar: Gerd Müller

Hat man denen etwas ins Wasser geschüttet ?

"Fangt doch mal an zu rufen" "Martin" ....
https://www.youtube.com/watch?v=B6NqDOI_EbE

Merken die SPD-Abgeordneten gar nicht mehr, wie sie von dieser Faschingsfigur verarscht werden ?

"Martin Schulz, einer von uns" ....

Das ist schon die erste Lüge, oder sind alle Deutschen 2x in der Schule sitzen geblieben, haben ihre Lehre geschmissen, waren Alkoholiker und waren in der Klapsmühle.
(wegen Selbstüberschätzung wie man hört) ?

Jede Küchenfrau muß einen Nachweis erbringen, daß sie zu dieser Arbeit befähigt ist.
Als Bundeskanzler benötigt man hingegen nichts weiter als ein großes Maul und Größenwahn, wie mir scheint !

Und wenn er in seiner Rede eine Warnung an die „Populisten“ ausspricht, die SPD sei deren stärkster Gegner, so müsste er sich augenblicklich selbst an die Gurgel gehen, .......
denn einen noch größeren Populisten als diese Figur es ist, kann es wohl kaum geben. (denke zumindest ich).

Gravatar: Aufbruch

100 % und kein Programm. Da sieht man, wie verzweifelt diese SPD sein muss, wenn sich hier ein monolithischer Block à la KPDSU oder SED etabliert, um Geschlossenheit zu demonstrieren. Geschlossenheit hinter einem Kandidaten, der in schlafwandlerischer Manier, oder ist es etwas anderes, durch die Lande zieht und unter Selbsthuldigung viel Banales von sich gibt. Schlagworte ersetzen bei ihm Konzept und Programm. Schulz frönt einem Populismus übelster Sorte, da er die schlagwortartigen Segnungen, die er verspricht, nie wird finanzieren können. Sein einzig wirklicher Programmpunkt, bei dem er sich der Zustimmung aller "Demokraten" sicher sein kann, ist die Vernichtung der AfD, ohne auch nur daran zu denken, mit dieser eine demokratische Auseinandersetzung zu suchen. Hier regiert nur der Hass, den man bei anderen verabscheut. Widerlich.

Gravatar: fishman

Das ist der erste Großversuch einer "demokratischen Partei" wegen Konzeptionslosigkeit es mit einem rein populistischem Versuch zu wagen, sich über die 30% Marke zu retten. Dieser Versuch kann gelingen. Wozu der zum Größenwahn neigende Kandidat nach seiner Wahl als der Bestimmer der Richtlinien der Politik fähig sein wird, bleibt abzuwarten. Dabei wären in der vor uns liegenden Zeit bewährte Kenner und Spezialisten die bessere Wahl. Die 100% Wahl war eine massenpsychologische Inszenierung der Verzweiflung.

Gravatar: Bernd Büdenbender

Das sind ja Zustimmungswerte wie zu besten Stalinzeiten
in der Sowjetunion.Kein Widerspruch,keine Diskussionen,
ein verzweifeltes Klammern an die Sprüche und mit wider-
lichem Pathos vorgetragenen Forderungen des neuen
Messias.Die SPD war doch mal die Partei mit einer guten
demokratischen Diskussionskultur.Nichts mehr,nur Wahn
und utopistische Emotionen.In nicht einem Punkt der Rede
ist der Kandidat konkret geworden.Aber den deutschen Michel wird eine solche Show wahrscheinlich beeindrucken,den viele wissen nicht mehr,was es mit solchen Ergebnissen früher auf sich hatte.Wer kann diese
Lügenmärchen entzaubern?Denk ich an Deutschland in der Nacht....Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gravatar: Klaus Zwo

@Mittelradikal
Das sage ich seit Jahrzehnten - halb im Scherz :
Zwei-Klassen-Wahlrecht.
Aber nicht nach Einkommen / Vermögen, sondern nach politischer Bildung.
Wenn ich sehe, WER hier alles ein Kreutzchen machen darf…..
…nicht im Ansatz eine fundierte Meinung und nur ÖR-liches-Nachgeplapper kombiniert mit Faktenresistenz.
Alles wird negiert und dann kommt der unsägliche Spruch:"Uns geht es doch gut".
Das Ausland scheint da weiter zu sein - und das seit langem.
Passantenumfragen hier und im Ausland, ein riesiger Unterschied, bes. früher.
Erschreckend ist aber zudem, daß gebildete, gut situierte Leute dermaßen einen Unsinn zusammen reden.
Wenn ich das weiß oder erahne, unterlasse ich jeglichen Versuch einer Diskussion, da sich sehr schnell herausstellt,
daß sie ihre angebliche Meinung nicht im geringsten belegen können.

Gravatar: Gittel

Ich hoffe, dass die Wähler das Schmierentheater der Altparteien durchschauen, egal was bis zur Wahl noch alles "ausgegraben " wird , um die Alternative zu denunzieren. Jedem normal denkenden Menschen müsste klar sein, wo das Schiff der CDUSPDLINKEGRÜNE -Flotte hin schippert.
100 % Zustimmung für Schulz zeigt mal wieder deutlich, dass keiner der Genossen eine eigene Meinung hat.

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