Initiative »Helft LEBEN – nicht TÖTEN!« gestartet

15. Januar 2013, 09:57 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Bild: Peter Esser/Zivile Koalition e.V:
Redaktion (oe)

Die Aktivitäten von so genannten Sterbehilfevereinen, die Menschen bei der Selbsttötung aktiv unterstützen, haben in den letzten Jahren besorgniserregende Ausmaße angenommen. Die Bundesregierung hat vor kurzem einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der vorgibt, ihrem Treiben Einhalt zu gebieten. Doch dieser Entwurf ist eine Mogelpackung.

Denn er verbietet eine gewerbsmäßige Form der Sterbehilfe, die in Deutschland gar nicht (mehr) existiert. Schlimmer noch: Durch ihn würde jede Form der nicht-gewerbsmäßigen Suizidbeihilfe legalisiert – sogar der ärztlich assistierte Suizid. Alle bestehenden Sterbehilfevereine könnten unter diesem Gesetz ihre organisierten Aktivitäten noch weiter ausbauen.

Deshalb hat die Bürgerrechtsorganisation Zivile Koalition e.V. die Initiative »Helft LEBEN – nicht TÖTEN!« ins Leben gerufen. Sie fordert die Abgeordneten auf, stattdessen ein Gesetz zu verabschieden, das nicht nur die geschäftsmäßige und gewerbliche, sondern jede Form von organisierter Beihilfe zum Suizid unter Strafe stellt.

»Wir stehen erst am Beginn einer öffentlichen Diskussion«, erklärte die Initiatorin der Kampagne, Hedwig von Beverfoerde. Sie weist auf die Bedeutung der Fragen hin,  die zu verhandeln sind. Den Entwurf von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP); der die Sterbehilfe für weite Kreise straffrei stellen würde, kritisierte sie scharf: »Das wäre der Beginn einer fatalen Entwicklung hin zu einer Kultur des Todes statt des Lebens und zutiefst inhuman.«

 

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