Hilmar Kopper gegen Euro-Bonds

15. Juni 2012, 08:09 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Thomas Lohnes/dapd
Redaktion

Der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, hat sich gegen die Einführung von Euro-Bonds ausgesprochen. In einem persönlichen Beitrag der Bild-Zeitung erklärt Kopper, gemeinsame Anleihen bedeuteten für Deutschland ein Risiko, das über seine jährliche Wirtschaftsleistung hinausreiche. In der Folge würde Deutschlands Rating "nach unten rauschen, unser Zinssatz anziehen und die Haushaltslast wachsen." 

Und weiter: “Unsere Bonität, hart erarbeitet, ist nicht auf ewig gesichert und unantastbar.”

Kopper erinnert daran, dass er zwar für die Einführung des Euros gekämpft habe. Doch dürfe nicht vergessen werden, dass dieser “im Dienst der Völker” stehe. “Er ist nicht dazu da, dass ein Land eigene Fehler den Nachbarn anlastet.” Hier sei eine klare Haltung der Bundesregierung überfällig.

Die Vergemeinschaftung aller Schulden sei ein Irrglaube, der auch im “Schuldentilgungspakt” stecke, der “neuerdings wie ein Zaubertrank verkauft wird”, so Kopper. Es gehe um 2300 Milliarden Euro, für den Deutschland mithaften solle – ein Betrag von mehr als dem Sechsfachen des nationalen Haushalts.

Koppers Fazit zu den bisher präsentierten Plänen zur Euro-”Rettung” fällt vernichtend aus: “Es klingt wie ein schlechter Witz: Die Sozialdemokraten wollen brave deutsche Steuerzahler für Gelder haften lassen, die in Länder gepumpt werden, deren reiche Bürger es dann wieder rausschleppen.”

 

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