20,4 Milliarden in zwei MonatenKapitalflucht aus Griechenland nimmt kein Ende

27. März 2015, 09:31 | Kategorien: Wirtschaft | Schlagworte: , | von
Griechenland_Wolken_Häuser
Die Kapitalflucht das Griechenland setzt sich fort. Inzwischen sind die Einlagen der Griechen bei ihren heimischen Banken auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken.

Die Kapitalflucht aus Griechenland setzt sich ungebremst fort. Bis Ende Februar sollen die Einlagen von Privatleuten und Firmen bei griechischen Banken auf 140,5 Milliarden Euro gefallen sein. Dies geht aus einer Mitteilung der Zentralbank hervor. Damit hätten sie den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre erreicht. Alleine im Februar sollen die Konten der Griechen um 7,5 Milliarden Euro geschrumpft sein. Im Januar war die Kapitalflucht sogar noch stärker. In den ersten beiden Monaten zählte die Zentralbank 20,4 Milliarden.

Die Kapitalflucht belastet zunehmend die Gespräche zwischen der Athener Regierung und den Geldgebern in der EU. Der griechische Wirtschaftsminister Georgios Stathakis will Anfang kommender Woche eine Einigung mit der Euro-Gruppe über die Zahlung weiterer Hilfsgelder erzielen. Bis dahin, so erwartete er, werde seiner Regierung ein weiteres Reformpaket vorgelegt, das den Maßgaben der Gläubiger entspricht. Dies erklärte er bei einem TV-Auftritt am Donnerstag.

Seit Wochen versucht die neu gewählte ultralinke Regierung eine Einigung mit den Geldgebern zu erzielen. Doch die verlangten Maßnahmen stehen im krassen Widerspruch zu ihrem Programm. Sie soll weitere Sparmaßnahmen beschließen, dabei ist sie mit dem Versprechen angetreten, der Sparpolitik ein Ende zu bereiten. Sie hat nun angekündigt am Montag ein Reformpaket vorzulegen.

Zudem hat Griechenland am Donnerstag Gespräche mit der Schweiz aufgenommen. Ziel ist, unversteuertes Geld griechischer Bürger zu ermitteln. Entsprechende Verhandlungen sollen im Rahmen eines Besuches des schweizerischen Staatssekretärs für internationale Finanzangelegenheiten, Jacques de Watteville, in Athen stattgefunden haben.

 

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