Falsche Maßnahme an der falschen Stelle

In Frankreich drohen Bußgelder für sexuelle Belästigung

In Frankreich blühen in Zukunft Männern, die Frauen auf der Straße diffamierend-sexistisch-blöd-derb belästigen, Bußgelder von 90 Euro, die sofort zu entrichten sind. Die Tücken der neuen Gesetzgebung liegen auf der Hand.

Straßencafé Paris Pixabay
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Es kann sogar noch teurer werden. Auf bis zu 350 Euro können sich die Bußgelder bei säumigen Zahlern erhöhen. Teurer kann es auch für Beamte oder Kriminelle werden. Das meldet heise und beruft sich dabei auf Berichte in le monde.

Das offensichtliche Problem liegt darin, dass nicht richtig klar ist, was überhaupt als sexuelle Belästigung gilt. Das geht auch aus den Bestimmungen (hier französisch) nicht deutlich hervor. Da ist von »outrage sexiste« die Rede, zu Deutsch: »sexistische Beleidigung oder Schmähung«. Bisher gebräuchlich (wenn auch nicht besser) war die Formulierung »harcèlement«, die man mit »Belästigung« übersetzen kann.

Der Anstoß zur neuen Regelung kam von der Staatssekretärin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Marlène Schiappa.  Fünf Abgeordnete haben einen Bericht zur neuen bußgeldpflichtigen Verwarnung erarbeitet. Danach sollen alle »Äußerungen, Verhaltensweisen oder druckausübende Aktionen sexistischer oder sexueller Natur im öffentlichen Raum« geahndet werden. Dazu gehört auch das Anstarren (»instistierende Blicke«, »regards insistants«) und das absichtliche Folgen einer Person, das eine beängstigende Situation schafft.

Dazu wird eine so genannte Sicherheitspolizei für den Alltag PSQ eingerichtet, die zu den Reformprojekten von Emmanuel Macron gehört.

Wozu wird es führen? Touristen, sie so aussehen, als hätten sie 90 Euro griffbereit, oder gutsituierte Franzosen, die schon länger im Land leben, können schnell erleichtert werden. Sexuelle Übergriffe, die von Männern ausgehen, denen man schon ansieht, dass sie kein Geld haben, werden deshalb nicht weniger werden.

Es ist eine hilflose Gesetzgebung, die an der falschen Stelle ansetzt und die den Ozean zwischen den Geschlechtern, wie es Kafka in seiner pessimistischen Art genannt hat, noch weiter vergrößern wird.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Sollte man halt nicht mehr nach Frankreich fahren, wenn anschauen strafbar ist. Man stelle sich vor Heidi Klum oder jemand wie ein Paradiesvogel gekleidet geht eine Strasse lang , wieviel Geld da von den schauenden Zuschauern einkassiert werden kann.

Gravatar: Marc Hofmann

Ich will es mal so ausdrücken... Wenn die Frauen sich das Gefallen lassen... also diese Maßnahmen zuzulassen, dann sind die Frauen selber Schuld! Die Liebe, das Flitern wird in Zukunft dann der Vergangenheit angehören und das in Frankreich! Die Pflicht zur Vollverschleierung der Frauen ist dann in Frankreich nicht mehr weit...schau mich nicht an, sprech mich ja nicht an.... am besten ich verstecke mein "Frau sein/mein ICH" hinter einer schwarzen Burka und warte so auf meine Erlösung... den TOD!

Gravatar: D.Eppendorfer

Es läuft alles wie geplant:

Jeder kluge weiße Europäer wird seine überkandidelten Weibchen zukünftig meiden, um nicht ständig für den harmlosesten Flirtversuch bestraft zu werden, und diese hysterischen Kampfhennen werden dann ihrem Triebe folgend - und ohne sich sexuell belästigt zu fühlen - importierte Araberhengste reiten.

Vielleicht war es ja sehr vernünftig, dem launischen Weibervolk lange jede politische Einflussnahme zu verbieten. Wohin das führt, können wir aktuell ja bewundern. Oder ist die Welt durch mehr Frauenrechte etwa besser geworden?

Dem neuen IQ90-Mischmatsch-Menschen wurde der rote Teppich ausgelegt.

Gravatar: Ulli P.

... und da Macron das Vorbild in mehrfacher Hinsicht für unsere EU-besoffenen Politchargen ist, können wir uns ausrechnen, was bei uns passiert.

Wir sind auf dem direkten Weg, den Rechtsstaat zu verlassen - hinein in die Diktatur!

Gravatar: Hannes

Ich gehe schwer davon aus, dass den Tatbestand nur ein weißer heterosexueller Mann erfüllen kann...

Frauen belästigen ja nicht, neinnein...

Gravatar: k.Becker

Diese Bußgelder finde ich gut, Klasse.
Gleichzeitig werden sie auch auf Frauen angewandt, die sich mit Kleidung, Gesten und Masken prostituieren. Seit Jahrhunderten ist das Lebensstil.
Verleitung zu "Unerlaubten" ist strafbar.
Das Ende vom Lied: Frauen werden vermummt und Männer unter sich. Klasse!
Die Warnschilder: Achtung Frauen, - sind schon kreiert.

Gravatar: Gernot Radtke

Das ist eigentlich eine Rache der zukurzgekommenen Frauen an denen mit schnittigerem Design. Gut, daß man gemeinsam die Männer dafür ausnehmen kann.

Gravatar: Alfred

hört sich erst mal gut an.... aber wie soll das in der Praxis funktionieren?
Politische Nebelkerze!

Gravatar: Dirk S

@ Hannes

Zitat:"Ich gehe schwer davon aus, dass den Tatbestand nur ein weißer heterosexueller Mann erfüllen kann..."

Sehe ich genauso. Würde ich als feministisches Strafrecht bezeichnen. Vor allem, weil es keine ordentliche Definition von dem gibt, was denn nun strafbewehrt verboten werden soll. (Typische Feministinnentaktik, damit sie nicht so leicht angegriffen werden können.)

Aber damit ist ein grundlegendes Prinzip eines rechtstaatlichen Strafrechts verletzt: Es muss klar sein, was denn nun verboten ist. Ist das nicht, dann ist der Willkür Tür und Tor geöffnet, was dem Grundprinzip der Rechtstaatlichkeit (Willkürfreiheit) widerspricht. Leider ist es derzeit in der Politik Mode (und / oder die Folge von Unfähigkeit), solche Gummi-Paragraphen zu verbrechen. Wobei beides den Vorstellungen von Feministinnen sehr entgegen kommt (solange nur weiße heterosexuelle Männer davon betroffen sind).

Rechtstaatliche Grüße,

Dirk S

Gravatar: Unmensch

Das tut Feminismus: die eigenen Männer unterdrücken und verweiblichen, um dann aufregende fremde Männer zu bekommen.

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